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Aktuelles

Coronafolgen auch für Pflegeschüler

Vom virtuellen Klassenzimmer bis zur Anleitung durch Mitschüler

Aktion in der Fachschule für Pflege: „Schüler leiten Schüler an“

Eine Schülerin im 3. Jahr (rechts) zeigt korrektes Blutdruckmessen

Unterricht per Video-Liveschaltung aus dem virtuellen Klassenzimmer

Unterricht per Liveschaltung aus dem virtuellen Klassenzimmer

„Wir hatten uns den Start in die neue generalistische Pflegeausbildung ab 1. April 2020 natürlich anders vorgestellt“, sagt Kirsten Heiland. Die Pflegepädagogin leitet die Fachschule für Pflege des Marienhospitals. Hier begann im April der erste Kurs, der eine generalistische Ausbildung absolviert. Neu daran: Sie qualifiziert erstmals sowohl für eine Pflegetätigkeit im Krankenhaus als auch für eine in der Altenpflege. „Wegen Corona musste aber unsere Schule von Ende März bis Ende April geschlossen bleiben.“


Am Anfang nahezu komplett digital unterrichtet

Für die zehn Lehrkräfte und 126 Pflegeschülerinnen und -schüler waren Corona und die damit verbundene wochenlange Schulschließung eine große Herausforderung. Der Unterricht fand während der Schließung fast komplett digital statt. Ausnahmen waren wenige Treffen in Kleingruppen mit Mundschutz und großen Abständen. Oder in der Aula, wo leichter die Mindestabstände eingehalten werden konnten. „In kürzester Zeit mussten wir den Großteil des Unterrichts so umgestalten, dass er aus dem Klassenzimmer heraus auf die Computer der Schülerinnen und Schüler übertragen werden konnte“, sagt die Schulleiterin.


Praktische Übungen funktionieren nicht digital

Der Unterricht fand teilweise über E-Mail statt. Dank Unterstützung der IT-Abteilung war aber schnell auch Video-Unterricht per Webex möglich, ein digitales Werkzeug für Videokonferenzen. Jeder Schüler konnte von daheim den Lehrer und die Mitschüler auf seinem Computer hören und sehen. Unterrichtsmaterialien konnten die Dozenten über die Plattform Moodle für die Schüler hochladen. Die Schüler konnten auch gestellte Aufgaben über die Plattform bearbeiten. „Aber man kann das, was man normalerweise im Klassenzimmer unterrichtet, nicht eins zu eins auch auf digitalem Wege machen“, so Kirsten Heiland.

Sie macht das an einem Beispiel klar: Schüler lernen beispielsweise im ersten Ausbildungsjahr, was der Blutdruck ist und wie man ihn misst. Hierbei geht es zunächst um theoretische Grundlagen, die sich auch mittels Videokonferenz lehren lassen. Aber außerhalb von Covid-Zeiten messen sich die Schüler im Klassenzimmer mehrmals gegenseitig den Blutdruck, um das auch praktisch zu lernen und einzuüben. „Das geht natürlich per Videokonferenz nicht“, erläutert Kirsten Heiland. Um solche praktischen Dinge dennoch zu lehren, dachte sich das Dozententeam die Aktion „Schüler leiten Schüler an“ aus. Eine Woche lang nahm jeweils eine Schülerin oder ein Schüler aus dem Abschlussjahrgang einen Anfänger oder eine Anfängerin unter die Fittiche. „So konnten die Neulinge auf Stationen unseres Hauses in Zweierteams das Blutdruckmessen und viele andere Dinge praktisch erlernen“, sagt Kirsten Heiland. 


Unterricht unter strengen Hygieneauflagen 

Seit dem 4. Mai findet an der Schule unter strengen Hygieneauflagen wieder „analoger“ Unterricht statt.  Auch dieser stellt das Lehrerteam vor große Herausforderungen. „Es darf immer nur die Hälfte unserer Auszubildenden gleichzeitig in der Schule sein“, sagt Kirsten Heiland. „In den Klassenräumen ist zudem ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Schülern vorgeschrieben.“ Lediglich die Schulaula sei groß genug, um trotz dieser Mindestabstände einen ganzen Kurs aufnehmen zu können. Die übrigen Kurse müssen auf jeweils zwei Klassenräume aufgeteilt werden, in denen dann meist zwei Lehrer parallel unterrichten. „Die Kollegen sind von der Arbeitszeit her seit Corona sehr gefordert“, so die Schulleiterin. 


Manches könnte nach Corona digital weiterlaufen 

Kirsten Heiland geht davon aus, dass auch nach Corona ein Teil der Schulaktivitäten digital stattfinden wird, „denn wir haben ja nach anfänglichen Problemen jetzt Übung darin.“ So habe man anfangs die Tonübertragung über das im Computer eingebaute Mikrofon laufen lassen. Der Ton sei aber wegen der Distanz des Sprechers zum Computer oft hallig und kaum verständlich gewesen. „Inzwischen tragen alle Headsets, und die Tonqualität ist kein Problem mehr“, nennt Kirsten Heiland ein Beispiel für den Lernprozess, den Lehrer und Schüler durchmachen mussten.

Kirsten Heiland sagt, sie könne sich etwa vorstellen, dass nachmittägliche Lehrerkonferenzen ganz oder für einzelne Kollegen per Videotelefonat stattfinden können. Kollegen im Homeoffice müssten dann nicht extra für die Konferenz nach Stuttgart hereinfahren. „Das ist auch gut für die Umwelt und die schwierige Parkplatzsituation.“ Auch gibt es eventuell Schüler und Lehrer, die vielleicht wegen einer Krankheit gerade nicht mobil sind. Wenn diese dennoch am Unterricht teilnehmen wollen, seien digitale Werkzeuge eine Erleichterung.

Überrascht habe sie, so Kirsten Heiland, dass manche ihrer Schüler über keinen eigenen Computer verfügen. „Vielen jungen Leuten reicht im Alltag ihr Handy, aber für den Unterricht benötigt man einen größeren Bildschirm“, sagt sie. „Ich freue mich daher, dass wir aufgrund einer Spende 25 Laptops für das Bildungszentrum anschaffen konnten. Notfalls können wir jetzt Schülern für digitalen Unterricht auch mal einen Laptop ausleihen.“
 

Informationen zur Fachausbildung Pflege
Die Fachschule für Pflege gehört zum Bildungszentrum des Marienhospitals. Neben Pflegekräften bildet das Bildungszentrum Diätassistentinnen, Operations- und Anästhesietechnische Assistenten und etliche weitere Berufe aus. Von der Corona-Krise waren und sind auch diese Bildungsgänge betroffen. Wir haben mit der Pflegeausbildung hier exemplarisch den größten dieser Ausbildungsgänge beschrieben. Telefon: 0711 6489-8726