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.Langzeit-pH-Metrie – Langzeitsäuremessung
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Langzeit-ph-Metrie des Ösophagus erfasst den Rückfluss von säurehaltigem Mageninhalt in die Speiseröhre und liefert somit den direkten und quantitativen Nachweis einer gastroösophagealen Refluxkrankheit. Bei der Langzeit-ph-Metrie des Magens hingegen wird die Säureproduktion im Magen direkt und quantitativ bestimmt.
In beiden Fällen muss der Arzt dazu eine dünne Messsonde mit einem Außendurchmesser von etwa eineinhalb Millimeter über ein Nasenloch in die Speiseröhre bzw. in den Magen des Patienten vorschieben. Sitzt die Sonde korrekt, wird sie mit einem Klebestreifen an Nase und Wange fixiert und für 24 Stunden dort belassen. Das Messgerät ist an einen kleinen Computer angeschlossen, den der Patient mit sich trägt. Ferner muss der Betreffende für diesen Zeitraum verschiedene Angaben machen und sie zusammen mit der Uhrzeit in ein Dokumentationsprotokoll eintragen: Zum Beispiel muss er festhalten, wann er etwas gegessen und getrunken hat, ob er schmerzfrei war, wann er sich hingelegt oder geschlafen hat, wann er wieder aufgestanden ist, ob und welche Medikamente er eingenommen hat. Die Untersuchung kann stationär und ambulant vorgenommen werden.
Nach Abschluss der Untersuchung wird die Sonde wieder aus der Nase entfernt; die gespeicherten Daten auf dem Computer werden gelesen und ausgewertet.
Was ist vor einer Untersuchung zu beachten?
Mindestens 48 Stunden vor einer Langzeit-Säuremessung ist der Patient dazu angehalten, Medikamente wegzulassen, die die Magensäure beeinflussen. Protonenpumpeninhibitoren sollten sogar mindestens 72 Stunden vor Beginn der Untersuchung nicht mehr eingenommen werden. Dasselbe gilt für Medikamente, die die Darmbewegung beeinflussen wie Prokinetika, Calciumantagonisten, Neuroleptika, Antidepressiva oder beta-Blocker. Nur wenn der Erfolg einer säureunterdrückenden Therapie überprüft werden soll, sind die Arnzneimittel wie bislang einzunehmen.
.Wann wird die Langzeit-ph-Metrie durchgeführt?
- vor allem bei Refluxkrankheit ohne Refluxösophagitis;
- zur Therapiekontrolle bei Refluxösophagitis, die auf bisherige Behandlung nicht anspricht;
- bei Refluxösophagitis vor geplanter Anti-Reflux-Operation;
- bei Beschwerden nach Anti-Reflux-Operation;
- zur Klärung von nicht-kardialen Schmerzen im Brustraum;
- vor allem bei bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einem Reflux einhergehen;
- bei wieder auftretender Kehlkopfentzündung und Heiserkeit;
- vor allem, wenn der Magen zu wenig oder zu viel Säure herstellt (Hypo- oder Hyperazidität);
- bei Geschwüren im Magen oder Zwölffingerdarm, die auf eine Behandlung nicht ansprechen.

