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Labortest bei Verdacht auf Lyme-Arthritis

Hier ist der Erreger ein bakterienähnlicher Mikroorganismus, eine so genannte Spirochäte. In Europa wird am häufigsten die Spirochäte Borrelia burgdorferi durch einen Zeckenbiss der Zecke Ixodes ricinus übertragen.

Zwei bis vier Wochen nach Infektion können IgM-Antikörper nachgewiesen werden, vier bis acht Wochen später IgG-Antikörper. Die eigentliche Lyme-Arthritis tritt jedoch erst Wochen bis Monate später auf. Ein negativer Test schließt diese Erkrankung aus.

Der 20 Prozent der Bevölkerung verfügen über Antikörper gegen Borrelien, ohne krank zu sein, was auch diesen Test als Suchtest völlig unbrauchbar macht, da nur ein winziger Bruchteil der Testpositiven eine Lyme-Arthritis hat. Wird dieser Test also von einem Unerfahrenen eingesetzt, ohne dass ein eindeutiger Verdacht aufgrund von Untersuchung und Krankengeschichte vorliegt, so sinkt die Aussagefähigkeit gegen Null, und die Kranken werden durch diese Laborwerte nur verwirrt.

Auch der Bestätigungstest „Western-Blott“ dient nur zur schärferen Abgrenzung unklarer Ergebnisse. Die Veranlassung und Interpretation sollte nur durch einen fachkundigen Arzt erfolgen, da auch hier angesichts der vielfältigen Interpretationsmöglichkeit meist mehr Verwirrung als Aufklärung gestiftet wird. Von anderen Tests wird abgeraten.

Patient mit dickem Kniegelenk bei Kniegelenkarthritis und Borreliose
Patient mit dickem Knie- gelenk bei Kniegelenk- arthritis und Borreliose