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Leistungsspektrum

Folgende Störungsbilder sind Schwerpunkte der logopädischen Arbeit, die Diagnostik, Einzeltherapie und Beratung, ambulante und/oder stationäre Betreuung umfasst:

Logopädische Therapie: Teil der medizinischen Grundversorgung (14 Bilder)

Ambulante Weiterbehandlung: Nach der kompletten Kehlkopfentfernung übt die Patientin (rechts) im freien Dialog ihre Speiseröhren-Ersatzstimme mithilfe einer trachealen Sprechventil- und Stimmprothese.
Der hochgradig schwerhörige Patient erhielt eine Innenohrprothese (Cochlear-Implant). Im Hörtraining am PC lernt er, aus einer von der Logopädin vorgegebenen Wortauswahl das Zielwort herauszuhören und am Bildschirm anzuklicken.
Bei dem Patienten musste der Kehlkopf operativ vollständig entfernt werden. Frühstmöglich kommt die Logopädin auf Station, um mit ihm die Ersatzstimmbildung über ein sogenanntes Shunt-Ventil zu trainieren.
Im nächsten Übungsschritt lernt der Patient, mithilfe der Stimmprothese selbstständig einen Speiseröhrenton zu bilden.
Sprechventilklappe im Detail: Zusammen mit der Stimmprothese ermöglicht sie das fingerfreie Sprechen (mit Speiseröhren-Ersatzstimme) nach kompletter Kehlkopfentfernung.
Patient mit Cochlea-Implantat: Den Mund hinter einem Stoffring verborgen gibt die Therapeutin ein Wort vor. Aus einer Wortauswahl soll der Patient das gesprochene Zielwort heraushören.
Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen werden ambulant behandelt. So wie dieser Junge, dessen Hörverarbeitung und Sprachentwicklung gestört ist. Spielerisch trainiert er seine Hör-Merk-Spanne mit der Logopädin.
Bei einer anderen Übung gibt die Logopädin Wortreihen vor. Der Junge muss sich die Reihenfolge merken und das entsprechende Puzzleteil greifen. Richtig gelegt ergeben die Puzzleteile dann auf der Rückseite ein Bildmotiv (hier einen Tiger).
Bei dem kleinen Mädchen ist die Sprachentwicklung verzögert; es spricht verschiedene Laute falsch aus. Im freien Spiel mit Tierfiguren wird die korrekte Lautbildung auf Wortebene geübt.
Bei einer weiteren Übung lernt das Kind, die betreffenden Laute korrekt zu identifizieren bzw. zu hören und richtig auszusprechen.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Kieferfehlstellung (Fehlbiss) können in der logopädischen Ambulanz behandelt werden. Die junge Frau (rechts) übt hier die korrekte „sch“-Lautbildung auf Wortebene.
Gezielte Übungen zur Zungenkräftigung und -koordination helfen der Patientin außerdem, korrekt zu schlucken und fehlerfrei zu artikulieren.

Schluckstörungen (Dysphagien)

  • bei strukturellen Veränderungen im Mund-, Kiefer-, Rachen- und/oder Kehlkopfbereich (z. B. nach tumorchirurgischen Eingriffen an Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen, Rachen und/oder Kehlkopf), ggf. mit Trachealkanülen-Management
  • aufgrund neurologischer Erkrankungen (z. B. nach Schlaganfall, bei neuro-degenerativen Erkrankungen wie ALS)
  • bei myofunktionellen Störungen (z. B. bei Fehlbiss, vor/nach kieferchirurgischen Operationen)
  • aufgrund psychogener Erkrankungen
Es besteht die Möglichkeit der
  • interdisziplinären Schluckdiagnostik und Beratung mit instrumenteller Differentialdiagnostik per Videoendoskopie in der Phoniatrie
  • sowie bildgebenden Schluckdiagnostik mit Röntgenkinematografie in der Radiologie

Sprachreha und Hörtraining nach Cochlea-Implantat-Versorgung

  • Hörtraining und Sprachtherapie nach operativer Versorgung mit einem Cochlea-Implantat bei hochgradigem Hörverlust oder Taubheit

Stimmstörungen (Dysphonien)

  • funktionelle Dysphonien (z. B. aufgrund von Fehl- oder Überbelastung der Stimme)
  • organisch bedingte Dysphonien (z. B. Stimmlippenlähmungen, Zustand nach Kehlkopfoperationen)
  • psychogene Dysphonien bzw. Aphonien (Stimmverlust)
  • Mutationsstimmstörungen (z. B. bei unvollständigem Stimmbruch)
  • Ersatzstimmrehabilitation nach Laryngektomie (Kehlkopfentfernung)

Sprachstörungen im Erwachsenenalter

  • Aphasien (hirnorganisch bedingte Sprachstörungen, z. B. nach Schlaganfall)
  • kognitive Dysphasien (hirnorganisch bedingter Sprachzerfall, z. B. bei Demenz)

Sprechstörungen im Erwachsenenalter

  • Dysarthrien (neurologisch bedingte Sprechstörungen)
  • Dysarthrophonien (neurologisch bedingte Sprech-, Stimm- und/oder Atemkoordinationsstörungen, z. B. bei Morbus Parkinson)
  • Therapieangebot nach LSVT (Lee Silverman Voice Treatment)
  • Sprechapraxien (Störungen des Sprechablaufs)
  • Stottern, Poltern
  • organisch oder strukturell bedingte Sprechstörungen (z. B. nach Operationen im Mundraum, Zunge und /oder Gaumen, nach kieferchirurgischen Eingriffen)

Sprach- und Sprechstörungen im Kindesalter

  • Sprachentwicklungsverzögerungen
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Dysgrammatismus (Störungen der grammatischen Struktur)
  • Dyslalien (Aussprachestörungen)
  • Stottern, Poltern
  • myofunktionelle Störungen (z. B. bei Fehlbiss)

Prävention und Beratung

  • Stimmhygiene im Alltag
  • personale Stimmberatung, z. B. für Menschen in Sprechberufen
  • Sprachentwicklung des Kindes
  • Tipps für Eltern zur Sprachförderung

Vertiefte Information

Sprachrehabilitation und Hörtraining nach Cochlea-Implant-Versorgung im Detail

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Schluckstörungen (Dysphagien) im Detail

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