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.Chemotherapie – was ist das?
Unter Chemotherapie versteht man die Behandlung bösartiger Tumoren mit Medikamenten. Im gynäkologischen Bereich wird die Chemotherapie vor allem in der Nachbehandlung von Brustkrebs und Eierstockkrebs angewandt (adjuvante Chemotherapie). Auch beim fortgeschrittenen Gebärmutterkrebs sowie bei seltenen Tumoren des Unterleibs der Frau kann eine Chemotherapie zum Einsatz kommen.
Eine Chemotherapie ist bei einer bösartigen Erkrankung immer dann sinnvoll, wenn die Gefahr besteht, dass einzelne Zellen aus dem Tumor ausgewandert sind und sich über das Blut und die Lymphbahnen im Körper verteilt haben, wo sie Tochtergeschwülste – so genannte Metastasen – bilden können. Da es nicht möglich ist, einzelne ausgewanderte Tumorzellen oder Zellnester im Körper aufzuspüren und zu entfernen, muss zur Bekämpfung dieser Zellen eine Therapie eingesetzt werden, die den gesamten Körper erreicht und an jedem beliebigen Ort im menschlichen Organismus auf Tumorzellen wirkt. Dies lässt sich am ehesten mit einer medikamentösen Therapie (= Chemotherapie) erreichen. Die zugeführten Medikamente verteilen sich im ganzen Körper und können so verschleppte Zellen im gesamten Organismus zerstören.
Am effektivsten ist die Chemotherapie, wenn sie zu einem Zeitpunkt eingesetzt wird, wo nur so wenige Tumorzellen im Körper vorhanden sind, dass sie mit den medizinischen Untersuchungsmethoden nicht nachweisbar sind. Daher wird die Chemotherapie bei Tumoren mit einem erhöhtem Streuungsrisiko oft auf Verdacht eingesetzt, obwohl der Tumor vollständig operativ entfernt wurde und keine bösartigen Zellen im Körper mehr nachzuweisen sind.

