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Vinzenz von Paul

Träger und Gesellschafter des Marienhospitals ist die im oberschwäbischen Untermarchtal ansässige „Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul“. Die katholische Schwesterngemeinschaft geht auf den französischen Priester Vinzenz von Paul zurück. Er lebte von 1581 bis 1660 in Frankreich. Die Zeit Vinzenz von Pauls war größtenteils vom 30-jährigen Krieg, Hungersnöten und Seuchen geprägt. Die Not der französischen Bevölkerung veranlasste Vinzenz, tatkräftige caritative Organisationen zu gründen – unter anderem die „Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern“, die häufig auch als „Vinzentinerinnen“ bezeichnet werden. Die Frauen pflegten Kranke in Hospitälern, halfen Armen und Findelkindern und kümmerten sich um Geisteskranke. Das Verständnis Vinzenz von Pauls ging dabei stets über eine bloße „Versorgung“ Not Leidender hinaus. In einem Brief schrieb er: "Unser Leben wäre kein Gottesdienst und auch keine wirkliche Hilfe für unseren Nächsten, wollten wir nur Medizin und Brot verschenken".

Der Gedanke, "mehr zu tun als nur Medizin und Brot zu verschenken" gehört zum grundlegenden Verständnis unserer Arbeit. Unsere Unternehmensleitlinien fordern daher unter anderem innovatives Denken, regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten als Geschöpf mit Leib und Seele.

Den Patienten behandeln und betreuen, ohne ihn in seiner Selbstbestimmung und Selbstständigkeit zu behindern, für seine Fragen und Sorgen ein offenes Ohr haben und ihm Wertschätzung entgegenbringen – diese Aspekte haben für uns einen gleich hohen Stellenwert wie ein höchstmöglicher Standard in der pflegerischen und medizinischen Versorgung.

Foto von Vinzenz von Paul
Der Gründer des Vinzen- tinerordens, Vinzenz von Paul