Leistungsspektrum
Die Klinik für Interventionelle und Diagnostische Radiologie ist schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen tätig:
Diagnostik
Sonografie und farbkodierte Duplexsonografie
Die Sonografie (Ultraschall) ist im Vorfeld und in Ergänzung zur Röntgendiagnostik fester Bestandteil der Diagnostik und der interventionellen Therapie. Modernste Technik – einschließlich farbcodierter Duplexsonografie – kommt für die Untersuchung aller Organbereiche zum Einsatz.
Magnetresonanztomografie (MRT)
Mit 3,0 Tesla verfügt der MRT des Marienhospitals über die höchste Feldstärke, die derzeit im klinischen Betrieb eingesetzt wird. Die Bilder, die das Gerät liefert, sind von überlegener Qualität. Um den Patienten ihren Aufenthalt im MRT möglichst angenehm zu gestalten, wurde im Untersuchungsraum eine spezielle Beleuchtungstechnik installiert. Schwerpunkte der MRT-Diagnostik sind neurologische Fragestellungen, Darstellung der Gefäße und des Herzens sowie der ableitenden Gallenwege, unfallchirurgische und orthopädische Fragestellungen, MR-Mammografie und onkologische Nachsorge inklusive Ganzkörperbildgebung. Bei letzterer handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren, bei dem der gesamte Körper von Kopf bis Fuß ohne Einsatz von Röntgenstrahlung untersucht wird. Angewandt wird diese Methode vor allem bei der Radiologie von Krebs und Gefäßerkrankungen sowie in der Vorsorge.
Computertomografie (CT)
Der im April 2009 neu erworbene 64-Zeilen-Spiralcomputertomograf (128 überlappende Schichten) liefert in
kürzester Zeit präzise Schnittbilder des menschlichen Körpers. Das Gerät kommt vor allem in der interdisziplinären Notaufnahme des Marienhospitals zum Einsatz. Des Weiteren wurde der bisherige 16-Zeilen-Spiral-CT durch ein Gerät der neuesten technischen Generation ersetzt. Er wird überwiegend für minimal-invasive Eingriffe der Tumor- und Schmerztherapie genutzt. Die erforderliche Strahlendosis an den modernen Geräten vermindert sich durch spezielle Dosisreduktionsprogramme um bis zu 70 Prozent.
Angiografie
Für interventionelle Gefäßeingriffe steht ein modernes Röntgendurchleuchtungsgerät (Flachdetektor 3D-Rotationsangiografie) in einem Angiografie-OP bereit. Es zeichnet sich neben der herausragenden Bildqualität durch ein vorbildliches Dosismanagement mit maximaler Röntgendosisersparnis für Arzt und Patient aus.
Mammografie
Die Röntgenkontrolle der weiblichen Brust (Mammografie) hat sich durch den hohen operativen Standard zu einem Untersuchungsschwerpunkt entwickelt. Mithilfe eines speziellen Verfahrens (digitale Mammo mit Liegendstereotaxie) können dabei zielgenau kleinste Proben aus auffälligen Regionen der Brustdrüse entnommen werden.
PET-Computertomografie (PET-CT)
Seit Februar 2009 steht in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum ein moderner PET-CT zur Verfügung (PET = Positronen-Emissions-Tomografie). Mit ihm können vor allem Tumoren optimal lokalisiert und dargestellt werden.
Interventionen/Therapie
Interventionelle Radiologie
Unter der Interventionellen Radiologie versteht man bildgestützte diagnostische oder therapeutische Maßnahmen, die oftmals eine Operation ersetzen. Zu den Routineverfahren dieses Fachbereichs zählen seit Jahren perkutane (perkutan = durch die Haut) Gefäßeingriffe bei Patienten mit Schaufensterkrankheit oder Tumorerkrankungen, perkutane Drainagen und Gewebeentnahmen sowie Verfahren der minimal-invasiven Schmerztherapie.
Therapeutische Maßnahmen
Zu den Maßnahmen, die im Marienhospital angeboten werden, gehören:
- Erweiterung und Verschluss von Blutgefäßen (u. a. Verschluss der Gebärmutter-Schlagader)
- perkutane Gewebeentnahme sonografisch, CT- und MRTgesteuert
- perkutane Ableitung und Wiederherstellung von Gallengängen
- perkutane Entfernung von Fremdkörpern
- regionale Tumortherapie
- TIPS-Anlage
- Unterbrechung der Nervenleitfähigkeit und Schmerztherapie
- Venenportimplantation