Marienhospital Stuttgart: Rheumafaktor.

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Der Rheumafaktor

Rheumafaktoren (RF) sind Autoantikörper. Es gibt unterschiedliche Bestimmungsmethoden, bei dem das Ergebnis mit Titerhöhe angegeben werden soll. Ein Vergleich mit einem früheren Wert ist nur möglich, wenn die Untersuchung mit dem gleichen Test durchgeführt wird.

Der Rheumafaktor ist kein Suchtest!

Mit dem Alter steigt der Anteil der Gesunden in der Bevölkerung, bei denen der RF nachweisbar ist, von unter 5% auf über 20% an. Auf der anderen Seite lässt sich nur bei 80% der an Rheumatoider Arthritis Erkrankten auf lange Sicht ein RF nachweisen. Zu Beginn der Erkrankung und bei leichterem Verlauf kann nämlich oft (noch) kein RF gefunden werden.

Bei folgenden rheumatischen Krankheiten zeigt sich in über 50% der Fälle ein positiver Rheumafaktor:

Der Rheumafaktor tritt auch bei chronischen Lungen-, Leber-, und Herzerkrankungen sowie bei Infektionen auf. Deshalb gilt:

  1. Ein positiver RF allein bedeutet noch keine rheumatische Erkrankung.
  2. Ein negativer RF schließt nicht aus, dass keine Rheumatoide Arthritis vorliegen kann.

Der Rheumafaktor ist somit bei Verdacht einer rheumatischen Erkrankung ein Baustein zur Diagnosefindung. Insgesamt ist der RF aussagekräftiger bei jungen Menschen, in hohen Titern (die meist einen Hinweis auf einen schwereren Verlauf liefern) und zur Verlaufskontrolle der Erkrankung.

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