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Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37, 70199 Stuttgart

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Bei akuten Notfällen erreichen Sie das Shuntteam rund um die Uhr (24 Stunden).

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Bitte rufen Sie in einer Notfallsituation diese Nummer an. Der Anruf ist von jedem Telefon aus kostenlos.

Klinik für Notfallmedizin

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

Zur Klinik

  • Leitungsteam:

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Allgemein/Innere und Chirurgie/Orthopädie
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Samstag, Sonntag, Feiertag 7.00–24.00 Uhr

Website Notfallpraxis

Adresse

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart

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Aktuelles

Grillsaison gestartet – aber Achtung: Verbrennungsgefahr!

Die Sonne lacht, der Grill duftet – doch leider steigt jetzt auch die Zahl der Verbrennungsunfälle. Oberarzt Dr. Matthias Rapp, Leiter des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Marienhospital Stuttgart, gibt wichtige Tipps, was man beim Grillen beachten sollte – und was im Ernstfall zu tun ist.

Sicher in die Grillsaison starten – was bei Verbrennungsgefahr zu tun ist (Bild: KI-generiert)

Sicher in die Grillsaison starten und was bei Verbrennungsgefahr zu tun ist

Verbrennungsexperte Dr. Matthias Rapp gibt nützliche Hinweise

Verbrennungsexperte Dr. Matthias Rapp gibt nützliche Hinweise

Gefahren, die oft unterschätzt werden

  • offenes Feuer und heiße Grillroste
    Schon kurze Berührungen können schwere Verbrennungen verursachen. Mindestens 2 Meter Sicherheit zum Grill – besonders für Kinder!
  • Flammenüberschlag durch Fett oder Brandbeschleuniger (z.B. Spiritus): 
    Besonders bei schnellen Bewegungen und Windzug kann es zu explosionsartigen Flammen kommen.
  • keine Brandbeschleuniger verwenden (z.B. Spiritus): 
    Beim Gießen eines Brandbeschleunigers in eine Flamme kommt es zu einer explosionsartigen Stichflamme!
    Trocken oder feuchte Kohle, Holz o.ä. nie mit Spiritus o.ä. anzünden – Explosionsgefahr, Stichflamme!
    Keine brennbaren Flüssigkeiten offen oder geschlossenen neben den Grill stellen – Auch Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten können sich entzünden: Explosionsgefahr wie bei Molotow-Cocktails.
  • Vorsicht bei Strom
    Defekte Elektrogrills oder Kabel können zu Stromverbrennungen führen (Lebensgefahr!) Immer auf intakte Geräte achten!
  • Vorsicht bei Gasgrills:
    Immer bei offenem Deckel anzünden! Gas sammelt sich – beim Öffnen des Deckels kommt es zur Explosion und Stichflamme.
  • Heiße Flüssigkeiten:
    Keine heißen Flüssigkeiten (Kochtöpfe) in direkter Nähe von Grills stellen! Beim unbeabsichtigten Anstoßen oder bei unsicherer Positionierung Gefahr des Umfallens und damit einer Verbrühung.

Tipps von unserem Spezialisten

  • sicherer Abstand: Kinder und Haustiere vom Grill fernhalten
  • Schutzkleidung: Grillhandschuhe und lange Ärmel reduzieren das Risiko
  • Verwenden Sie feste Grillanzünder
  • Gasgrills bei offenem Deckel anzünden

Wovor warnt der Experte?

  • Kein Wasser bei Fettbränden! Das führt zu explosionsartig auftretenden Stichflammen und und brennenden Fettkugeln. Stattdessen Erstickungsmethode: mit Deckel schließen oder Löschdecke nutzen.
  • Keine Hausmittel wie Mehl, Eis oder Butter auf Wunden – das verschlimmert die Verletzung!
  • Wenn Kleidung brennt (800–1200 Grad Celsius), können innerhalb von 10 Sekunden tiefste, drittgradige Verbrennungen entstehen.
  • Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Grills lassen!

Erste Hilfe bei Verbrennungen

  • Löschen der Flammen mit Wasser (NIE bei brennendem Fett), Feuerlöscher oder Branddecke.
  • Löschen von außerhalb des Gefahrenbereichs (Eigenschutz vor Fremdschutz)
  • Nur mit einer Wolldecke löschen. NIE mit synthetischen Materialien (Einbrennen in die Haut)
  • Kühlen: Sofort mit fließendem, lauwarmen, ca. 15°–20° Celsius (nicht eiskaltem!) Wasser maximal 10 Minuten kühlen. Kühlung nur bei einer betroffenen Oberfläche von etwa 15 % Körperoberfläche (entspricht etwa 15 Handflächen).
  • Restliche, nicht verbrannte Stellen müssen gewärmt werden.
  • Nur die verbrannten oder verbrühten Stellen kühlen.
  • Schutz: Keine synthetischen, eingebrannten Kleiderreste entfernen.
  • Wunde steril abdecken (z. B. mit Metalline-Kompressen).
  • Bei Verbrühungen immer feuchte Kleidung sofort entfernen.

Wann Sie den Notarzt rufen sollten

  • bei Verbrennungen im Gesicht, an Händen oder Genitalien
  • bei großflächigen (mehr als 3 Prozent der Körperoberfläche) oder tiefen Wunden (beginnende Blasenbildung der Haut, verbrannte Stellen weißlich und ohne Gefühl oder Schmerzen)
  • bei Stromunfällen (auch wenn keine sichtbaren Verletzungen!)

MERKSATZ: „Kühlen, schützen, Notruf wählen – nicht selbst behandeln!“
Notfallnummern: 112 (europaweit)