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Aktuelles

Der „Stuttgarter Nasenkurs“ findet zum 27. Mal statt

Von Montag, 8. April bis Samstag, 13. April 2019 finden am Marienhospital Stuttgart gleich drei große Kongresse zum Thema Plastische Chirurgie statt. Erwartet werden mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte aus über 50 Ländern.

Stuttgarter Nasenkurs im Marienhospital Stuttgart

Eine weltweit angesehene Veranstaltung: der Stuttgarter Nasenkurs

Die Kongresswoche beginnt am Montag mit der Jahrestagung der RSE (Rhinoplasty Society of Europe), also der europäischen Vereinigung der Nasenchirurgen. 58 Teilnehmer aus ganz Europa haben ihr Kommen angekündigt. Dienstag und Mittwoch findet dann der 27. Stuttgarter Nasenkurs mit 135 Teilnehmern statt. Und von Donnerstag bis Samstag geht es beim 7. SOS-Symposium um das Thema „nicht gelungene ästhetisch-plastische Operationen“. Die 157 teilnehmenden Mediziner aus der ganzen Welt können dabei per Videoübertragung Live-Operationen international bekannter Plastischer Chirurgen mitverfolgen. Laut Veranstalterangaben ist es leider vermutlich der letzte Kurs, bei dem ausländische Ärzte im Marienhospital voroperieren können.
 

Renommierte Nasenexperten am Marienhospital tätig 

Die Marienhospital-Mediziner Professor Dr. Wolfgang Gubisch und Dr. Sebastian Haack gehören zu den besten Nasenexperten weltweit. Ihre OP-Kurse, die sie auf allen Kontinenten abhalten, sind unter Fachärzten gefragt. Schon vor 27 Jahren führte Wolfgang Gubisch am Marienhospital Stuttgart zudem seinen ersten internationalen Nasenkurs durch. In diesem Jahr erwarten er und sein Nachfolger Sebastian Haack zum Nasenkurs 126 Teilnehmer aus 49 Ländern – von Anguilla bis Usbekistan, von Griechenland bis Saudi-Arabien. Die stets frühzeitig ausgebuchte Veranstaltung wird vom 9. bis 10. April im Marienhospital stattfinden.
 

Live-Operationen stehen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Kursprogramms stehen insgesamt zehn meist sehr anspruchsvolle und schwierige Liveoperationen an der Nase. „Das Besondere ist, dass wir alle zehn Operationen per Video ins Auditorium übertragen“, so Dr. Haack. Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt werden wie in jedem Jahr wieder die Ergebnisse der Nasenoperationen gezeigt, die beim Kurs des Vorjahres durchgeführt worden waren.
Vom 11. Bis 13. April geht es dann beim „7. SOS-Symposium“ ausschließlich um nicht gelungene ästhetisch-plastische Operationen an Gesicht, Nase, Brust und Bauch. International anerkannte Spezialisten werden in Vorträgen und bei Live-Operationen demonstrieren, wie man Patienten helfen kann, bei denen eine ästhetisch-plastische Operation nicht gut ausgefallen ist. Mehr als 151 Ärzte werden die Live-Operationen und Vorträge direkt im Marienhospital verfolgen. Die Veranstaltung wird zudem per Internet übertragen, sodass Ärzte aus der ganzen Welt zuschauen können.

Live-Operationen international bekannter Mediziner wird es im Rahmen der renommierten Kurse in diesem Jahr wohl zum letzten Mal geben. „Die bürokratischen Hürden, für die Kollegen aus aller Welt eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, damit sie während unserer Kurse in Deutschland operieren dürfen, sind inzwischen einfach viel zu hoch“, so Wolfgang Gubisch. Insofern sei der diesjährige Kongress auch ein historischer, weil dort wohl zum letzten Mal Top-Operateure aus aller Welt Eingriffe durchführen können.
 

Fachklinik mit langer Tradition

Am Marienhospital werden plastische Nasenoperationen seit 70 Jahren vorgenommen. „Wenn ein Patient ständig schlecht Luft bekommt oder wenn er mit der äußeren Form seiner Nase unzufrieden ist, kann eine Nasenoperation ebenso sinnvoll sein wie nach einem schweren Unfall oder einer Krebserkrankung, durch welche die Nase ganz oder teilweise zerstört wurde“, so Dr. Sebastian Haack, der Ärztliche Direktor der Klinik für Plastische Gesichtschirurgie des Marienhospitals.

Gegründet wurde die Abteilung im Jahr 1948 kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Anfangs wurden hier vor allem Soldaten mit schwersten entstellenden Gesichtsverletzungen behandelt. Nicht nur, um die Funktion etwa von Nase oder Mund wiederherzustellen, sondern auch um ihnen ein normales gesellschaftliches Leben ohne ständiges „Angestarrtwerden“ zu ermöglichen. Heute gilt die Klinik für Plastische Gesichtschirurgie am Marienhospital als die weltweit größte ihrer Art.

Journalisten sind als Beobachter des Kongresses herzlich eingeladen. Wer vor, nach oder während der Tagung ein Interview mit Dr. Haack oder Professor Gubisch machen möchte, kann unter der folgenden Telefonnummer einen Termin vereinbaren: 0711 6489-8241.
Das komplette Programm des Nasenkurses gibt es unter: www.stuttgart-rhinoplasty-2019.de, das des SOS-Kurses unter http://sos2019.eu