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Zentrum für Schwerbrandverletzte

Leitung

Dr. med. Matthias Rapp, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marienhospital Stuttgart

Dr. med. Matthias Rapp
Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin
matthias.rapp@vinzenz.de

Zusatzqualifikation:
  • Verbrennungsmedizin
Dr. med. Csilla Weber-Tumbass, leitende Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Marienhospital Stuttgart

Dr. med. Csilla Weber-Tumbass
Leitende Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie
csilla.weber-tumbass@vinzenz.de

Zusatzqualifikationen:
  • Intensivmedizin
  • Notfallmedizin

Das Zentrum ist seit 1983 in das Marienhospital integriert und der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. René Schmidt) sowie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Ulrich Liener) zugeordnet. Für die Behandlung der Schwerbrandverletzten stehen auf der operativen Intensivstation drei klimatisierte Spezialräume zur Verfügung. Sobald die Patienten keiner Intensivtherapie mehr bedürfen, werden sie auf die Intermediate Care Station verlegt. Ein breites Spektrum an rekonstruktiven Maßnahmen wird ihnen durch das Zentrum Plastische Chirurgie im Hause geboten.
    Einen Schwerpunkt bildet die langfristige ambulante Nachbetreuung von Brandverletzten durch die unfallchirurgische Ambulanz. Darüber hinaus führte die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Universitäten Tübingen und Hohenheim sowie mit dem Institut für Textil- und Verfahrenstechnik in Denkendorf (Kreis Esslingen) zu Fortschritten in der Grundlagenforschung und in der angewandten Therapie.

Spezialsprechstunde und Ambulanz

Um die Wartezeiten zu verkürzen und für jeden Patienten genügend Zeit zu haben, werden Terminsprechstunden geführt. Wir bitten Sie daher, unter den angegebenen Rufnummern einen Termin im Voraus zu vereinbaren.

Spezialsprechstunde für die ambulante Nachbetreuung

Mittwoch 13.00–15.30 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung
Telefon: 0711 6489-2211/-2224

Unfallchirurgische Ambulanz

Telefon: 0711 6489-2211

Räumliche Ausstattung

Klimatisierte Spezialeinheiten

Jeder der drei Räume mit je einem sterilen Spezialbett kann entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Brandverletzten bis maximal 35 Grad Celsius Raumtemperatur beheizt werden. Auch die Luftfeuchtigkeit im Raum lässt sich individuell einstellen. Jeder Brandverletzte wird von einer Pflegefachkraft betreut. Um die Gefahr von Wundinfektionen zu vermeiden, finden alle Handgriffe am Patienten unter sterilen Bedingungen statt. Mundschutz und Haube sind Pflicht. Neben der intensiven Überwachung aller Vitalfunktionen erfordert vor allem die psychische Situation der Patienten große Aufmerksamkeit.

Verbrennungsbad

In diesem Raum findet unter Narkose die Aufnahme der akut Verletzten statt. Dazu gehört eine Ganzkörperrasur und das reinigende Bad in einer Desinfektionslösung. Dabei werden das Ausmaß und die Tiefe der Verletzungen festgestellt. Ab einem Verlust von 10 bis 15 Prozent der Körperoberfläche werden die Verletzten in die sterilen Spezialbetten aufgenommen.

Verbrennungs-Operationssaal

Dieser OP-Saal ist wie die Spezialeinheiten klimatisiert. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, und die Raumtemperatur kann je nach Bedarf auf bis zu 35 Grad Celsius erhöht werden. Die Arbeit unter den fast tropischen Bedingungen stellt für das Operationsteam eine große Belastung dar. Um beispielsweise großflächige Verbrennungen zu versorgen, wird zwischen vier und sechs Stunden lang operiert.

Nachbehandlung

Auf Station

Bereits während des stationären Aufenthalts wird damit begonnen, die Brandverletzten möglichst früh und umfassend zu mobilisieren. Diese Aufgabe übernehmen speziell ausgebildete Physiotherapeuten, die täglich auf Station kommen und mit den Patienten krankengymnastische Übungen durchführen. Auch eine ergotherapeutische Behandlung ist möglich.

Nach der Akutphase

An den Klinikaufenthalt schließt sich eine Rehabilitation in einer Einrichtung an, die auf Schwerbrandverletzungen spezialisiert ist. Für die ambulante Nachbetreuung der Patienten wurde im Marienhospital eine Spezialsprechstunde eingerichtet. Sie findet mittwochs von 13.00–15.30 Uhr in der unfallchirurgischen Ambulanz statt. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich.

Bereitstellen von Hilfsmitteln

Um das Abheilen der Wunden sowie die Narbenbildung günstig zu beeinflussen und um Korrekturoperationen möglichst zu vermeiden, benötigen Brandverletzte oft speziell angefertigte Hilfsmittel. Aus diesem Grund kommt jeden Mittwoch eine Orthopädiemechanikerin in die Spezialsprechstunde. Vor Ort passt sie den Patienten zum Beispiel eine Silikonmaske für das Gesicht oder eine Kompressionsmanschette für den Arm an.

Gesprächsrunde für Brandverletzte

2006 wurde im Marienhospital eine Gesprächsrunde für Brandverletzte eingerichtet. Sie steht neben den Betroffenen selbst auch Angehörigen und allen Interessierten offen; Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten können ebenfalls daran teilnehmen.
    „Viele Brandverletzte leiden nach ihrem Unfall noch lange Zeit unter den körperlichen Entstellungen und empfinden ihre Brandnarben oft als Stigma“, berichtet Eva Aumann, Vorstandsmitglied bei Cicatrix (Gemeinschaft für Menschen mit Verbrennungen und Narben) und Mitinitiatorin der Gesprächsrunde. Sie ist selber Verbrennungsopfer und kennt die seelischen Belastungen aus eigener Erfahrung. „Im schlimmsten Fall“, so Aumann, „ziehen sich die Betroffenen völlig zurück und meiden jeglichen Kontakt mit der Außenwelt.“
    Die Gesprächsrunde im Marienhospital soll deshalb den Brandverletzten Unterstützung und Hilfestellung bieten. Erfahrungen können dort ausgetauscht werden, darüber hinaus sind auch Beiträge aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Pflege vorgesehen.

Ihre Ansprechpartnerin:
Für weitere Fragen können Sie sich gerne an Eva Aumann wenden unter
Telefon: 0711 338362 oder per E-Mail an aumann@cicatrix.de

Termine 2013:

  • 12. Oktober

Veranstaltungsdaten:

Kontakt

Zentrum für Schwerbrandverletzte

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Sekretariat
Telefon: 0711 6489-2203
Telefax: 0711 6489-2227
unfallchirurgie@vinzenz.de

Information

Fortbildung: Präklinische und akute Versorgung von Verbrennungen

Am Dienstag, 15.11.2016 findet die Fortbildung „Präklinische und akute Versorgung von Verbrennungen“ statt. Alle Informationen rund um die Veranstaltung können Sie hier einsehen (PDF-Datei, 268 KB).

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