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Marienhospital gestern und heute

Das Marienhospital wurde 1890 gegründet. Gesellschafter ist die Untermarchtaler Ordensgemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul“. 1890 arbeiteten 15 Schwestern der katholischen Gemeinschaft in dem 90-Betten-Haus. Heute verfügt das Marienhospital über 18 Fachkliniken mit insgesamt 761 Betten, und es arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter für das Wohl der Patienten.

Historische Darstellung: alter Marienbau (links) und alter Paulsbau

Der alte Marienbau, heute das „Wahrzeichen“ des Hauses
Der alte Paulsbau um 1903. Er wurde 1999 durch einen Neubau ersetzt

Medizinische Entwicklung: Radiologie und Anästhesie in ihren Anfängen

Bereits 1908 wurden im Marienhospital Röntgengeräte eingesetzt
Seit 1956 ist die Anästhesie in fachärztlichen Händen

Pro Jahr lassen sich im Marienhospital etwa 31.000 Patienten stationär und 65.000 ambulant behandeln. Etwa 1.100 Neugeborene erblicken das Licht der Welt. Als „moderne Klinik mit Tradition“ zählt das Marienhospital zu den größten Krankenhäusern in der Region Stuttgart und wurde mit zahlreichen Qualitätszertifikaten ausgezeichnet. Regelmäßige Patientenbefragungen belegen eine hohe Zufriedenheit mit den Leistungen des Krankenhauses.

Historische Entwicklung

Gegründet wurde das Marienhospital im Jahr 1890. In dem heute noch bestehenden Neorenaissance-Gebäude an der Böheimstraße eröffnete die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern ein Krankenhaus mit zunächst neunzig Betten. Die Stuttgarter Bevölkerung stand zunächst dem heute denkmalgeschützten „Wahrzeichen“ des Marienhospitals in den Gründungsjahren misstrauisch gegenüber. Das Haus sei „a Luschtschlössle, aber koi rechts Spidal“ ließ manch ein Stuttgarter verlauten. Andere Stimmen in der überwiegend protestantischen Bevölkerung kritisierten zudem, man bekäme mit dem katholischen Krankenhaus „jetzt auch noch a Kloschter nach Sturgat“.
    Durch ihren tatkräftigen Einsatz in der Krankenpflege konnten die Schwestern solcherlei Vorbehalte aber rasch entkräften. Die liebevolle Art der Schwestern im Umgang mit den Patienten und die gleichzeitige Orientierung des Krankenhauses an den modernsten medizinischen und baulichen Standards sorgten dafür, dass das Marienhospital bald einen ausgezeichneten Ruf genoss. Die Belegungszahlen stiegen schnell an; schon bald konnten nicht mehr alle Patienten wunschgemäß aufgenommen werden.
    So standen bereits in den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten baulichen Erweiterungen an. Hinter dem damaligen Hauptgebäude an der Böheimstraße wurde 1894 das Josephshaus mit weiteren 45 Betten eröffnet. 1897 gesellte sich das Gebäude Sankt Vinzenz hinzu, 1902 folgte das Gebäude Sankt Paul. Das heutige zentrale Hauptgebäude St. Maria wurde 1990 fertig gestellt. Im selben Jahr entschied man sich für den Abriss des mehrmals umgebauten Paulsbaus zugunsten eines modernen Gebäudes; dieses wurde 1999 eröffnet.

Medizinische Entwicklung

Das Marienhospital wurde 1890 gegründet. Zunächst verfügte das Krankenhaus nur über eine innere und eine chirurgische Abteilung. Beide standen unter Leitung des Medizinalrats Dr. Sigmund von Rembold. In den folgenden Jahrzehnten wurde das medizinische Leistungsspektrum kontinuierlich ausgebaut. Zunehmende Spezialisierung und Differenzierung der Medizin machten es im Laufe der Jahre immer wieder erforderlich, bestimmte Disziplinen in eigenständige Fachabteilungen umzuwandeln. Beispielsweise ging die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie aus der chirurgischen Abteilung hervor. Das breitgefächerte Gebiet der inneren Medizin ist heute in drei Fachkliniken gegliedert. Und auch die frühere Abteilung für Plastische Chirurgie besteht heute aus drei spezialisierten Einzelkliniken.

Pionierarbeit geleistet

Beim Einsatz von Röntgengeräten erfüllte das Marienhospital im vergangenen Jahrhundert eine Vorreiterrolle. Bereits zehn Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen setzte es das Verfahren zur Untersuchung ein. 1934 berief das Marienhospital für die Radiologie als erstes württembergisches Krankenhaus einen Chefarzt, Dr. Alfred Edinger. Heute verfügt die Radiologische Klinik über eine vollständig digitale apparative Ausstattung und kann sich zu den modernsten Abteilungen ihres Faches in Deutschland zählen. 2006 wurde auch diese Abteilung zweigeteilt. In der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie werden mithilfe moderner medizinischer Großgeräte wie Computer- oder Magnetresonanztomograf detaillierte Bilder aus dem Körperinneren hergestellt. Die Klinik für Strahlentherapie und Palliativmedizin hingegen ist schwerpunktmäßig auf die Behandlung von Tumorkrankheiten spezialisiert.
    Ähnlich wie die Radiologie führt auch das Institut für Laboratoriumsmedizin des Marienhospitals Untersuchungen für alle Abteilungen durch. Gegründet wurde es 1924. 1967 erhielt das Labor den Status einer Fachabteilung. Heute zählt es zu den modernsten Laboratorien landesweit.
    Pionierarbeit leistete das Marienhospital auch auf dem Gebiet der Anästhesiologie. 1953 wurde eine Assistenzärztin der Chirurgie vom damaligen Chef der Abteilung, Professor Dr. Rudolf Reichle, beauftragt, sich mit einer neu entwickelten Narkoseform zu beschäftigen. In Deutschland gab es zu dieser Zeit jedoch keine Möglichkeit zur fundierten Ausbildung in dem neuen Fach „Anästhesie“. Die Assistenzärztin, Dr. Ilse Hofmeister, ging darum in die USA. Nach ihrer Rückkehr baute sie als Fachärztin für Anästhesie eine entsprechende Abteilung am Marienhospital auf.
    Ins „Seniorenalter“ kommt nun auch die Plastische Chirurgie. 1949 wurde sie von Professor Dr. Dr. Eduard Schmid gegründet. Die einstige Abteilung ist heute ein Zentrum mit drei Fachkliniken und zählt mit 111 Betten zu den größten Plastischen Kliniken in Europa. Das vielfältige Aufgabenspektrum gliedert sich in die Klinik für Hand-, Mikro- und Rekonstruktive Brustchirurgie, in die Plastische Gesichtschirurgie sowie in die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.
    1999 schließlich wurde die Klinik für Neurologie eingerichtet, und im Jahr 2008 folgte die bislang jüngste medizinische Fachabteilung des Marienhospitals: die Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Medizin.

Information

Faltblatt: Marienhospital Stuttgart

Alle wichtigen Informationen rund um das Marienhospital erhalten Sie hier auf einen Blick (PDF-Datei, 253 KB).

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