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Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

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Allgemein/Innere und Chirurgie/Orthopädie
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Böheimstraße 37
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Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am 1.9.2026 eröffnet

Das Amtsgericht Stuttgart hat mit Beschluss vom 1. September 2026 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH, zu der auch das Marienhospital gehört, eröffnet und antragsgemäß Eigenverwaltung angeordnet. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Jochen Sedlitz bestellt. Damit beginnt die nächste Phase des eingeleiteten und planmäßig verlaufenden Sanierungsprozesses. Die Versorgung der Patienten läuft währenddessen an allen Standorten uneingeschränkt weiter.

Auf dem Weg: wirtschaftlich stabilisieren und langfristig zukunftsfähig aufstellen

Die Geschäftsführung setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort und arbeitet weiter daran, das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren und langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Verfahrenseröffnung keine Veränderung in der Versorgung. Die medizinischen und pflegerischen Leistungen werden unverändert an allen Standorten fortgeführt. Zu den Einrichtungen der Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH gehören das Marienhospital Stuttgart, die Vinzenz Klinik und die Vinzenz Therme in Bad Ditzenbach sowie die Luise von Marillac Klinik in Bad Überkingen.

„Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gehen wir den nächsten Schritt unseres Sanierungsprozesses. In der Zeit seit der Antragstellung haben wir intensiv daran gearbeitet, unser Konzept weiter auszuarbeiten. Mit dem Stand der Entwicklung bin ich im Moment sehr zufrieden. Wir haben wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht und werden diesen Weg konsequent weitergehen. Dabei bleibt unser Fokus klar: Wir wollen die wirtschaftliche Grundlage unserer Kliniken stärken und gleichzeitig die medizinische und pflegerische Versorgung für die uns anvertrauten Menschen verlässlich fortführen.“, sagt Dr. Claus Peter Kruth, Generalbevollmächtigter im Verfahren und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht.

Eigenverwaltung ermöglicht weitere aktive Gestaltung 

Mit der Verfahrenseröffnung geht der bereits laufende Sanierungsprozess in den nächsten Verfahrensabschnitt über. Die Geschäftsführung bleibt im Rahmen der Eigenverwaltung für die operative Führung des Unternehmens verantwortlich. Dabei wird sie durch den Sachwalter überwacht und unterstützt.

Die Gehaltszahlungen werden ab September wieder durch das Unternehmen selbst geleistet, nachdem die Mitarbeitenden ihre Gehälter in den Monaten Juni bis August über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes erhalten haben. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens endet der Insolvenzgeldzeitraum planmäßig.

Sanierungsmaßnahmen werden fortgeführt 

Ziel des Sanierungsprozesses ist es, die Vinzenz von Paul Kliniken nachhaltig zu stabilisieren und zukunftsfähig aufzustellen. Die dafür notwendigen Maßnahmen wurden bereits in den vergangenen Monaten eingeleitet und werden nun fortgeführt. Dazu gehört auch, Leistungen und Personal in bestimmten Bereichen weiter aufeinander abzustimmen und bei den Sachkosten Einsparungen umzusetzen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die wirtschaftliche Grundlage des Unternehmens langfristig zu sichern.

„Wir haben in den vergangenen Monaten bereits viel erreicht und wichtige Schritte auf unserem Sanierungsweg umgesetzt. Darauf können wir aufbauen und blicken deshalb zuversichtlich nach vorn. Wir haben ein klares Ziel vor Augen: Wir wollen unsere Einrichtungen nachhaltig stabilisieren und ihre Zukunft sichern. Dafür müssen wir an einigen Stellen Veränderungen vornehmen und wirtschaftliche Strukturen weiterentwickeln. Gleichzeitig bleibt unser Versorgungsauftrag unverändert bestehen. Die Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeitenden sind dabei eine wesentliche Grundlage für den weiteren Weg“, so Dr. Jan Schlenker, Geschäftsführer des Marienhospitals Stuttgart.

Paralleler Investorenprozess läuft

Parallel zu den bisherigen eigenen Sanierungsaktivitäten ist ein Investorenprozess im Gange, der zusätzliche Optionen unter Beteiligung eines anderen Trägers schaffen soll. „In diesem Verfahren stellen wir ein starkes Interesse anderer etablierter Krankenhausträger fest, was bestätigt, dass das Haus sehr gut aufgestellt ist. Aktuell ist somit sowohl eine Fortführung unter Beteiligung des bisherigen Trägers als auch eine Investorenlösung möglich. Damit sind gute Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen.“ sagt Dr. Claus Peter Kruth und ergänzt: „Wir gehen davon aus, hier in den kommenden Monaten Klarheit über den weiteren Weg zu erhalten.“

Das Verfahren in Eigenverwaltung schafft damit den Rahmen, den Sanierungsprozess weiterhin aktiv aus dem Unternehmen heraus zu gestalten. Die Geschäftsführung wird dabei durch den Sachwalter und erfahrene Berater begleitet.