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Aktuelles

Mammografie angenehmer und besser

Die Patientin kann den Druck auf ihre Brust beim neuen Gerät selbst steuern. Die meisten Frauen über 50 waren schon zur Mammografie. Die spezielle Art des Röntgens kann Brustkrebs bereits in noch gut behandelbaren Frühstadien erkennen. Eine Mammografie im Abstand von zwei Jahren wird daher allen Frauen zwischen 50 und 69 empfohlen und auch von den Krankenkassen bezahlt. Auch wer bereits Brustkrebs hatte, sollte zur Kontrolle regelmäßig Mammografien anfertigen lassen. Allerdings empfinden die meisten Frauen die Mammografie als unangenehm, in manchen Fällen sogar schmerzhaft. Das neue Mammografiegerät des Marienhospitals sorgt für eine angenehmere Untersuchung und eine noch besser diagnostische Qualität.

von links: Oberarzt Dr. Stephan Holl, Patientin Ulrike Weißhäupl und MTA Claudia Lübke vor dem neuen Mammografiegerät
Das neue Mammografie-Gerät bietet verschieden geformte und teils elastische Platten an, die das Druckgefühl reduzieren.
Die Kanten des Mammografie-Geräts sind abgerundet, die Oberfläche ist nicht mehr metallisch-kalt. Das macht die Untersuchung angenehmer.

Ulrike Weißhäupl hat in den letzten Jahren mehrere Mammografien hinter sich. „Ich hatte 2016 einen Tumor in der Brust, bin wieder gesund, lasse aber zur Kontrolle halbjährlich eine Mammografie machen“, berichtet die kaufmännische Angestellte. „Der Kompressionsdruck, der dabei auf die Brust ausgeübt wird, ist leider sehr unangenehm“, sagt die 59-Jährige.
 

Fernbedienung für die Patientin

Anfang Juli war Ulrike Weißhäupl eine der ersten Patientinnen des Marienhospitals, die mit dem neu installierten 350 000 Euro teuren Mammografiegerät untersucht wurden. „Die Untersuchung war weniger schlimm als mit den Geräten, die ich aus der Vergangenheit kenne“, sagt die Patientin. Die Fläche, auf welche die Brust aufgelegt werde, sei nicht mehr metallisch-kalt sondern angenehm warm und abgerundet. „Und mittels Fernbedienung kann man den Druck, den das Gerät auf die Brust ausübt, selbst steuern.Das verhindert, dass er zu unangenehm wird.“ . Bedient wird das Gerät bei der Untersuchung Ulrike Weißhäupls von der MTA (medizinisch- technischen Assistentin) und Mammafachkraft Claudia Lübke. Sie erklärt: „Wir stellen eine bestimmte Vorkompression ein, die nötig ist, damit wir gute Aufnahmen bekommen. Falls der Druck auf die Brust für die Patientin zu stark ist, kann sie ihn mit der Fernbedienung etwas niedriger stellen. Falls es sich nicht unangenehm anfühlt, kann sie ihn auch erhöhen, was die ohnehin geringe Strahlendosis noch etwas reduziert und die Aufnahmequalität weiter verbessert“, erläutert sie.
 

Neun Bilder in zehn Sekunden

Schonender sei die Untersuchung auch deshalb, weil die MTA je nach Größe und Form der Brust aus sechs verschieden geformten und teils elastischen Kompressionsplatten auswählen könne. Nicht nur die Patientinnen, auch die Ärzte sind von dem Mammografiegerät der neuesten Generation angetan. „Es ermöglicht die Tomosynthese, also dreidimensionale Bilder des Brustgewebes“, so Professor Dr. Markus Zähringer. Der Mediziner ist Ärztlicher Direktor der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie des Marienhospitals. Oberarzt Dr. Stephan Holl erläutert: „Das Gerät stellt für die 3D-Aufnahme neun Bilder aus verschiedenen Winkeln her. Dadurch lassen sich Gewebestrukturen überlagerungsfrei und somit besser erkennen. Man kann quasi durch das Brustgewebe scrollen.“ Die 3D-Aufnahme komme mit der praktisch identischen Strahlendosis und der gleichen rund zehn Sekunden langen Untersuchungsdauer aus wie die 2D-Version. Und noch einen weiteren Vorteil hat das neue Gerät gegenüber seinem Vorgänger. Es eignet sich für die Anfertigung kontrastmittelverstärkter Aufnahmen. Tumore nehmen in die Blutbahn gespritzte Kontrastmittel stärker auf als gesundes Gewebe. Sie können durch die Kontrastmittelgabe auf dem Mammografiemonitor genauer lokalisiert werden, was etwa für die Erfolgskontrolle einer Chemotherapie wichtig ist. „Denn nach einer erfolgreichen Chemo ist das Tumorgewebe zwar noch vorhanden, wird aber nicht mehr durchblutet und ist somit unschädlich. Dieser Unterschied ist bei einer normalen Mammografie nicht eindeutig erkennbar. Mit Hilfe der Kontrastmittel- Mammografie wird er gut sichtbar, da diese ja die Durchblutung des Gewebes anzeigt“, so Professor Zähringer.


50 Mammografien in der Woche

„Kontrastmittel-Mammografien sind auch eine Alternative für Frauen, bei denen MRT-Aufnahmen nicht möglich sind“, so Dr. Holl. MRT (Magnetresonanz- Tomografen) werden oft zur genaueren Abklärung von Brustkrebs eingesetzt. Sie seien wegen ihrer starken Magnetfelder aber ungeeignet für Frauen, die beispielsweise einen Herzschrittmacher tragen. Auch bei Patientinnen mit Platzangst sei eine Untersuchung in der engen MRT-Röhre oft nicht möglich. Etwa 50 Mammografien wöchentlich, so Claudia Lübke, werden mit dem neuen Gerät gemacht. Ulrike Weißhäupl gehört zu den Frauen, bei denen dank Mammografie Entwarnung gegeben werden konnte: „Ihre Brust ist gesund“, konnte Dr. Holl ihr nach der Analyse der Aufnahmen mitteilen.