Einsatz in abgelegenen Regionen Nepals
Am 1. Februar 2026 starteten Louis Gerhardt, Moritz Mumpro und Alexander Hellwig ein besonderes Abenteuer: Vier Wochen lang versorgten sie Menschen in abgelegenen Regionen Nepals, die oft noch nie eine Zahnbehandlung erhalten hatten. Sieben improvisierte Behandlungsstationen wurden eingerichtet – in Klassenzimmern, einfachen Dorfräumen oder auch einem rudimentär ausgestatteten HealthPost. Elektrisches Licht war selten, Handbohrer mussten batteriebetrieben funktionieren, doch die drei Helfer meisterten jede Herausforderung.
Möglich wurde dieser Einsatz durch die Organisationen Dental Volunteers e.V. und Nepalhilfe im kleinen Rahmen e.V. Sie wurden durch großzügige Materialspenden des Marienhospitals Stuttgart unterstützt. Und nicht zuletzt durch viele engagierte Mitarbeitende, die das Projekt mit Geldspenden förderten. „Wir waren wirklich überwältigt. Ohne diese Hilfe hätten wir viele Dinge vor Ort schlicht nicht umsetzen können“, sagt Louis Gerhardt.
Besonders bewegend waren die Begegnungen mit den Kindern: neugierig, offen und unglaublich tapfer, trotz teilweise großer Schmerzen. Jedes Schulkind erhielt bei der Unterweisung zur Mundhygiene und Zahnuntersuchung eine eigene Zahnbürste samt Zahnpasta – ein großer Schritt für die Mundgesundheit und damit auch für die Lebensqualität.
Projekt von persönlicher Reichweite
Für Louis Gerhardt hatte das Projekt zudem eine persönliche Dimension: Vom Intensivpfleger am Marienhospital Stuttgart führte ihn sein Weg zum Zahnmedizinstudium nach Marburg. Dem Team im Marienhospital blieb er jedoch eng verbunden – an den Wochenenden arbeitete er weiterhin auf der Station, um sein Studium zu finanzieren. Diese gewachsene Verbundenheit trug maßgeblich dazu bei, den Einsatz in Nepal zu ermöglichen.
Nach vier Wochen intensiver Behandlung unzähliger Patienten und anschließend vier Wochen Urlaub mit Wanderungen und Erkundungen des Landes kehrte das Team inspiriert und glücklich nach Deutschland zurück. „Es war eine Mega-Erfahrung. Wir haben den Menschen wirklich helfen können und gleichzeitig selbst unglaublich viel gelernt. Dieses Projekt war nur möglich, weil so viele Menschen daran geglaubt und uns unterstützt haben.“
Und eines ist für alle drei jungen Ärzte sicher: Es wird nicht ihr letzter Auslandseinsatz sein.


















