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Klinik für Notfallmedizin

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

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Aktuelles

Corona: Mitarbeiter und Patienten werden getestet

Die Restaurants öffnen, in den Krankenhäusern ist wieder eingeschränkt Besuch erlaubt, und auch die Reiseindustrie hofft auf Lockerungen in den nächsten Monaten. „Die Corona-Zahlen sind zwar rückläufig, aber nach wie vor können wir nicht ausschließen, dass sie aufgrund der vielen Lockerungen wieder steigen oder es gar eine zweite, schlimmere Welle gibt“, sagt Dr. Stefan Reinecke, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin 2 des Marienhospitals. Daher verstärkt das Marienhospital schon seit Beginn der Lockerungen Maßnahmen, die Covid-Fälle unter Mitarbeitern wie Patienten frühzeitig erkennen sollen.

Pro Tag können im Marienhospital bis zu 400 Corona-Tests ausgewertet werden
„Jeder stationäre Patienten wird bei uns seit 3 Wochen auf SARS-CoV-2, also das Corona-Virus getestet. Das gleiche gilt für ambulante Patienten, bei denen eine Operation, eine Endoskopie oder ähnliches geplant ist“, so Privatdozent Dr. Matthias Orth, Ärztlicher Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin des Marienhospitals. Um die nötige Testkapazität erreichen zu können, wurde innerhalb weniger Tage das klinikeigene Institut für Laboratoriumsmedizin baulich erweitert, es wurden neue Analysemaschinen angeschafft und das Laborteam um drei Molekularbiologen erweitert. „So können wir pro Tag bis zu 400 Covid-Abstriche auswerten.  Das Testergebnis liegt meist schon nach vier bis sechs Stunden vor“, so der Laborchef.

Mitarbeiter mit Patientenkontakt werden regelmäßig getestet
Seit Anfang April werden nach und nach auch alle Marienhospitalmitarbeiter getestet, die Patientenkontakt haben. Seit Mai werden Mitarbeiter auf Covid-Stationen alle 7 Tage abgestrichen, Mitarbeiter auf Normalstationen, an der Patientenaufnahme oder Reinigungskräfte künftig alle vier bis acht Wochen. „So wollen wir auch infizierte Mitarbeiter und Patienten erkennen, die keine Symptome haben, aber die natürlich dennoch die Infektion unbemerkt weitertragen können“, sagt Dr. Reinecke. „Durch diese Maßnahmen ist ein Patient im Krankenhaus auf jeden Fall sicherer vor einer Corona-Infektion als in einem Kaufhaus oder Restaurant, wo man ja viel leichter in Kontakt mit unentdeckt Covid-Infizierten kommen kann“, sagt Dr. Orth. Dr. Reinecke ergänzt: „Niemand sollte aus Angst vor einer Covid-Infektion bei Symptomen auf Herzinfarkt oder Schlaganfall Kliniken meiden oder den Krebsnachsorgetermin absagen“, so der Internist.

Antikörpertests noch nicht ausgereift genug
Im Marienhospital wurden durch über tausend Tests bei Mitarbeitern, die zuvor keine Symptome gezeigt hatten, vier infizierte Personen festgestellt. „Das sind erfreulicherweise nur sehr wenige, aber dadurch, dass die vier sofort für 14 Tage in Quarantäne gingen, konnten sie die Erkrankung nicht an Kollegen oder Patienten weitergeben. Deshalb sind die Tests so wichtig“, sagt Dr. Orth. Antikörpertests, die belegen, ob jemand bereits immun gegen Covid ist, hält Dr. Orth hingegen momentan noch nicht für ausgereift genug. „Die Tests haben eine relativ hohe Fehlerquote und man weiß auch nicht, ob man sich wirklich nicht mehr anstecken kann, wenn der Test Antikörper nachweist. Aber sobald die Tests ausgereifter sind, werden wir sie zur weiteren Erhöhung der Sicherheit für unsere Patienten und Mitarbeiter ebenfalls durchführen“, sagt der Labormediziner.

Verschwörungstheorien problematisch
Fast so viel Probleme wie der Keim an sich machen den Krankenhäusern die Verschwörungstheorien, die sich um ihn ranken. Die neueste: Weil in Krankenhäusern Personal knapp ist, werden auch diejenigen zur Arbeit gezwungen, die positiv getestet wurden. „Das ist völlig grotesk, wir haben extrem wenig infizierte Mitarbeiter und natürlich bleiben die alle in strenger Quarantäne. Aber es gibt leider Menschen, die so etwas erfinden und weiterverbreiten“, sagt Dr. Reinecke.