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Beratung für Pflege und Soziales

Mehr Patientenzentrierung durch innovative Struktur: Am Marienhospital Stuttgart wurde eine spannende Neuerung eingeführt, die nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert, sondern auch den Weg für eine noch individuellere Patientenversorgung ebnet. Die neu konzipierte Abteilung „Beratung für Pflege und Soziales“ (BPS) hat eine innovative, effiziente Struktur etabliert, die den Fokus auf eine ganzheitliche Betreuung legt – vom Aufnahmeprozess über den stationären Aufenthalt bis hin zur Vorbereitung auf die Entlassung.

 

Die Abteilung „Beratung für Pflege und Soziales“ sorgt für mehr Patientenzentrierung durch eine innovative Struktur (Bild: pixabay.com/utc)

Beratung für Pflege und Soziales: individuellere Patientenversorgung

Keine Doppelstrukturen, keine Zeitverluste

Der innovative Ansatz, die bis dato bestehende Doppelstruktur zwischen Case Management und Sozialdienst aufzulösen, zeigt eine klare Ausrichtung auf eine effiziente und nahtlose Patientenbetreuung. In vielen anderen Krankenhäusern werden diese beiden Bereiche getrennt geführt, was zu vermeidbaren Reibungsverlusten führen kann. Am Marienhospital jedoch wird das Entlassmanagement nun durch die Abteilung „Beratung für Pflege und Soziales“ (BPS) begleitet – und das aus einer Hand.

„Unser Ziel ist es, den Patienten und ihren Familien von der ersten Minute an das Gefühl zu geben, in besten Händen zu sein“, erklärt Monika Wolfinger, Leiterin der Abteilung „Beratung für Pflege und Soziales“ am Marienhospital Stuttgart. „Durch die Auflösung der Doppelstruktur schaffen wir eine durchgängige Betreuung, die keine Lücken und keine Zeitverluste hinterlässt. So können wir sicherstellen, dass jeder Patient schnell und effizient die Unterstützung erhält, die er braucht.“

Das bedeutet: Die Patienten werden durch ein ganzheitlich denkendes Team aus Sozialarbeitern und Pflegekräften betreut, die ihre Expertise aus beiden Bereichen vereinen. Dadurch entfällt nicht nur die Notwendigkeit, zwischen verschiedenen Abteilungen zu wechseln, sondern es wird auch eine frühzeitige Erkennung und Berücksichtigung individueller Bedürfnisse ermöglicht. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf allen Stationen sorgt dafür, dass alle Patienten rundum betreut werden, ohne dass Zeit verloren geht.

Vorteil für die Patienten

Durch diese neue Struktur werden die Pflegekräfte und Sozialarbeiter der BPS aktiv in den stationären Alltag integriert. Bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus, bei Verlegungen innerhalb des Hauses und während des gesamten Aufenthalts können sie gezielt auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen. Sie können rasch und präzise feststellen, welche Unterstützung erforderlich ist – sei es im Hinblick auf pflegerische Maßnahmen, soziale Fragestellungen oder die Organisation der Nachsorge.

„Wir können jetzt sofort handeln, wenn wir feststellen, dassmein Patient Unterstützung benötigt, sei es aufgrund sozialer odernpflegerischer Anforderungen“, so Monika Wolfinger. „Die Case- Management-Methodik ermöglicht es uns, die richtigen Schritte sofort zu planen und umzusetzen, ohne dass der Patient oder seine Angehörigen unnötig lange warten müssen.“

Ein weiteres Highlight dieser neuen Struktur ist der SelbstPflege-Index (SPI). Dieser wird während des Aufenthalts von den Pflegekräften erhoben, um den individuellen Unterstützungsbedarf der Patienten zu erfassen. Wenn dabei Auffälligkeiten oder besondere Bedürfnisse festgestellt werden, wird die BPS sofort eingebunden. Da sie aufsuchend arbeitet, kann sie schnell und gezielt auf die jeweiligen Anforderungen der Patienten reagieren.

Maßgeschneiderte Betreuung für jeden Fall

Ein entscheidender Bestandteil der Abteilung ist die Arbeitsweise nach dem Handlungskonzept Case Management, das im Marienhospital Stuttgart nicht nur als isolierte Funktion existiert, sondern erweitert und neu definiert wurde. Das Team der BPS übernimmt eine zentrale Rolle in der Koordination des Entlassmanagements, was bedeutet, dass Patienten nicht mehr zwischen unterschiedlichen Abteilungen hin- und hergeschickt, sondern durch ein kontinuierlich betreuendes Team begleitet werden.

„Case Management bei uns bedeutet, dass wir den gesamten Prozess begleiten und sicherstellen, dass der Patient rundum versorgt ist – sowohl während des Aufenthalts als auch im Übergang in die Nachsorge“, erklärt Pflegedirektor Frank Lehre. „Durch die enge Zusammenarbeit unserer Fachabteilungen können wir garantieren, dass keine Information verloren geht und alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden, um den Patienten in jeder Lebensphase zu unterstützen.“

Das Case Management konzentriert sich auf die individuelle Problemstellung jedes Patienten und sorgt für eine maßgeschneiderte Unterstützung. Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des Hauses und externen Dienstleistern wird eine Versorgung über den Krankenhausaufenthalt hinaus sichergestellt. Hierzu gehören auch die Unterstützung bei der Beantragung von Reha-Maßnahmen, der Organisation häuslicher Pflege oder der Kontakt zu Selbsthilfegruppen. Alles wird durch das BPS-Team koordiniert, sodass der Patient mit einem klaren Plan in die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt starten kann.

Ein qualifiziertes und engagiertes Team

Die 25 Mitarbeitenden der Abteilung sind bestens qualifiziert: Neben Sozialarbeitern und Pflegekräften mit einer fundierten Fachausbildung verfügt das Team über eine besondere Expertise im Entlassmanagement. Die Mitarbeitenden haben zusätzlich eine Weiterbildung im Bereich Case Management nach DGCC (Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management) oder befinden sich in der Weiterbildung, die am Marienhospital inhouse angeboten wird. Diese Qualifizierung stellt sicher, dass die Mitarbeitenden stets auf dem neuesten Stand der fachlichen Entwicklungen im Case Management sind.

„Unser Team ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg dieses neuen Modells“, sagt Monika Wolfinger. „Jeder Einzelne bringt wertvolle Erfahrung und Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen mit, sei es aus Pflege oder Sozialarbeit. Diese Expertise fließt in die tägliche Arbeit ein und kommt den Patienten zugute.“

Wissen, das stärkt

Das Patienten-Informationszentrum (PIZ) ist ein wichtiger Bestandteil der Abteilung Beratung für Pflege und Soziales (BPS). Es ergänzt das Beratungsangebot durch leicht zugängliche, verlässliche Informationen zu vielfältigen Gesundheitsthemen. Im PIZ finden Patienten, Angehörige und Mitarbeitende eine große Auswahl an kostenlosem Informationsmaterial und können sich bei gesundheitlichen oder sozialen Fragen individuell beraten lassen – persönlich, telefonisch oder, wenn nötig, direkt am Krankenbett.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung onkologischer Patientinnen und Patienten. Hier bietet das PIZ gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin eine niederschwellige, jederzeit zugängliche Beratung an – ohne Termin, unkompliziert und bedarfsgerecht. So können Betroffene während ihrer ambulanten Chemotherapie, aber auch in der Zeit danach, Rat und Unterstützung zu rechtlichen, sozialen und persönlichen Themen erhalten.

Ein starkes Konzept für eine bessere Patientenversorgung

Die neue Abteilung „Beratung für Pflege und Soziales“ am Marienhospital Stuttgart ist ein Paradebeispiel für die Umsetzung einer modernen, patientenorientierten Versorgung. Mit ihrer innovativen Struktur und der Vernetzung interdisziplinärer Teams ermöglicht sie eine rundum abgestimmte Betreuung – von der Aufnahme bis zur Entlassung und darüber hinaus. Dies stellt sicher, dass jeder Patient individuell und auf seine Bedürfnisse abgestimmt versorgt wird, was nicht nur den Heilungsprozess unterstützt, sondern auch das Wohlbefinden der Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts steigert.

„Unser oberstes Ziel ist es, den Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch emotional und sozial zu unterstützen“, betont Monika Wolfinger. „So können wir dazu beitragen, dass sie schneller genesen und mit einem sicheren Gefühl das Krankenhaus wieder verlassen.“
 

KONTAKT
Beratung für Pflege und Soziales
Telefon: 0711 6489-3229
entlassmanagement@vinzenz.de
Sprechzeiten und Termin vereinbaren: Montag bis Freitag 8.00–12.00 Uhr

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