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Klinik für Notfallmedizin

Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen. 

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Allgemein/Innere und Chirurgie/Orthopädie
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Schulter- und
Ellenbogenchirurgie

Erkrankungen des Schultergelenks

Haben Sie schon einmal bewusst wahrgenommen, wie beweglich Ihr Schultergelenk eigentlich ist? Es lässt differenzierte Bewegungen in jede Richtung zu. So können wir etwa unsere Arme frei nach vor und hinten schwingen. Oder seitlich abspreizen und uns beispielsweise die Haare kämmen. Auch komplizierte Dreh- und Ausholbewegungen wie beim Ballwurf sind möglich. Diese große Beweglichkeit bringt allerdings einen Nachteil mit sich: Das Gelenk ist nicht so stabil wie andere Gelenke im Körper.   

Das Besondere: Es wird vor allem von Muskeln stabilisiert, während Bänder und Sehnen eine untergeordnete Rolle spielen. An der Funktion der Schulter sind außer dem eigentlichen Schultergelenk noch zwei weitere Gelenke beteiligt: das sogenannte Schultereckgelenk und das Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk. Alles in allem also ein sehr komplexes Gebilde. Zu Schmerzen im Schultergelenk kommt es häufig infolge akuter Verletzungen, etwa einen Sturz oder Aufprall beim Sport. Aber auch einseitige Tätigkeiten und Bewegungsarmut können zu Beschwerden führen.

Schwerpunkt Schulter- und Ellenbogenchirurgie

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie
Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Sekretariat
Andrea Seybold

Telefon: 0711 6489-2828

Telefax: 0711 6489-2227

schulter-ellenbogenchirurgie@vinzenz.de

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Unsere Leistungen im Detail

Schultergelenksarthrose / Schulterprothese

Konservative Behandlung steht in der Regel an erster Stelle

Eine Schulterarthrose (Omarthrose) entsteht durch verschleißbedingte Veränderungen des Knorpels im Schultergelenk. Die Schulter beginnt zu schmerzen und lässt sich nur noch eingeschränkt bewegen. Zusätzlich können Reibegeräusche auftreten. Nach dem Abfragen Ihrer Krankheitsgeschichte (Anamnese) und Untersuchungen stehen zunächst meist konservative Maßnahmen im Vordergrund, zum Beispiel Physiotherapie. Manchmal ist die Erkrankung jedoch schon fortgeschritten oder die Therapie nicht erfolgreich. Dann kann auch ein Ersatz der Schulter durch ein künstliches Gelenk infrage kommen.
 

Verschiedene Typen von Schulterprothesen

Dabei setzen wir je nach Ausbildung der Arthrose eine anatomische oder eine inverse Schulterprothese (bei fehlender oder krankhafter Rotatorenmanschette) in schonender Weise ein. Der Blutverlust während des operativen Eingriffs ist dabei deutlich kleiner als etwa beim Ersatz eines Hüft- oder Kniegelenks. 

Rotatorenmanschettenrisse

Stabilisierende Muskelgruppe, die einer hohen Belastung ausgesetzt ist

Die Rotatorenmanschette ist eine Art Muskelmantel aus vier Muskeln, deren Sehnen die Schulter umfassen. Sie stabilisiert das Schultergelenk und ist für die Drehung und Hebung des Arms mitverantwortlich.

Haben Sie vielleicht seit geraumer Zeit Schmerzen beim Armheben oder bei Tätigkeiten über dem Kopf wie Haare fönen? Oder tut Ihnen nachts beim Liegen die Schulter weh, und es fehlt zunehmend die Kraft, Dinge hochzuheben? Ursache für solche Beschwerden kann ein Sehnenriss in der Rotatorenmanschette sein. Eventuell durch einen Unfall bedingt oder in zunehmendem Alter infolge einer kleinen Verletzung.
 

Diagnose und Behandlung

Ob ein Riss vorliegt, können wir mithilfe einer MRT-Aufnahme der Schulter und nach einer körperlichen Untersuchung feststellen. Sollte dies der Fall sein, klären wir mit Ihnen im anschließenden Gespräch die weitere Vorgehensweise ab. Etwa ob der Riss genäht werden muss und wie dann die Operation abläuft. Eine wichtige Rolle spielt dabei, wie stark Sie im Alltag durch die Schulterbeschwerden eingeschränkt sind. Den Eingriff führen wir in der Regel minimal-invasiv in Kameratechnik schonend durch. 

Impingement-Syndrom

Wenn es unter dem Schulterdach „zu eng“ wird

Das Impingement-Syndrom zählt zu den häufigen Schultererkrankungen. Vor allem bei Überkopfbewegungen haben die Betroffenen große Schmerzen. Verantwortlich dafür ist eine Enge im Bereich des Schulterdachs. Etwa infolge einer Schleimbeutelentzündung oder eines knöchernen Sporns in diesem Bereich.
 

Wie lassen sich die Beschwerden lindern?

Oftmals helfen bereits Physiotherapie oder entzündungshemmende Medikamente gegen die Beschwerden. Bleiben diese jedoch bestehen, ist auch eine Operation möglich. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv in schonender Technik. Die Enge im Schulterdach wird beseitigt und damit die Bewegung der Schulter wieder hergestellt.

Schulterauskugelung / Schulterinstabilität

Wenn die Schulter instabil ist

Sich das Schultergelenk auszurenken (Luxation) kann durch eine Sportverletzung oder einen Unfall passieren. Eventuell wird die Schulter dadurch anhaltend instabil, etwa wenn die Gelenklippe oder die Gelenkpfanne verletzt wurden.
 

Diagnose und Behandlung

In unserem Schwerpunkt lässt sich dies nach einer klinischen Untersuchung und einer Bildgebung wie Röntgen oder MRT genau feststellen. Sollte tatsächlich eine Verletzung vorliegen, dann richtet sich die Therapie nach Art und Schwere der Schädigung. Bei leichten Verletzungen reicht manchmal schon eine konservative Therapie mit stabiliserenden Übungen aus. Ist die Verletzung schwerer, muss zum Stabilisieren der Schulter eventuell operiert werden. Zum Beispiel wird die Gelenklippe wieder angeheftet.

Schultereckgelenksprengung

Wenn nach einem Sturz plötzlich auf dem Schulterdach eine Beule entsteht

Bei einem Sturz meist auf den angelegten Arm kann das Schultereckgelenk verletzt werden. Sehr häufig passiert das bei Unfällen mit dem Fahrrad oder im Sport. Das Gelenk verbindet das Schulterdach mit dem Schlüsselbein und wird von mehreren Bändern in Position gehalten. Durch den Aufprall können sie gedehnt werden oder teilweise bis vollständig einreißen.
 

Welche Symptome treten auf?

Der Betroffene verspürt sofort heftige Schmerzen, die sich beim Bewegen von Schulter und Arm verstärken. Meist schwillt die Region an, und es kann sich ein Bluterguss bilden. Wurde das Gelenk schwerer verletzt, verschiebt sich vermeintlich die Position des Schlüsselbeins. Das seitliche Ende steht zum Schulterdach hin nach oben ab und bildet eine Art Beule. Grund: Die Schulter wird nicht mehr von den Bändern gehalten und fällt daher mit dem Arm nach unten ab. Je nach Schweregrad der Verletzung wird konservativ oder operativ behandelt.

Das operative Verfahren im Detail

Ist eine Operation notwendig, so stehen grundsätzlich verschiedene Verfahren zur Verfügung. In unserem Schwerpunkt inspizieren wir zunächst das Gelenk über einen kleinen Hautschnitt. Anschließend bringen wir es wieder in die korrekte Stellung. Danach wird diese Position durch den „Einbau“ einer Platte stabilisiert, bis die verletzten Bandstrukturen wieder verheilt sind. Nach drei Monaten lässt sich dann die eingebrachte Platte in einer kleinen ambulanten Operation wieder entfernen.

Schultersteife (Frozen Shoulder)

Wenn die Schulter allmählich „einfriert“

Die sogenannte Schultersteife macht sich zu Beginn durch plötzliche heftige Schmerzen beim Bewegen der Schulter bemerkbar. Die Schmerzen lassen im Lauf der Zeit nach und entwickeln sich zu einem Dauerschmerz, der auch nachts oder in Ruhe zu spüren ist. Gleichzeitig nimmt die Beweglichkeit der Schulter immer mehr ab. Verantwortlich dafür ist eine Erkrankung der Schultergelenkkapsel. Sie entzündet sich, und es bilden sich Verklebungen und Verwachsungen. Die Gelenkkapsel beginnt zu schrumpfen, und das Gelenk versteift. Der Prozess des „Einfrierens“ dauert in der Regel bis zu vier Monate.
 

Wer ist davon betroffen?

Die Erkrankung kann durch degenerative Prozesse in der Schulter entstehen. Etwa eine Schleimbeutel- oder Sehnenentzündung, das Impingement-Syndrom oder Risse in der Rotatorenmanschette. Auch nach einer Schulterverletzung oder bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, erhöhte Blutfettwerte) vergrößert sich das Risiko.
 

Wie läuft die Behandlung ab?

In den meisten Fällen lässt sich die Schultersteife ohne Operation durch Medikamente und Physiotherapie heilen. Manche Menschen sind jedoch von einer ausgeprägten Bewegungseinschränkung betroffen. Hier führt eine minimal-invasive Operation zu einer raschen Besserung.

Kalkschulter

Ablagerung von Kalk in den Schultersehnen

In einem eher stillen und unauffälligen Prozess kann sich Kalk in den Sehnen der Schulter ablagern. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer, meist im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Ähnlich wie beim Krankheitsbild der Schultersteife haben die Betroffenen Schmerzen in der Schulter und können sie nur noch eingeschränkt bewegen. Meist beginnen die Beschwerden langsam und nehmen dann im Verlauf zu.
 

Diagnose und Behandlung

Für die Diagnosestellung nehmen wir gezielt Ihre Krankheitsgeschichte (Anamnese) auf. Des Weiteren führen wir eine gründliche Untersuchung durch. Diese schließt bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und MRT der Schulter mit ein. Oft führt bereits eine entzündungshemmende Behandlung zu einer Besserung. Bei großen Kalkdepots kommt eventull ein minimal-invasiver Eingriff („Schlüssellochchirurgie“) zum Entfernen des Kalks in Betracht.

Schulterbruch

Die Schulter möglichst rasch wieder bewegen können

Durch einen Sturz auf die Schulter etwa beim Sport oder infolge eines Unfalls kann der Oberarmkopfknochen verletzt werden. Er bricht beispielsweise und wird dabei verschoben. In unserem Schwerpunkt stellen wir den Bruch in einer Operation wieder richtig und stabilisieren ihn mit einer Platte. Je nach Ausprägung des Bruchs erfolgt der Eingriff entweder minimal-invasiv über kleine Hautschnitte oder muskelschonend durch einen Schnitt am vorderen Anteil des Oberarms. Ziel unserer Behandlung ist, dass Sie Ihr Schultergelenk nach einem Bruch so schnell wie möglich wieder einsetzen können. 

Manchmal wird der Oberarmkopf irreparabel zerstört. Dann stellen wir seine Funktion durch eine Prothese wieder her.

Schlüsselbeinbruch

Die meisten Schlüsselbeinbrüche müssen nicht operiert werden

Das Schlüsselbein bricht in den meisten Fällen durch einen direkten Sturz auf den Schultergürtel, zum Beispiel beim Radfahren oder beim Ski- und Snowboardfahren. 

Am häufigsten erfolgt der Bruch im mittleren Drittel. Dies führt zu starken Schmerzen und oft auch zu einer von außen erkennbaren Fehlstellung. Die meisten Schlüsselbeinbrüche müssen nicht operiert werden. Bei ausgeprägter Fehlstellung empfehlen wir jedoch, die Knochenstücke operativ wieder in die korrekte Stellung zu bringen.

In der Regel verwenden wir zum Stabilisieren der Bruchstücke speziell der Natur nachempfundene Platten. In seltenen Fällen bringen wir minimal-invasiv einen Nagel in den Knochen ein.