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Aktuelles

Von ganzem Herzen Seelsorger

Dasein, begleiten, zuhören statt zu missionieren, wahrnehmen, was die Menschen brauchen – so hat Dr. Wolfgang Raible seine Arbeit im Marienhospital verstanden. Im Mai verabschiedet sich der katholische Seelsorger mit einem Gottesdienst in der Klinikkapelle in den Ruhestand.

Pfarrer Dr. Wolfgang Raible

Pfarrer Raible war immer lieber Seelsorger als Manager

Geboren in Stuttgart-Bad Cannstatt ist Wolfgang Raible in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem viel über religiöse Themen diskutiert wurde. „Ich habe von klein auf Freiheit im Glauben erlebt, war Ministrant und Organist“, erzählt er, und, dass er seine Entscheidung Theologie zu studieren, nie bereut hätte. Seine Schulzeit verbrachte der heute 69-Jährige in Stuttgart, Esslingen und Berlin, seine Studienzeit in München und Tübingen. In seiner Promotion ging er der Frage nach, wie ein Pfarrer sich heute in der Predigt ethischen Fragen nähern sollte.  Kirchenmusik hat er zusätzlich studiert.

Wolfgang Raible war Gemeindepfarrer in Stuttgart, Tübingen und Esslingen, Studentenpfarrer in Ulm und als Repetent im Wilhelmsstift in Tübingen für die Theologenausbildung mitverantwortlich. „Ich war gerne Pfarrer in Gemeinden, wollte aber auch andere Felder der Seelsorge kennenlernen. Für die Klinikseelsorge habe ich mich interessiert, weil wirklich die Seelsorge im Mittelpunkt steht und Verwaltung und Organisation keinen so breiten Raum einnehmen wie in einer Gemeinde. Ich wollte Seelsorger und nicht Manager sein, Nähe und Zeit für den einzelnen haben.“

Immer ein offenes Ohr für die Nöte der Menschen

13 Jahre lang war Raible Seelsorger im Marienhospital und hatte immer ein offenes Ohr für die Nöte der Menschen. In der Kindheit und Jugend sei er viel umgezogen, Neues sei für ihn immer mit Interesse und Freude am Kennenlernen verbunden. „Wenn man viele Patienten nur einmal sieht, ist es von Vorteil nicht zu ´fremdeln´“, findet der Theologe. Dasein für Gespräche mit Patienten und Angehörigen, Krankensalbung und Krankenkommunion – auf der Intensiv- und der Palliativstation, aber auch auf anderen Stationen des Hauses. Raibles Erfahrung: „In der Regel stoße ich auf offene Ohren, aus Small Talk wird so manches intensive Gespräch.“  An besonders berührende Momente und Erfahrungen erinnert sich der Pfarrer auch noch nach Jahren. Wie an den jungen Mann, der auf der Palliativstation lag, als seine Frau im Marienhospital ihr Baby auf die Welt brachte. Kurz vor seinem Tod konnte der Mann sein Kind noch in den Arm nehmen. „Dieser Sterbende mit seinem Kind ist ein Bild, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht.“ Oder an den Mann auf der Palliativstation, mit dem der Pfarrer die Beerdigung vorbereitete und der noch einmal nach Hause zurückkehren konnte. „Ich habe ihn Zuhause mit einer unserer Schwestern besucht, wir haben gemeinsam musiziert und Tango getanzt. Seine Frau hat mir später gesagt, sie hätte ihren Mann selten so glücklich gesehen wie an diesem Nachmittag.“

Pfarrer Raible hat so manches Mitarbeiterkind getauft

Doch nicht nur für Patienten und Angehörige, sondern auch für die Mitarbeiter war der Theologe ein wichtiger Ansprechpartner. Bei privaten Sorgen, Konflikten, Überforderung sind sie auf ihn zugekommen. So manches Kind einer Mitarbeiterin oder Mitarbeiters hat Raible getauft, viele Gottesdienste in der Hauskapelle gestaltet. „Jetzt im Juni darf ich noch ein Kind taufen“, freut sich der Priester, der gerne mit dem hauseigenen Ensemble des Marienhospitals musiziert. Mit Mitarbeitern des Hauses und Profimusikern hat er sogar eine Mozartmesse einstudiert.

Aber auch die Mitarbeit in der Krankenpflegeschule hat zu seinen Aufgaben gehört. „Ich war im Unterricht für Themen wie Leid und Warum-Fragen zuständig, aber auch für die Vorbereitung von Einführungs- und Examensgottesdiensten.“

Nach dreizehneinhalb Jahren Dienst im Marienhospital geht Wolfgang Raible nun in den Ruhestand und freut sich darauf, künftig mehr Zeit zum Orgel-und Klavier spielen zu haben. Er wünscht sich sehr, dass sich die Patienten auch künftig im Marienhospital gut aufgehoben fühlen. Und, dass die Mitarbeiter weiterhin sagen, „Wir arbeiten gerne hier, denn hier erleben wir einen „guten Geist“. Persönlich ist er sehr dankbar für die Jahre im Krankenhaus im Stuttgarter Süden. „Ich hatte viele und schöne Begegnungen und habe mindestens so viel empfangen wie gegeben.“