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.HLA-B27
Mit dieser genetischen Untersuchung wird ein bestimmtes Merkmal nachgewiesen, das gehäuft bei folgenden rheumatischen Erkrankungen vorkommt:
- in 90% beim Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans = SPA);
- in 40–70% bei der Psoriasisarthritis und den entzündlichen chronischen Darmkrankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, wenn gleichzeitig eine Entzündung der Wirbelsäulengelenke vorliegt;
- in sehr unterschiedlichem Prozentsatz bei so genannten reaktiven Arthritiden, also rheumatischen Zweiterkrankungen nach einer durchgemachten Infektion.
In Europa tragen aber auch 6 bis 8 Prozent der gesunden Bevölkerung dieses Merkmal. Da es ungefähr zehnmal mehr Gesunde als Kranke mit diesem Merkmal gibt, eignet sich die Untersuchung des HLA-B27 nicht als Suchtest, sondern lediglich als Bestätigung bei Verdacht einer Erkrankung aus diesem Kreis durch den erfahrenen Arzt. Ein positiver Test bedeutet also nicht automatisch eine Erkrankung, und ein negativer Test nicht automatisch deren Ausschluss, da auch nicht alle Kranke dieses Merkmal tragen.

