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.Projekte in der Pflege
Die Übergabe mit dem Patienten
Zum Schichtwechsel müssen sich die Pflegekräfte über die einzelnen Patienten und relevanten Vorgänge austauschen. So erfährt beispielsweise die Spätschicht, was in der Frühschicht an Besonderheiten oder Komplikationen aufgetreten ist und welche pflegerischen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bislang fanden diese "Übergabegespräche" im Dienstzimmer statt. Seit Dezember 2000 wurde damit begonnen, sie teilweise ins Patientenzimmer zu verlegen. Ziel der neuen Regelung: Die Patienten sollen die Übergabe nicht mehr "als geheimen Akt hinter der Glasfassade des Dienstzimmers" erleben, sondern stärker einbezogen werden.
Die Planungsphase für das "Übergabe"-Projekt startete im März 2000. Es wurde ein Arbeitskreis aus acht Pflegekräften unter der Moderation einer Pflegedienstleitung gegründet. Die Mitarbeiter entwickelten Kriterien für die Übergabe mit dem Patienten. Darin ist beispielsweise geregelt, welche Dokumente bei der Übergabe herangezogen werden, wie die Pflegekräfte den Patienten miteinbeziehen sollen, was genau mit dem Patienten am Krankenbett besprochen wird und wieviel Zeit dafür zur Verfügung steht.
Es fanden außerdem Hospitationen in anderen Krankenhäusern statt, die bereits mit dieser Art der Übergabe arbeiteten. Die neue Übergabeform wurde im Haus zuerst auf einigen Pilotstationen (Allgemein- und Unfallchirurgie, Innere) eingeführt, dann nachfolgend in weiteren Abteilungen. Seit Mitte 2003 gilt sie als Standard im ganzen Pflegebereich.
In einer zwischenzeitlich durchgeführten Patientenbefragung wurde die neue Regelung positiv bewertet.

