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Aktuelles

Verzicht üben ... Fasten im Christentum und Islam

Fastenpraktiken und -zeiten finden sich in nahezu allen Kulturen und Religionen. Meist geht es darum, Verzicht und Enthaltsamkeit zu üben, um dabei empfänglich für Spirituelles zu werden. Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Reinigung von Körper und Geist stehen im Zentrum. Darauf gründet auch die Fastenzeit der Christen und der Muslime, die sich in den kommenden vier Jahren zeitlich überschneidet.

Fastenpraktiken und -zeiten finden sich in nahezu allen Kulturen und Religionen (Bild: shutterstock.com/Jesus Cervantes)

Fastenzeiten finden sich in nahezu allen Kulturen und Religionen

Emine Solmaz ist Mitarbeiterin der Cafeteria. Als gläubige Muslimin praktiziert sie das Fasten während des Ramadans

Mitarbeiterin Emine Solmaz praktiziert das Fasten im Ramadan

In allen großen Weltreligionen werden Zeiten des Verzichts und der Enthaltsamkeit praktiziert. Je nach Religion oder Konfession sind sie für die Gläubigen mehr oder weniger verpflichtend und Teil der praktizierenden Glaubensbekundung. Durch diese Phase der Askese sollen sich die Menschen auf ihren Glauben konzentrieren und so Gott, dem Transzendenten, dem Nichtweltlichen wieder näherkommen. 


Von Ballast befreien

Der jeweilige Fastenzeitraum ist in den Kalendern der Religionen festgeschrieben und richtet sich häufig nach überlieferten Ereignissen der Religionsstifter sowie nach dem jeweiligen Mondkalender. Oft ähneln sich der historische Hintergrund und die Botschaft der religiösen Vorbilder.

Auch ohne religiösen Rahmen sehen heute viele Menschen die Praxis des Fastens als eine ideale Gelegenheit, aus dem gewohnten Alltag auszusteigen und sich vom Zuviel unseres als selbstverständlich angesehenen Überflusses zu befreien. Dabei wird nicht nur auf Essen oder Alkohol- und Tabakgenuss verzichtet, auch digitale Abstinenz oder der Verzicht aufs Autofahren und auf Medienkonsum stehen hoch im Kurs.


Fasten im Christentum

Traditionell beginnt die siebenwöchige christliche Fastenzeit am Aschermittwoch und endet in der Nacht zum Ostersonntag. Diese 46 Tage (mit sechs fastenfreien Sonntagen) verweisen auf die 40 Tage, die Jesus der Bibel nach in der Wüste verbrachte, dort fastete und betete. Der Begriff Passionszeit soll an die Leidensgeschichte Jesu bis zu seiner Kreuzigung erinnern, der an Karfreitag gedacht wird.

Ab dem frühen Mittelalter schrieb die Kirche ihren Gläubigen das strenge Fasten vor. Verboten war der Verzehr von Alkohol und Fleisch sowie anderer tierischer Produkte wie Eier, Milch, Butter und Käse. Als Fastenspeise erlaubt waren Fisch, Mehlspeisen und Gemüse. Ursprünglich wurde sogar zwei Tage pro Woche gefastet: am Mittwoch, dem Tag, an dem Judas Jesus verraten haben soll, und am Freitag, dem Kreuzigungstag. Und bis heute gibt es den Brauch, freitags auf Fleisch zu verzichten. Im Gegensatz zu den Katholiken haben die Protestanten keine verbindliche Fastenregelung. Vielfach praktiziert wird jedoch das freiwillige Fasten während der Passionszeit.


Ramadan – Fasten im Islam

Ramadan, der neunte Monat des muslimischen Mondkalen-ders, ist der Monat, in dem gläubige Muslime von Sonnen-
aufgang bis Sonnenuntergang tägliches Fasten üben. Das rituelle Fasten gilt als ein göttliches Gebot und ist die „fünfte Säule des Islam“. Das Vorbild findet sich ebenfalls beim Religionsstifter: Denn, so ist überliefert, Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde. Verzichtet wird während des Ramadan auf Essen, Trinken, Tabakgenuss und Geschlechtsverkehr. Mit dem Abendessen in der Familie oder in größeren Gruppen endet das tägliche Fasten. Dieses gemeinschaftlich begangene Fastenbrechen ist wesentlicher Bestandteil des praktizierten Glaubens.

Emine Solmaz ist seit 1990 hauswirtschaftliche Mitarbeitende in der Cafeteria und im Refektor am Marienhospital Stuttgart. Obwohl sie sich nicht als streng gläubig bezeichnet, hält sie sich seit ihrem elften Lebensjahr an das islamische Fastengebot, denn die Fastenzeit nehme sie als Glaubensgebot sehr ernst. Und obwohl sie an der Essensausgabe arbeite, mache ihr der Anblick der Speisen in dieser Zeit nichts aus; nur der Verzicht auf das Trinken sei manchmal schwer, besonders wenn es warm ist.


Respekt und Teilhabe

„Für mich ist der Respekt vor den anderen Religionen sehr wichtig“, sagt Emine Solmaz. „Dass ich in einem kirchlichen Krankenhaus arbeiten kann und ich hier engen Kontakt zu den Ordensschwestern habe, hat für mich sehr große Bedeutung. Es ist schön, auf diese Weise ein Teil der religiösen Gemeinschaft zu sein.“ Auch nehme sie besonders gern an den religiösen Feiern im Haus teil, da sie sehr viel Wert darauf lege, gemeinsam einen Weg zu gehen – das sei ähnlich wie beim religiösen Fasten.


Am Ende des Fastens ein Fest

Sowohl Christentum als auch Islam feiern das Ende der ­Fastenzeit mit einem großen Fest. Beim Osterfest der Christen wie auch zum Abschluss des Ramadan wird dabei traditionell ein üppiges Festmahl mit besonderen Speisen und Getränken zelebriert.