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Leistungsspektrum

Klinische Kompetenzen

  • Behandlung von Tumoren aller Tumorstadien im Kopf-Hals-Bereich
  • Behandlung aller Formen von Tumorabsiedlungen (Metastasen)
  • Beurteilung von Schleimhautveränderungen im Mund- und Rachenbereich
  • endoskopische Untersuchung von Kehlkopf und Rachen
  • Durchführung laserchirurgischer Resektionen
  • interdisziplinäre plastische Wiederherstellungschirurgie
  • mikrochirurgische Techniken zur Wiederherstellung von Knochen- und Weichteildefekten
  • Operationen zur Verbesserung der Stimmfunktion nach Operationen/Bestrahlung im Bereich des Kehlkopfs
  • hochpräzise Bestrahlungstherapie
  • örtlich begrenzte Bestrahlungsverfahren
  • alle modernen Verfahren der bildgebenden radiologischen Diagnostik
  • alle modernen nuklearmedizinischen bildgebenden Verfahren
  • implantatgestützte zahnmedizinische Wiederherstellung der Kaufunktion
  • alle zahnmedizinischen Behandlungen, die mit der Tumortherapie im Kopf-Hals Bereich verbunden sind
  • interdisziplinäre Tumornachsorge 

Früherkennung

Tumoren im Kopf-Hals-Bereich lassen sich prinzipiell bereits zu einem frühen Zeitpunkt vom Betroffenen selbst erkennen. Trotzdem suchen viele Patienten erst in einem sehr späten Krankheitsstadium ihren Arzt wegen einer Veränderung im Kopf-Hals-Bereich auf.
    Typisch zum Beispiel für einen Mundhöhlentumor ist, dass sich in der Mundhöhle eine wunde Stelle bildet, die länger als zwei Wochen besteht. Eine solche chronisch wunde Stelle – in der Fachsprache Ulcus genannt – wird häufig bei Prothesenträgern als Druckstelle verkannt, sodass wertvolle Zeit verloren geht. Weitere frühe Erkennungsmerkmale sind leicht blutende Wunden im Bereich der Zunge oder des Mundes, Schluckbeschwerden, hartnäckige Heiserkeit, länger andauernde Halsschmerzen, Fremdkörpergefühl im Rachen oder Hals, einseitig verstopfte Nase, Atemnot oder länger bestehender Mundgeruch.

Diagnostik

Besteht der Verdacht auf eine Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich, befragt Sie der behandelnde Arzt zunächst in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch zu Ihrer Krankengeschichte („Anamnese“). Danach werden Sie eingehend klinisch untersucht, das heißt, die verdächtige Stelle wird näher in Augenschein genommen. Der Arzt ertastet beispielsweise bei Veränderungen in der Mundhöhle das umgebende Gewebe mit den Fingern, um die Beweglichkeit des Tumors und der umgebenden Strukturen zu beurteilen. Anschließend sucht er den Hals nach eventuellen Tochtergeschwülsten im Bereich der Halslymphknoten ab. Ergänzend werden eventuell noch endoskopische Untersuchungen sowie eine Ultraschalluntersuchung des Halses vorgenommen.
    Hat sich nach dieser Basisdiagnostik der Verdacht auf eine Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich erhärtet, sind weiterführende Untersuchungen notwendig.

Dazu gehören unter anderem:
  • eine Spiegelung von Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luft- und Speiseröhre mit Entnahme einer Gewebeprobe aus dem verdächtigen Befund zur feingeweblichen Untersuchung (in Vollnarkose);
  • eine Computertomografie mit Kontrastmittel, um festzustellen, wie sich der Tumor lokal ausgebreitet hat;
  • gegebenenfalls eine Kernspintomografie (MRT).

Um auszuschließen, dass der Tumor bereits gestreut hat, sind außerdem eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und eine Sonografie der Bauchorgane vonnöten.

Therapeutische Maßnahmen

Ziel ist es, die Tumoren im Kopf-Hals-Bereich unter möglichst weitgehendem Erhalt der Funktionalität zu entfernen und die Defekte wiederherzustellen. Für die operative Behandlung stehen chirurgisch alle modernen Verfahren einschließlich mikrochirurgischer Techniken und laserchirurgischer Resektionen zur Verfügung. Handelt es sich um ausgedehnte Tumoren, werden alle gängigen – in bestimmten Fällen auch komplexe – plastische Rekonstruktionsverfahren angewandt. Knöcherne Defekte im Unterkiefer werden in der Regel durch eine Knochentransplantation wiederhergestellt, um Form und der Funktion des Unterkiefers nach dem Entfernen des Tumors zu erhalten.
    Strahlentherapeutisch–onkologisch werden vor allem im Kehlkopfbereich organerhaltende Therapiekonzepte angeboten. So können in unserem Zentrum hochmoderne Bestrahlungsbehandlungen (intensitätsmodulierte Radiotherapie) oft in Kombination mit einer begleitenden Chemotherapie oder Immuntherapie durchgeführt werden.
    Jeder Patient wird nach einem individuellen Behandlungsplan bestmöglich betreut. Damit dies gewährleistet werden kann, steht zu jedem Zeitpunkt der Therapie und Nachsorge neben dem ärztlichen Team ein Stab von Mitarbeitern aus Sprachtherapeuten, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten, Schmerztherapeuten, Seelsorgern, Psychologen und Sozialarbeitern zur Verfügung.

Nachsorge

Je nach Tumorart, -größe und -lokalisation kommen die Patienten in bestimmten Zeitabständen zur Nachsorge. Letztere ist deshalb wichtig, weil sich so eventuell wiederkehrende Tumoren rechtzeitig erkennen lassen. Aufgrund des erhöhten Risikos der Betroffenen kann außerdem überprüft werden, ob sich neue Geschwulste an anderer Stelle gebildet haben. Schließlich lassen sich auch mögliche Begleit- oder Folgeerkrankungen feststellen und entsprechend behandeln.

Information

Qualitätszertifizierung

Seit 2013 ist das Kopf-Hals-Tumorzentrum Stuttgart am Marienhospital erfolgreich zertifiziert. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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