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Autoantikörper

ANA und ENA bei Kollagenosen

Dies sind die Abkürzungen für Antinukleäre Antikörper (ANA) und Extrahierbare nukleäre Antikörper (ENA), die der Mensch gegen körpereigene Zellbestandteile bildet. Der Nachweis wird bei Verdacht auf verschiedene Kollagenosen durchgeführt, um den körperlichen Untersuchungsbefund zu bestätigen.

Achtung! Es gibt positive Testergebnisse in niedrigeren Titerstufen (bis 1:320 oder sogar 1:640) bei Gesunden. Deren Anteil nimmt mit dem Alter auf bis über 20% zu.

Bei Verdacht auf Kollagenose (Systemischer Lupus erythemathodes, Sklerodermie, Polymyositis, Dermatomyositis, Sjögren-Syndrom) sind der ANA-Test und gegebenenfalls seine Spezifizierung im ENA-Test sinnvoll. Ohne Verdacht ist die Testdurchführung nicht aussagekräftig, da die Mehrzahl der ANA-positiven Menschen gesund ist. Im Falle einer Erkrankung sollte dann eine genaue Klassifizierung der Kollagenose durch den Rheumatologen erfolgen.

c-ANCA und p-ANCA bei Vaskulitiden

Die Diagnose von Vaskulitiden kann durch den Nachweis von Antikörpern erleichtert werden, die gegen Bestandteile der weißen Blutkörperchen, die Granulozyten, gerichtet sind. Es handelt sich um die c-ANCA und die p-ANCA. Einem neuen Krankheitsschub geht häufig, aber auch nicht zwangsläufig, ein Anstieg der Titer dieser Antikörper voraus.

Was zu beachten ist

Die Interpretation von Laborwerten zur Diagnosestellung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist grundsätzlich schwierig und bedarf in den meisten Fällen des internistischen Rheumatologen. Ist die Diagnose erst einmal sicher gestellt, sollte der Erkrankte regelmäßig durch Befragung, körperliche Untersuchung, Überprüfung der Medikation, Laborkontrollen und weitere Untersuchungsverfahren kontrolliert werden.

Die Leitung des Untersuchungsprogramms übernimmt gewöhnlich der Rheumatologe in größeren Abständen, die regelmäßige Untersuchung der Hausarzt. Jetzt sind die Laborwerte als Verlaufsparameter für den Arzt und den Kranken von Bedeutung. Diese Werte sind im Allgemeinen leichter zu verstehen, sodass eine Aktivierung oder Komplikation der Erkrankung von Hausarzt und Patient erkannt werden kann.

Antinukleäre Antikörper
Antinukleäre Antikörper mit homogenem Fluores- zenzmuster der Zellkerne