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Ehrenamtliche Dienste

Wenn Sie im Marienhospital gerne ehrenamtlich tätig werden möchten, Freude am Umgang mit Menschen haben und sich verpflichten können, regelmäßig zu helfen, heißen wir Sie jederzeit herzlich willkommen!

Weiße statt grüne Kleidung

Bereits in den 80er-Jahren erkannte die Pflegeleitung im Marienhospital, dass dringend ehrenamtliche Helfer benötigt wurden, um hauptamtliche Mitarbeiter etwa von der Begleitung der Kranken zu notwendigen Untersuchungen zu entlasten. So fand sich 1984 – durch Mundpropaganda und Kontakte zu Kirchengemeinden – rasch ein Team von Frauen, das den sogenannten Patientenbegleitdienst übernahm.

Ehrenamtliche Dienste: vom Patientenbegleitdienst bis zur Sitzwache

Patientenbegleitdienst im Marienhospital Stuttgart
Besuchsdienst im Marienhospital Stuttgart
Sitzwache im Marienhospital Stuttgart

Zu dieser Zeit gab es allerdings in anderen Krankenhäusern schon ehrenamtliche Helfer. Wegen ihrer Kleidung und da es sich in der Regel um Frauen handelte, waren sie unter dem Namen „grüne Damen“ bekannt. Sie leisteten jedoch den Patienten vorwiegend Gesellschaft. Mit dem Patientenbegleitdienst hingegen wurde das Aufgabengebiet der Ehrenamtlichen stark erweitert. Folglich tragen die Betreffenden auch keine grüne, sondern weiße Kleidung.
    Später kamen als Aufgabenfelder noch der Besuchsdienst (1998) und die Tätigkeit als Sitzwache (1992) hinzu. Heute arbeiten rund 130 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Marienhospital.

Ansprechpartnerinnen

Schwester Herlinde Specht, zuständig für Ehrenamtliche Helfer

Schwester Herlinde Specht
Koordination und Betreuung
der ehrenamtlichen Helfer
Sozialpädagogin
Telefon: 0711 6489-2902

Schwester Hildegard Spieß, zuständig für den ehrenamtlichen Dienst der Sitzwachen

Schwester Hildegard Spieß
Koordination und Betreuung der Sitzwachen
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Telefon: 0711 6489-2904
schwesterhildegard@vinzenz.de

Patientenbegleitdienst

Tätigkeiten

Auf Anforderung durch das Pflegepersonal holen die ehrenamtlichen Helfer die Patienten in ihren Zimmern auf Station ab. Sie begleiten diese dann – in der Regel in einem Sitzwagen – zu den Untersuchungs- bzw. Behandlungsräumen oder bringen sie von dort in ihre Zimmer zurück. Außerdem helfen sie neu ankommenden Patienten und Besuchern, sich zu orientieren. Da die Patienten mitunter sehr hilfsbedürftig sind, kommen vor allem rüstige Damen und Herren als Begleiter in Betracht.

Zeit für Gespräche

Da das Marienhospital ein Krankenhaus der „weiten Wege“ ist, bietet sich oft Gelegenheit zu Gesprächen, die für die Patienten hilfreich sein können. So werden beispielsweise Ängste geäußert vor einer eventuellen Krebsdiagnose oder Sorgen darüber, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt weitergeht. Ohne Zeitdruck können die ehrenamtlichen Helfer zuhören, hier und da Ratschläge geben oder versuchen zu trösten.

Gruppengröße

Der Patientenbegleitdienst hat insgesamt 80 Mitglieder. Er gliedert sich in Gruppen zu je acht Ehrenamtlichen. Grundsätzlich übernehmen die Helferinnen und Helfer Begleit- und Hilfsdienste, jedoch keine pflegerischen Arbeiten.

Arbeitszeiten

Die meisten Patientenbegleiter verrichten ihren Dienst einmal in der Woche an einem fest vereinbarten Werktag, und zwar entweder von 8–12 Uhr oder von 12–16 Uhr. Das heißt, von Montag bis Freitag sind immer zwei Gruppen des Patientenbegleitdienstes tätig.

Schulung

Angehende Patientenbegleiter werden auf ihre Aufgaben vorbereitet und können bei mehrmaligen Treffen während des Jahres ihre Erfahrungen austauschen. Sie unterliegen der Schweigepflicht.

Besuchsdienst

Einsatzstelle

Die Helferinnen und Helfer des Besuchsdienstes sind bestimmten Stationen zugeteilt. Durch menschliche Nähe, Zuwendung und Aufmerksamkeit leisten sie einen Beitrag zum Gesundwerden der Patienten. Der Dienst erfordert in besonderer Weise Freude am Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen und die Fähigkeit, sich einzufühlen.

Aufgaben

Sich dem Patienten widmen
  • zuhören und Gespräche führen
  • vorlesen und spielen
  • Bücherdienst
  • Briefe schreiben
Behilflich sein
  • beim Ausfüllen von Formularen
  • beim Einkaufen im hauseigenen Kiosk
  • beim Essen
  • beim Aufladen der Telefonkarten am Kartenautomat
Besorgungen außerhalb des Hauses erledigen
  • Wäsche besorgen
  • zum Friseur begleiten
Rundgänge mit dem Patienten machen
  • inner- und außerhalb des Hauses
  • Kapelle, Eingangsebene, Flur, Patientengarten
  • ins Besuchercafé begleiten

Gruppengröße

Der Besuchsdienst hat insgesamt 25 Mitglieder und setzt sich aus Damen und Herren zusammen, die im Anschluss an die Berufsphase eine sinnvolle Betätigung suchten.

Arbeitszeiten

Die Besuchsdienstler kommen ein- bis zweimal wöchentlich für einige Stunden ins Marienhospital, entweder vor- oder nachmittags. Die Station, die sie besuchen, wird vorab festgelegt.

Schulung

Angehende Mitarbeiter des Besuchsdienstes werden intensiv auf ihreTätigkeit vorbereitet. Die bestehende Gruppe trifft sich alle fünf bis sechs Wochen zum Erfahrungsaustausch.

Sitzwachendienst

Einsatzstelle

Die Sitzwachen werden auf Wunsch eines Patienten und des Pflegepersonals sowie auf ärztlichen Rat eingesetzt. Sie begleiten schwer kranke oder sterbende Patienten und geben ihnen eine besondere Form der Zuwendung. Der Dienst verlangt großes Einfühlungsvermögen und Verständnis, um dem Patienten in schweren Stunden beizustehen und auf seine Bedürfnisse und Wünsche einzugehen.
    Der Einsatz der Sitzwachen wird auch mit den Angehörigen abgesprochen. Nicht selten ermutigt das Engagement der ehrenamtlichen Helfer die Nahestehenden dazu, sich selbst an den Wachdiensten zu beteiligen. Dann werden die Sitzwachen der Ehrenamtlichen mit denen der Angehörigen koordiniert.
    In Stuttgart war das Marienhospital 1992 das erste Krankenhaus, das eine Sitzwachengruppe einrichtete.

Aufgaben

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wachen nachts – in seltenen Fällen auch tagsüber – am Bett des Patienten, verrichten kleine Handreichungen, lesen auf Wunsch vor oder lassen einfach durch ihre stille Anwesenheit den Kranken spüren, dass er nicht allein ist.

Gruppengröße

Der Sitzwachendienst hat bislang 30 Mitglieder.

Arbeitszeiten

Die Sitzwachen können täglich bis 16 Uhr angefordert werden. Der Einsatz erfolgt in zwei Schichten, von 21.00–1.00 Uhr und von 1.00–5.00 Uhr. Wie häufig die Ehrenamtlichen eingesetzt werden, können sie selbst bestimmen. Feste Regeln, nach denen sie ihren Dienst ausführen, gibt es nicht.

Schulung

Die Sitzwachen sind in ihrem Dienst nicht allein gelassen. Nach einer intensiven Vorbereitung finden regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch statt. Die Leitlinien des Hauses dienen dabei als wichtige Orientierungshilfe und Impulsgeber.

Spezielle ehrenamtliche Dienste

Neben den drei großen Diensten – Patienten-, Besuchs- und Sitzwachendienst – gibt es im Marienhospital einige Ehrenamtliche, die in anderen Bereichen tätig sind:

  • ein Buchhändler kümmert sich um die Lektüre im Haus;
  • eine Dame absolvierte eine Ausbildung zur Schwesternhelferin und ist nun zwei Vormittage in der Woche auf Stationen der Inneren Medizin tätig;
  • eine Dame ließ sich zum Klinikclown ausbilden und besucht nun kleine und große Patienten auf den Stationen.

Warum ehrenamtlicher Helfer werden?

Die häufigsten Gründe dafür sind:
  • man ist einbezogen in eine Gemeinschaft und kann etwas Sinnvolles tun;
  • man war früher selbst Patient und hat in dieser Zeit die Zuwendungen der Ehrenamtlichen als sehr wohltuend empfunden;
  • die Pflegekräfte wissen die Tätigkeit der Helferinnen und Helfer zu schätzen, und man empfindet daher die eigene Arbeit als Bereicherung.

Die Ehrenamtlichen kommen nicht nur aus den umliegenden Gemeinden, sondern nehmen zum Teil weite Anfahrten in Kauf.

Vorbereitung, Nachbereitung und Vertiefung

Alle ehrenamtlichen Helfer werden auf ihren jeweiligen Dienst intensiv vorbereitet und machen sich zunächst mit dessen Inhalten vertraut. Bereits erfahrene Helfer stehen ihnen in der ersten Phase zur Seite, bis eine gewisse Sicherheit im Umgang mit den Patienten erlangt wurde.

Regelmäßige Treffen dienen der Begegnung, dem Erfahrungsaustausch und Gesprächen. In der Sitzwachengruppe finden regelmäßige Fallbesprechungen statt. Anregungen werden bedacht und – wo es sinnvoll erscheint – umgesetzt. Experten aus dem Haus oder von extern halten Vorträge, beispielsweise zu bestimmten Krankheitsbildern, und vermitteln so wichtiges Hintergrundwissen.

Kontakt

Ehrenamtliche Dienste

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Telefon: 0711 6489-2902
oder
Telefon: 0711 6489-0 (Zentrale)

Information

Faltblatt: Ehrenamtliche Dienste im Marienhospital

Alle wichtigen Informationen rund um die ehrenamtlichen Dienste erhalten Sie hier auf einen Blick (PDF-Datei, 322 KB)

Faltblatt lesen >
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