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Die Interdisziplinäre Notaufnahme

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

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Aktuelles

Interview zum Weltdiabetestag am 14. November

Professor Dr. Monika Kellerer ist Chefärztin der Klinik für Innere 1 am Marienhospital Stuttgart und eine der renommiertesten Diabetologinnen Deutschlands. Von 2019 bis 2021 hat sie außerdem das Präsidentenamt der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG) inne.

Anerkannte Diabetologin: Chefärztin Prof. Dr. Monika Kellerer

Chefärztin Professor Dr. Monika Kellerer

In Europa leben etwa 56 Millionen Diabetiker, in Deutschland sind es fast sieben Millionen. 90 Prozent der Betroffenen leiden unter Diabetes Typ 2, früher auch Altersdiabetes genannt. Diabetes („Zuckerkrankheit“) bezeichnet Stoffwechselstörungen des menschlichen Körpers, die auf einem (absoluten oder relativen) Mangel an Insulin beruhen und zu einer chronischen Überzuckerung im Körper führen.

Interview mit Chefärztin und Diabetologin Monika Kellerer

Zum diesjährigen Weltdiabetestag am 14. November 2019 haben wir mit Chefärztin Prof. Dr. Monika Kellerer gesprochen. Sie ist Ärztliche Direktorin der Klinik für Innere Medizin 1 und seit diesem Jahr Präsidentin der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). In dieser Funktion macht sie sich vor allem für eine optimierte Patientenversorgung und -orientierung bei der Behandlung von Diabetes stark. Auf dem Aktionsplan der DDG stehen unter anderem die Verstärkung der Telemedizin und die Gestaltung der digitalen Transformation in der Diabetologie. Die Medizinerin zählt laut Focus-Ärzteliste seit mehreren Jahren zu den besten Diabetologinnen Deutschlands. 


Frage: In letzter Zeit wird Diabetes Typ2 immer häufiger bei jüngeren Patienten festgestellt. Welche Ursachen führen Ihrer Meinung nach dazu? 

Prof. Kellerer: Ein wesentliche Ursache stellt unser Lebensstil dar mit viel zu ungesunder und kalorienreicher Ernährung. Außerdem bewegen wir uns zu wenig, und zwar auch schon im jüngeren Alter. Aber nicht nur der Typ 2-Diabetes nimmt zu, sondern auch der Typ-1-Diabetes ist auf dem Vormarsch. Bei dieser Erkrankung spielen allerdings nicht der Lebensstil, sondern Erbanlagen und Umweltfaktoren eine wichtige Rolle. Wobei der negative Einfluss durch Umweltfaktoren leider noch nicht so genau erforscht ist. 


Frage: Jährlich kommen in Deutschland etwa 500.000 Neuerkrankungen hinzu. Was sind die typischen Alarmsignale des Körpers? Worauf muss ich besonders achten? 

Prof. Kellerer: Wenn Sie zum Beispiel plötzlich unter starkem Durstgefühl leiden. Oder letzteres sich schleichend über Wochen aufgebaut hat. Meist geht das Durstgefühl mit häufigem Wasserlassen einher. Bei solchen Symptomen empfiehlt es sich, einen Blutzuckertest machen zu lassen. Dieser funktioniert einfach und liefert rasch Ergebnisse. Kommen noch Infektionen oder allgemeine Schwäche hinzu, ist es gewissermaßen „5 vor 12“. Denn hier kann ein Diabetes schon weit fortgeschritten sein, und ein Blutzuckertest ist in diesem Fall unumgänglich.


Frage: Welche (Geheim-)Tipps können Sie geben, damit es gar nicht erst zur Erkrankung kommt?

Prof. Kellerer: Meine wichtigste Empfehlung lautet: sich gesund zu ernähren. Das heißt nicht zu fett, nicht zu süß und nicht zu salzig. Außerdem bei der Speisenzubereitung viel frische Produkte verwenden und auf Fertignahrung möglichst verzichten. Des Weiteren sollte man sich ausreichend bewegen und nicht nur stundenlang vor dem Computer sitzen. Allein mit so einfachen Maßnahmen lässt sich das individuelle Risiko für einen Typ-2-Diabetes halbieren. Und das ist doch schon was!

Im Schwerpunkt Diabetologie und Endokrinologie der Klinik für Innere Medizin 1 werden Patienten mit allen Diabetesformen betreut. Die Klinik ist anerkannte Behandlungseinrichtung für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker. Seit 2010 ist sie durch die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) erfolgreich zertifiziert.