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Bitte rufen Sie in einer Notfallsituation diese Nummer an. Der Anruf ist von jedem Telefon aus kostenlos.

Die Interdisziplinäre Notaufnahme

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

Zur Interdisziplinären Notaufnahme (INA)

  • Leitungsteam:
  • Porträt Herr Tschritter
  • Porträt Herr Krauss

Zentrale Anlaufstelle, wenn Arztpraxen geschlossen haben. Bitte kommen Sie ohne telefonische Anmeldung!

Montag bis Donnerstag 19.00–1.00 Uhr
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Wochenende und Feiertage 7.00–1.00 Uhr

Website Notfallpraxis

Adresse

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart

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Gebührenpflichtig

Kostenlos

Behandlungsraum Strahlentherapie

Strahlentherapie
und Palliativmedizin

Strahlentherapeutische Verfahren

In unserer Klinik können wir Patienten je nach Tumor und Lage mit unterschiedlichen strahlentherapeutischen Verfahren behandeln. Für eine Bestrahlung von außen durch die Haut (perkutan) setzen wir Linearbeschleuniger ein. Da der Patient sich nicht bewegen darf, liegt er fixiert auf einer Liege. Die Bestrahlungseinrichtung hingegen und die Liege lassen sich individuell an die Strahlungsrichtung anpassen (Stereotaxie, IGRT, IMRT, VMAT). Falls nötig können sogar Atembewegungen des Patienten ausgeglichen werden (Atemgating). Meistens findet die Bestrahlung nicht auf einmal, sondern in mehreren Sitzungen statt (fraktioniert). Darüber hinaus führen wir etwa bei Lymphom-Patienten auch Ganzkörperbestrahlungen (TBI) durch.

Bei manchen Tumorarten wie dem Speiseröhrenkrebs müssen die Betroffenen von innen bestrahlt werden. Für die Therapie setzen wir in diesem Fall umschlossene radioaktive Substanzen (Radionuklide) ein. Sie werden bis zum Tumorort vorgeschoben und entfalten erst dort ihre Wirkung (HDR-Brachytherapie).  

Klinik für Strahlentherapie und Palliativmedizin

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Sekretariat
Cornelia Vogel

Telefon: 0711 6489-2604

Telefax: 0711 6489-2605

strahlentherapie@vinzenz.de

Sprechstunden und Ambulanz

Leistungsspektrum

Fachartikel

Downloads & Infomaterial

Unsere Leistungen im Detail

Stereotaxie (Radiochirurgie, SRT, SBRT)

Moderne Hochpräzisionsbestrahlung

Mithilfe der Stereotaxie behandeln wir gut- und bösartige Krebserkrankungen mit höchster Genauigkeit und maximaler Sicherheit. Dazu zählen Tumoren im Gehirn, in der Lunge, in der Leber und nahe am Rückenmark. Das nicht-invasive Verfahren ist sehr gut verträglich; der Patient benötigt weder Narkose noch Operation.
 

Radiochirurgie

Bei diesem stereotaktischen Verfahren wird der Tumor mit einer äußerst wirksamen und sehr hohen Dosis einmalig behandelt. Die Strahlen treffen dabei aus mehreren Raumrichtungen im Zielvolumen punktgenau zusammen. Dort addieren sie sich zur Gesamtdosis auf. Wie beim Brennglas wird der Tumor so zerstört. Das umgebende Gewebe hingegen bleibt optimal geschont. Mithilfe der Radiochirurgie lassen sich oft Tumoren in Lunge und Gehirn behandeln, etwa Lungenkarzinome, Akustikusneurinome, Meningeome oder solitäre Hirnmetastasen.
 

Stereotaktische Radiotherapie (SRT)

Im Gegensatz zur Radiochirurgie teilen wir hier die Gesamtdosis auf mehrere kleinere Einzeldosen auf. Die Behandlung erfolgt somit nicht an einem einzigen Tag, sondern über mehrere Tage (fraktioniert). Dies ist dann von Vorteil, wenn der Tumor beispielsweise in der Nähe sensibler Strukturen wie Sehnerv oder Hirnstamm liegt.
 

Stereotaktische Körper-Radiotherapie (SBRT)

Zu Tumoren im Körperstammbereich zählen Tumoren der Lunge, Leber und nahe am Rückenmark (als Primärtumoren oder Metastasen anderer Erkrankungen, etwa Brust-, Nieren- oder Darmkrebs). Problematisch ist, dass sich hier die zu bestrahlenden Tumorherde mehr oder weniger stark bewegen. Beispielsweise infolge der Atmung. Bei der Bestrahlungsplanung ist dies mitzuberücksichtigen. Die Behandlung erfolgt mehrmalig in zwei Wochen, typischerweise in drei bis acht Sitzungen. Durch die hochpräzise Bestrahlung können wir die Tumoren am Wachstum hindern, verkleinern oder komplett vernichten.

Atemgating

Die Bestrahlung der Atmung anpassen

Eine besondere Herausforderung in der Strahlentherapie ist es, bewegte Zielgebiete im Körperinneren zu behandeln. Also etwa Tumoren der Lunge und Leber sowie bösartige Wucherungen nahe am Rückenmark. Oder linksseitigen Brustkrebs als postoperative Maßnahme. Im letztgenannten Fall liegen Herz und Lunge relativ nah am Bestrahlungsgebiet, und es besteht die Gefahr einer Organschädigung.

Bei der stereotaktischen Körperradiotherapie (SBRT) wird deshalb „atemgetriggert“ bestrahlt. Nur wenn sich das Zielgebiet an der vorberechneten Stelle befindet, wird die Strahlung freigegeben. Rückt gesundes Gewebe ins Strahlenfeld, bricht die Bestrahlung automatisch ab. Wie bei einem Tor, das sich öffnet und schließt (engl. „gating“ genannt).

Die Behandlung wird häufig auf eine bestimmte Atemphase festgelegt, zum Beispiel beim tiefen Einatmen. Vorteil: Beim Einatmungsvorgang vergrößert sich der Abstand zwischen Brustwand und Herz. Und auch die Lunge ist weniger von der Bestrahlung betroffen. 

Bildgestützte Strahlentherapie (IGRT)

Bei mehreren Bestrahlungssitzungen noch präziser bestrahlen

Wichtigstes Kriterium bei der Strahlentherapie ist es, Krankheitsherde möglichst zielgenau zu behandeln und das umliegende Gewebe dabei maximal zu schonen. Neue Techniken leisten hier wesentliche Verbesserungen, so die bildgestützte Strahlentherapie IGRT (engl. Image guided Radiotherapy).

Herkömmlich erstellen wir zu Beginn bei der Bestrahlungsplanung Schnittbilder für die exakte Positionierung und Dosisfestlegung. Problem: Häufig finden die Bestrahlungssitzungen über einen Zeitraum mehrerer Wochen statt (Fraktionierung). Trotz festgelegter Markierungen auf der Haut oder Fixierungshilfen kann es eventuell zu Abweichungen in der Positionierung von mehreren Millimetern kommen. Daher werden bereits bei der Behandlungsplanung angemessene Sicherheitsabstände um die Zielregion mit berücksichtigt.

Beim IGRT-Verfahren hingegen ist die Bildgebung direkt am Bestrahlungsgerät integriert. Das heißt, Tumorposition und Lagerung können wir infolgedessen bei jeder Sitzung kontrollieren. Und auf eventuelle anatomische Veränderungen wie einen geschrumpften Tumor optimal reagieren. Gerade bei Behandlungen über einen längeren Zeitraum lassen sich so unnötige Belastungen für unsere Patienten vermeiden. Die Methode wenden wir vor allem bei Tumoren an, die im Körperinneren liegen. Etwa bei Lungen- und Prostatakrebs sowie Magen-Darm-Tumoren. 

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT)

Exakte Dosisverteilung bei komplexen Bestrahlungsgebieten 

Intensitätsmodulierte Strahlen- oder Radiotherapie (IMRT) bedeutet, dass während der Behandlung die festgelegten Bestrahlungsfelder „geformt“ werden können. Im Gegensatz zur herkömmlichen 3-D-Strahlentherapie, bei der alle Bestrahlungsfelder eine konstante Intensität haben. Das moderne Verfahren setzen wir bei Krebserkrankungen ein, bei denen benachbarte Organe sehr sensibel auf Bestrahlung reagieren. So etwa beim Prostatakarzinom. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass wir infolge der Modulierung die Dosis erhöhen und damit die Chance auf Heilung vergrößern können. Bei gleichzeitiger Abnahme des Schweregrads an Nebenwirkungen. 

Das „Formen“ der Bestrahlungsfelder gelingt mithilfe einzeln steuerbarer Metall-Lamellen. Diese sind in der Lage, beim Bestrahlen Teile des Bestrahlungsgebiets abzudecken oder freizugeben. Berechnungen, Ausführung und Kontrolle sind bei einer IMRT dementsprechend sehr zeitaufwendig. Die Vorgehensweise bringt auch eine längere Liegezeit für den betreffenden Patienten mit sich.

Volumenmodulierte Strahlentherapie (VMRT)

Hoher Zeitgewinn durch Rotation

Das VMAT-Verfahren (engl. Volumetric Arc Therapy) arbeitet mit derselben Technik wie die Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT). Mit dem Unterschied, dass das Bestrahlungsgerät kontinuierlich mit einer variablen Geschwindigkeit um den Patienten rotiert. Bei der IMRT hingegen nimmt es feste Winkelstellungen ein.

Der größte Vorteil der VMAT beruht auf dem Zeitgewinn. Eine Umdrehung dauert maximal zwei Minuten und reicht bei manchen Patienten zur Behandlung aus. Selbst bei einer komplexen Bestrahlung etwa im Kopf-Hals-Bereich werden nur rund vier Minuten benötigt. Zum Vergleich: Eine herkömmliche IMRT dauert ca. 15 Minuten. Davon profitieren vor allem Patienten, die beispielsweise wegen Atemnot nicht lange liegen können.

Ebenfalls vorteilhaft erweist sich die VMAT bei Tumoren, deren Lage sich aufgrund der Aktivität benachbarter innerer Organe ständig ändert. Der einberechnete „Sicherheitssaum“ für die Bestrahlung lässt sich infolge der relativ kurzen Bestrahlungsdauer verringern. Und auch die Dosis kann nochmals besser als bei der IMRT angepasst werden. Wodurch das gesunde Gewebe um den Tumor noch mehr geschont wird.

Ganzkörperbestrahlung (TBI)

Für eine Knochenmarkstransplantation den Weg bereiten

Die Ganzkörperbestrahlung (engl. Total Body Irradiation, kurz TBI) spielt bei der Knochenmarkstransplantation eine wichtige Rolle. Diese kann für Patienten mit Leukämie oder einer Lymphomerkrankung die letzte Chance auf Heilung sein. Meist erfolgt die TBI im Rahmen einer Hochdosischemotherapie und findet vor einer Stammzellübertragung statt.

Ziel der TBI ist es, die Immunabwehr im Körper des betroffenen Patienten vor der Transplantation unterdrücken zu helfen und Tumorzellen abzutöten. Blutkrebszellen können sich nicht mehr regenerieren. Sie reagieren daher sehr empfindlich auf Bestrahlung und sterben ab. Bei der Ganzkörperbestrahlung sollte sich die Strahlendosis möglichst gleichförmig in allen Körperregionen verteilen. Die Anforderungen an Planung und Durchführung einer TBI sind daher hoch. Die vorab berechnete Gesamtstrahlendosis wird fraktioniert. Das heißt, der Patient wird über mehrere Behandlungstage bestrahlt. Gesunde Zellen können sich so wieder an den behandlungsfreien Tagen erholen.