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Bitte rufen Sie in einer Notfallsituation diese Nummer an. Der Anruf ist von jedem Telefon aus kostenlos.

Klinik für Notfallmedizin

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

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Adresse

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
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Nuklearmedizin

PET/CT zur Krebsdiagnostik

Bereits seit März 2009 verfügt das Medizinische Versorgungszentrum am Marienhospital über ein PET/CT-Gerät (PET = Positronen-Emissions-Tomografie, CT = Computertomografie). Es wird gemeinsam mit den Bereichen Strahlentherapie und Diagnostische Radiologie betrieben. Durch eine enge fachliche Kooperation können wir gewährleisten, dass alle vorgenommenen Untersuchungen (PET, CT, CT-gesteuerte Bestrahlungsplanung) in optimaler Qualität und nach dem neuesten Stand der Technik durchgeführt werden. 

Die Nuklearmedizin leitet Dr. Susanne Martina Eschmann. Sie arbeitet seit vielen Jahren auch mit externen Einrichtungen eng zusammen. So besteht eine klinische und wissenschaftliche Kooperation mit den Abteilungen Strahlentherapie und Radiologie des Universitätsklinikums Tübingen sowie der Lungenfachklinik Schillerhöhe.

Nuklearmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Sekretariat
Regina Jauch

Telefon: 0711 6489-2640

Telefax: 0711 6489-2646

nuklearmedizin@vinzenz.de

Sprechstunden und Ambulanz

Leistungsspektrum

Fachartikel

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Unsere Leistungen im Detail

Was ist ein PET/CT-Gerät?

Zusammenführen von Funktion und Struktur

Ein PET/CT-Gerät besteht aus zwei hintereinander angeordneten Untersuchungsröhren. Die eine „Röhre“ enthält einen Positronen-Emissions-Tomografen (PET), die andere einen Computertomografen. Anders als bei vielen ähnlichen Geräten sind bei unserem Gerätetyp (Gemini GLX von Philips) die Röhren nicht miteinander verbunden. Das heißt, es besteht nicht der Eindruck eines „langen engen Tunnels“. Dies empfinden Patienten mit „Angst vor engen Räumen“(Klaustrophobie) oft als großen Vorteil.

Das Großgerät PET/CT ist jedoch weit mehr als eine Kombination aus PET und CT: Es führt zwei völlig unterschiedliche Darstellungen des Körpers zusammen, nämlich Funktionen und Strukturen.
 

Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zum Darstellen des Zellstoffwechsels

Mit diesem Untersuchungsverfahren können wir Stoffwechselprozesse von Körperzellen sichtbar machen. Am häufigsten ziehen wir hierfür den Traubenzucker (Glucose) heran. Er wird von nahezu allen Körperzellen als „Grundnahrungsmittel“ zur Energiegewinnung benötigt.

Für die Untersuchung bekommt der Patient ein schwach radioaktiv markiertes Traubenzuckermolekül verabreicht („Tracer“). Es wird als Fluordesoxyglukose (FDG) bezeichnet. Das FDG wird in den normalen Traubenzuckerstoffwechsel eingeschleust und gelangt so in die Zelle. Krankhafte Zellen wie Krebs- und Entzündungszellen teilen sich häufiger als gesunde Zellen. Sie benötigen daher auch wesentlich mehr Energie. Ihr beschleunigter Zellstoffwechsel führt infolgedessen zu einer höheren Aufnahme von Traubenzucker und damit einer vermehrten Anreicherung von FDG. Diese aktiven Zellen erscheinen auf dem PET-Bild als leuchtende Punkte. Das aufgenommene FDG sendet nämlich vermehrt Strahlung aus. So lassen sich die kranken von den gesunden Körperzellen abgrenzen.

Allerdings ist die Zuordnung der krankhaften Zellen zu einzelnen Geweben oder Organen mit dem PET-Verfahren oft schwierig. Aus diesem Grund wird die PET heute mit der Computertomografie (CT) kombiniert.
 

Computertomografie (CT) zum Abbilden von Gewebestrukturen

Die CT ist ein Röntgenverfahren, mit dem man Schnittbilder und dreidimensionale Ansichten jeder Körperregion mit höchster räumlicher Auflösung gewinnen kann. Hierzu wird von einer Röntgenröhre Strahlung ausgesendet, während der Patient durch den Scanner bewegt wird. Die Gewebe des menschlichen Körpers schwächen einen Teil der ausgesandten Strahlung ab. Der verbliebene Strahlungsanteil wird für die Berechnung der Bilder zur Beurteilung der Beschaffenheit des untersuchten Körperabschnitts verwendet. So entsteht innerhalb weniger Sekunden ein detailgetreues Abbild der gesamten Untersuchungsregion mit vielfältigen Möglichkeiten der Betrachtung aus unterschiedlichsten Blickrichtungen. Dieses wird für eine exakte Analyse der dargestellten Gewebe und Organe und ihrer Zuordnung zueinander genutzt.
 

PET/CT – Kombination von Zellstoffwechsel und Gewebestruktur

Die Kombination von PET und CT in Form des überlagerten Bildes verknüpft die Vorteile beider Untersuchungsverfahren. Dabei erscheint die CT-Aufnahme als eine Art dreidimensionale Landkarte des menschlichen Körpers, auf der das darüber gelegte PET-Bild die Gewebebereiche mit erhöhter Zellstoffwechselaktivität anzeigt.
 

Anforderung einer PET/CT-Untersuchung

Hier können sich Ärzte und Zuweiser das Anmeldeformular für eine PET/CT-Untersuchung herunterladen.

Zum Formular

Wie läuft die Untersuchung ab?

Ambulant und stationär durchführbar

Eine PET/CT-Untersuchung können wir ambulant und stationär vornehmen. Nur in wenigen gesundheitsbedingten Fallen lässt sich das Verfahren nicht anwenden. Zum Beispiel, wenn ein Patient allergisch auf die verwendeten Markersubstanzen reagiert. Etwa eine Stunde vor der eigentlichen Untersuchung bekommt der Patient die erforderliche Substanz („Tracer“) über eine Armvene in die Blutbahn gespritzt.
 

Tracer mit kurzer Halbwertszeit

Zur Krebsdiagnostik wird überwiegend Traubenzucker verwendet, gekoppelt mit schwach radioaktivem Fluor (F18-Desoxyglukose, kurz FDG). Gelegentlich benutzen wir auch andere natürliche Moleküle, die der Körper in den Stoffwechsel einzuschleusen vermag. Der Tracer muss für jeden Patienten frisch und pünktlich zur geplanten Uhrzeit zubereitet werden. Denn die Halbwertszeit der Radionuklide ist kurz. Bei der FDG-Glukose etwa liegt sie bei rund 110 Minuten. Dies bedeutet, dass die vom Körper aufgenommene radioaktive Substanz in dieser Zeit zur Hälfte bereits wieder zerfallen ist.

Beim Verwenden von FDG wird in der Regel vorausgesetzt, dass der Patient vor der Untersuchung nüchtern ist. Sein Körper nimmt dann die Substanz besser auf. Je nach Untersuchungsdauer kann der Patient vorab ein leichtes Beruhigungsmittel erhalten. Stillliegen fällt ihm so leichter. Ein wichtiger Vorteil, weil dadurch die Verteilung des Tracers nicht durch Muskelarbeit und erhöhte Herztätigkeit des Patienten verfälscht wird.

Sie haben vor der Behandlung ein Beruhigungsmittel erhalten? Dann empfehlen wir Ihnen, nach der Untersuchung nicht selbst Auto zu fahren. Lassen Sie sich am besten abholen.
 

Eigentliche Untersuchung

Die eigentliche Untersuchung beginnt, sobald sich der Tracer im Körper verteilt hat und das Trägermolekül schon in den Stoffwechsel des Patienten eingeschleust wurde. Auf einer Liege wird der Patient zunächst durch den Detektorring des Positronen-Emissions-Tomografen gefahren. Anschließend durch die CT-Röhre. Die Aufnahme selbst dauert je nach Umfang der Untersuchung nur einige Minuten.
 

Auswertung per Computer

Die Messdaten werden am Computer ausgewertet. Er rechnet die radioaktiven Zerfälle des Tracers und deren Verteilung im Körper in farbige Bilder um. In bestimmten Geweben finden sich Zellen mit besonders aktivem Stoffwechsel. Diese werden als leuchtende Punkte oder Flecken dargestellt. Gewebe mit geringer Traceraufnahme hingegen erscheinen dunkel.

Das Ergebnis kann gleich vor Ort besprochen werden. Oder der Patient wird erneut beim einweisenden Facharzt vorstellig. Dies hängt von der jeweiligen Fragestellung und Situation ab. Unter Umständen ist es sinnvoll, die PET-Bilder zunächst mit den Auswertungen anderer Diagnoseverfahren abzugleichen. So lässt sich die gesamte Situation eines Betroffenen überblicken.

Wie belastend ist eine PET-Untersuchung für den Körper?

Schwache Strahlung bei geringer Dosis 

Eine PET-Untersuchung funktioniert nicht ohne radioaktives Material. Jedoch sind die verwendeten Markersubstanzen nur sehr schwache Strahler mit kurzer Halbwertszeit. Nach wenigen Stunden sind sie bereits zum Großteil zerfallen. Somit besteht für den Patienten keine lang andauernde Strahlenbelastung.

Des Weiteren sind die Dosen zum Sichtbarmachen eines Tumors oder eines anderen stoffwechselaktiven Gewebes sehr gering. Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin gibt an, dass die Strahlenbelastung durch die Untersuchung etwa das Zwei- bis Dreifache der natürlichen jährlichen Dosis ausmacht. Außer einem gewissen Allergierisiko haben die Tracersubstanzen keine bislang bekannten Nebenwirkungen. Nach der Untersuchung sind daher keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wer übernimmt die Kosten?

Unterschiedliche Regelung bei den Krankenkassen

Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung, wenn diese vom behandelnden Arzt entsprechend begründet wurde. Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist sie im Leistungskatalog gewöhnlich nur für wenige medizinische Maßnahmen enthalten. Dazu gehören:

  • Bestimmen des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen
  • Nachweis von Rückfällen bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs
  • Abklären von Lungenveränderungen (gut- oder bösartig)
  • wenn eine andere Untersuchung/Operation zu belastend oder nicht möglich ist

Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten auch bei anderen Indikationen, sofern eine ärztliche Begründung und ein Kostenvoranschlag für die Untersuchung vorliegen. Kostenvoranschläge für die Untersuchung sind bei uns erhältlich. Telefon: 0711 6489-2640