Marienhospital Stuttgart: Laborwerte und ihre Bedeutung.

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Laborwerte bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen

Labordiagnostik bei Rheuma
Labortests helfen bei der Diagnose rheumatischer Erkrankungen

In der Immunologie und Rheumatologie liefern Laborwerte wichtige Hinweise auf der Suche nach einer korrekten Diagnose. Mit ihrer Hilfe lässt sich zum Beispiel eine Abgrenzung gegenüber anderen Krankheiten vornehmen. Anhand der Laborwerte kann man aber auch beurteilen, wie aktiv die Erkrankung zum Zeitpunkt der Untersuchung ist.

Eine genaue körperliche Untersuchung und das Erfragen der Krankengeschichte bilden die Grundlage einer Diagnose. Mit Hilfe der Labordiagnostik kann man einen Verdacht bestätigen oder verschiedene mögliche Diagnosen weiter eingrenzen. Weitere Hinweise liefern auch Untersuchungen wie Ultraschall oder Röntgen.

Ein positiver Labortest heißt, dass mit einem Test das nachgewiesen wurde, wofür der Test bestimmt war. Ein negativer Test bedeutet keinen Nachweis. Ein Titer gibt die Höhe eines Testresultates bei Antikörperbestimmungen (Eiweiße des Blutes mit Abwehrfunktion) an.

Da die meisten Tests relativ unspezifisch sind, gibt es in der Rheumatologie häufig positive Tests, ohne dass die nachzuweisende Krankheit zwangsläufig vorliegen muss. Auf der anderen Seite können Tests auch negativ ausfallen, obwohl die nachzuweisende Krankheit besteht. 

Ein Beispiel soll dies erläutern

Bei der Diagnosefindung der Gicht liefert der Harnsäurespiegel im Blut einen von mehreren Hinweisen. Typischerweise ist er bei der Gichtarthritis erhöht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass bei jedem Menschen mit erhöhter Harnsäure eine Gichtarthritis besteht. Tatsächlich haben nur wenige Menschen mit erhöhter Harnsäure eine Gicht, die behandelt werden muss. Im Gegensatz dazu kann es vorkommen, dass die Harnsäure bei einem akuten Gichtanfall nicht – wie eigentlich erwartet – erhöht ist. In einem solchen Fall ist die Erfahrung des Arztes besonders wichtig. Er muss die Vorgeschichte und den Charakter des Schmerzes erfragen und das Befallsmuster sowie die Art der Gelenkentzündung (Arthritis) beurteilen. Gegebenenfalls sind dann weiterführende Untersuchungen wie eine Gelenkpunktion nötig.

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