Home > Fachbereiche > Strahlentherapie > Ausstattung
  Schrift     Kontrast   Drucken   Schließen  

Ausstattung

Geräte für die Bestrahlungsplanung

  • Computertomograf:
    Die für die Bestrahlung notwendige Planung wird anhand von Schichtaufnahmen aus dem Computertomografen durchgeführt. Bei dem bildgebenden Verfahren werden die lokalen Absorptionswerte der Röntgenstrahlen erfasst und computergestützt zu einem Bild rekonstruiert.
  • Dreidimensionales Therapieplanungssystem:
    Anhand von zwei- und dreimensionalen Darstellungen – unter Verwendung von Computer- und Magnetresonanztomogrammen – sowie vorgenommener dosimetrischer Berechnungen lässt sich für jeden Patienten die individuelle Bestrahlungstechnik erstellen und optimieren. Dabei können vorhergehende Untersuchungen mit aktuellen Aufnahmen verglichen und die zu behandelnde Tumorregion präzise erfasst werden. Gleichzeitig lassen sich nahe gelegene gesunde Organe möglichst gut schonen.
  • Simulator:
    Vor der eigentlichen Bestrahlung werden im Simulator die Feldgrenzen genau festgelegt und überprüft. Der Simulator ist ein Röntgengerät mit geometrischen Freiheitsgraden, die denen vom Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger) entsprechen.

Geräte für die Bestrahlung

Für die Bestrahlung stehen folgende Geräte zur Verfügung:
  • zwei Linearbeschleuniger mit Portal-Imaging-System für Bestrahlungen von außen:
    Die Geräte verfügen über eine Elektronen-Energie von 4–15 MeV und eine Photonen-Energie von 6, 10 und 15 MV). Das Bestrahlungsgerät arbeitet nicht mit Radioaktivität, vielmehr werden in einer Hochvakuumröhre Elektronen auf eine sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigt. Diese Teilchen können dann direkt zur Behandlung oberflächlich gelegener Erkrankungen verwendet werden. Sie haben – je nach ihrer Energie – eine definierte Eindringtiefe, die zwischen zwei und etwa sechs Zentimetern liegt.
    Um auch sehr tief im Körper gelegene Tumoren zu erreichen, werden ultraharte Photonenteilchen eingesetzt. Sie lassen sich im Linearbeschleuniger aus den Elektronen erzeugen. Ein großer Vorteil bei der Bestrahlung mit Photonen ist, dass die verwendete Strahlendosis erst im Körperinneren ihr Maximum erreicht. Das heißt, die Hautoberfläche und die umliegenden Organe werden mit einem niedrigeren Prozentsatz der Strahlung durchlaufen und bleiben weitgehend intakt, während das tiefliegende Tumorgewebe zerstört wird.
  • ein 18 Kanal-Iridium-192-Brachytherapie-Gerät (Afterloading)
    für kleinräumige Bestrahlungen von innen:

    Im Gegensatz zur externen Bestrahlung wird beim Afterloading (engl. = Nachladeverfahren) eine Strahlenquelle kurzzeitig in den Körper eingebracht, sodass eine Bestrahlung in direktem Kontakt mit dem Tumor von innen erfolgt. Dazu wird zunächst unter Röntgenkontrolle ein so genannter Applikator, beispielsweise ein Katheter oder ein Endoskop, in die Tumorregion eingeführt. Anschließend wird die Strahlenquelle mit einem Führungsdraht computergesteuert genau positioniert.
    Das Verfahren ermöglicht somit eine gezielte Bestrahlung des Tumors bei sehr geringer Belastung des umliegenden gesunden Gewebes. Zum Einsatz kommt diese Behandlungstechnik beim Prostatakarzinom, bei gynäkologischen Tumoren, bei Lungen- und Speiseröhrentumoren sowie bei Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.

Information

Qualitätsnachweis für Bestrahlungsgeräte

Die Bestrahlungsgeräte im Marienhospital werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Qualität hin von der Landesärztekammer Baden-Württemberg überprüft.

Zeugnis lesen >
© Marienhospital Stuttgart 2017. Alle Rechte vorbehalten | Home | Suchen | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Sitemap