Familiengesundheitspflege – Family Health Nurse
Ansprechpartner
Thomas Gentner
Pflegepädagoge (B.A.)
Telefon: 0711 6489-2856
thomasgentner@vinzenz.de
Susanne Lutz
Dipl.-Pflegewirtin (FH)
Telefon: 0711 6489-3359
susannelutz@vinzenz.de
Die Familiengesundheitspflege ist eine berufsbegleitende Weiterbildung. Kompetente Beratung, Unterstützung und Begleitung durch Pflegende spielt in der Gesundheitsförderung und -prävention eine zunehmend wichtige Rolle. Im neuen Berufsfeld Familiengesundheitspflege suchen beruflich Pflegende und Hebammen Familien auf, die vor allem sozial benachteiligt sind, außerdem chronisch kranke Menschen, pflegebedürftige und ältere Personen sowie Migrantenfamilien in ihrem häuslichen und sozialen Umfeld.
Schwerpunkte
Das Konzept der Familiengesundheitspflege sieht den präventiven Kontakt, die Begleitung, Beratung, Unterstützung und Befähigung von Familien durch Pflegende und Hebammen vor. Familiengesundheitspflege wirkt gemeindenah in den Bereichen der Prävention und Gesundheitsförderung. Dabei ist vor allem der familiensystemische Ansatz wichtig, der den Blick auf Ressourcen und Problemfelder im sozialen Gefüge erschließen soll.
Die Weiterbildung bereitet Pflegende und Hebammen auf dieses verantwortungsvolle Handlungsfeld vor. Entsprechend erwerben die Teilnehmerinnen innerhalb der zweijährigen Weiterbildung Kompetenzen, um Familien im eigenverantwortlichen gesundheitsfördernden Handeln zu unterstützen.
Konzept
Die berufsbegleitende Weiterbildung mit einer Dauer von zwei Jahren basiert auf dem WHO-Curriculum „Family Health Nurse“. Die Familiengesundheitspflegerin oder -hebamme wird in ihrem späteren Handlungsfeld selbstständig und mit vielen Interaktionspartnern arbeiten.
Für die Weiterbildung bedeutet dies, dass die Selbstständigkeit der Teilnehmenden von Anfang an gestärkt wird und somit außer der Fachkompetenz Schlüsselqualifikationen der Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz gefördert werden. Die Begleitung von mehreren Familien zieht sich durch die gesamte Weiterbildung und ist Basis der Theorie-Praxis-Verknüpfung.
Kursleitung
Elisabeth Girard-Hecht
M.A. im Bereich Gesundheitsförderung und -management in Europa
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
Umfang, Inhalte und Teilnahmegebühr
Die Weiterbildung besteht aus 720 Stunden berufsbegleitendem Unterricht in Form von Präsenzphasen, ergänzt durch 720 Stunden Selbststudium (einschließlich Facharbeiten, Prüfungsvorbereitung und Praxisaufgaben). Darüber hinaus sind zwei Pflichtpraktika zu absolvieren.
Inhalte in Modulform
Die theoretischen Inhalte der Weiterbildung werden in Modulform angeboten. Ein einzelnes Modul ist aus mehreren thematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen zusammengesetzt und in sich abgeschlossen.
Die Weiterbildung setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:
- Einführung
- Public Health
- Arbeit mit Familien
- Gesundheitsförderung und Gesundheitsberatung in der Familie
- Entscheidungsfindung und Problemlösung
- Informationsmanagement und Forschung
- Case-Management
- multidisziplinäres Arbeiten und Abschlusskolloquium
Die Module können nach Absprache einzeln gebucht werden. Preise auf Anfrage. Jedes Modul schließt mit einer Prüfungsleistung ab. Am Ende der Weiterbildung ist zudem eine Facharbeit anzufertigen.
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr für die Weiterbildung beträgt:
- DBfK-Mitglieder: 4500,- Euro (Frühbucher 4360,- Euro)
- Nichtmitglieder: 4900,- Euro (Frühbucher 4600,- Euro)
Ein Frühbucherrabatt wird bis acht Wochen vor der Veranstaltung gewährt. Bei Gruppenanmeldungen ab drei Personen werden fünf Prozent Rabatt gewährt. In der Teilnahmegebühr sind außerdem Seminarunterlagen, Betreuung durch die Lehrgangsleitung, Prüfungsgebühren, Begrüßungs- und Abschlusscatering enthalten.
Voraussetzungen
Um zur Weiterbildung zugelassen zu werden, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Sie haben einen Berufsabschluss als Pflegefachkraft oder Hebamme;
- Sie haben mindestens zwei Jahre Berufserfahrung;
- Sie üben während der Weiterbildung eine mindestens 50-prozentige Berufstätigkeit in einem Praxisfeld aus, das den Zugang zum Handlungsfeld der Familiengesundheitspflege eröffnet.
Bereits erworbene Kompetenzen können angerechnet werden. Für weitere Informationen stehen Ihnen die Ansprechpartner für die Weiterbildung, Susanne Lutz und Helmut Ruffner, gerne zur Verfügung.


