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- Bereits 1908 wurden im Marienhospital Röntgengeräte ein- gesetzt

- Seit 1956 ist die An- ästhesie in fachärzt- lichen Händen



Das Marienhospital wurde 1890 gegründet. Zunächst verfügte das Krankenhaus nur über eine innere und eine chirurgische Abteilung. Beide standen unter Leitung des Medizinalrats Dr. Sigmund von Rembold. In den folgenden Jahrzehnten wurde das medizinische Leistungsspektrum kontinuierlich ausgebaut. Zunehmende Spezialisierung und Differenzierung der Medizin machten es im Laufe der Jahre immer wieder erforderlich, bestimmte Disziplinen in eigenständige Fachabteilungen umzuwandeln. Beispielsweise ging die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie aus der chirurgischen Abteilung hervor. Das breitgefächerte Gebiet der inneren Medizin ist heute in drei Fachkliniken gegliedert. Und auch die frühere Abteilung für Plastische Chirurgie besteht heute aus drei spezialisierten Einzelkliniken.
.Beim Einsatz von Röntgengeräten erfüllte das Marienhospital im vergangenen Jahrhundert eine Vorreiterrolle. Bereits zehn Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen setzte es das Verfahren zur Untersuchung ein. 1934 berief das Marienhospital für die Radiologie als erstes württembergisches Krankenhaus einen Chefarzt, Dr. Alfred Edinger. Heute verfügt die Radiologische Klinik über eine vollständig digitale apparative Ausstattung und kann sich zu den modernsten Abteilungen ihres Faches in Deutschland zählen. 2006 wurde auch diese Abteilung zweigeteilt. In der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie werden mithilfe moderner medizinischer Großgeräte wie Computer- oder Magnetresonanztomograf detaillierte Bilder aus dem Körperinneren hergestellt. Die Klinik für Strahlentherapie und Palliativmedizin hingegen ist schwerpunktmäßig auf die Behandlung von Tumorkrankheiten spezialisiert.
Ähnlich wie die Radiologie führt auch das Institut für Laboratoriumsmedizin des Marienhospitals Untersuchungen für alle Abteilungen durch. Gegründet wurde es 1924. 1967 erhielt das Labor den Status einer Fachabteilung. Heute zählt es zu den modernsten Laboratorien landesweit.
Pionierarbeit leistete das Marienhospital auch auf dem Gebiet der Anästhesiologie. 1953 wurde eine Assistenzärztin der Chirurgie vom damaligen Chef der Abteilung, Professor Dr. Rudolf Reichle, beauftragt, sich mit einer neu entwickelten Narkoseform zu beschäftigen. In Deutschland gab es zu dieser Zeit jedoch keine Möglichkeit zur fundierten Ausbildung in dem neuen Fach „Anästhesie“. Die Assistenzärztin, Dr. Ilse Hofmeister, ging darum in die USA. Nach ihrer Rückkehr baute sie als Fachärztin für Anästhesie eine entsprechende Abteilung am Marienhospital auf.
Ins „Seniorenalter“ kommt nun auch die Plastische Chirurgie. 1949 wurde sie von Professor Dr. Dr. Eduard Schmid gegründet. Die einstige Abteilung ist heute ein Zentrum mit drei Fachkliniken und zählt mit 111 Betten zu den größten Plastischen Kliniken in Europa. Das vielfältige Aufgabenspektrum gliedert sich in die Klinik für Hand-, Mikro- und Rekonstruktive Brustchirurgie, in die Plastische Gesichtschirurgie sowie in die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
1999 schließlich wurde die Klinik für Neurologie eingerichtet, und im Jahr 2008 folgte die bislang jüngste medizinische Fachabteilung des Marienhospitals: die Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Medizin.
Durch die Gründung zahlreicher Fachkliniken hat sich die Medizin im Marienhospital immer weiter spezialisiert. Zur Behandlung komplexer Krankheitsbilder jedoch – wie im Fall von Brust- oder Darmkrebserkrankungen – arbeiten die verschiedenen Fachärzte eng in interdisziplinären Zentren zusammen. Um die betroffenen Patienten optimal betreuen zu können, werden unter anderem einmal wöchentlich so genannte Tumorkonferenzen abgehalten. Dort erörtern die Mediziner gemeinsam Diagnose und Therapie eines Patienten und erstellen dann individuell zugeschnittene Untersuchungs- und Behandlungskonzepte.
Das erste interdisziplinäre Zentrum war im Jahr 2003 das Brustzentrum des Marienhospitals – damals das erste zertifizierte Brustzentrum überhaupt in Deutschland. Dem Brustzentrum sind inzwischen weitere Zentren gefolgt. So verfügt das Marienhospital heute außerdem über ein Darmzentrum, ein neuromuskuläres Zentrum und ein Pankreaszentrum. Die Zahl der Fachkliniken des Marienhospitals ist von ursprünglich zwei im Jahre 1890 auf inzwischen siebzehn angewachsen.
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