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Sonografisch gezielte Venenportimplantation

Bei Tumorpatienten sowie Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und schlechten peripheren Venen werden Chemotherapien, Blutwäsche und Blutentnahmen über venöse Dauerkatheter und Infusionsports durchgeführt. chirurgisch eingebracht. Seit mehreren Jahren ist es möglich, Verweilkatheter und Portsysteme interventionell radiologisch durch die Haut (perkutan) in örtlicher Betäubung zu platzieren.

Interventionelle Radiologie: Einsetzen eines Venenports

Venenportsystem (grafische Darstellung)

Ablauf der Implantation

Ein Portsystem besteht aus einer Injektionskammer meist aus Stahl, die mit einer spontan verschließbaren Silikonscheibe versehen ist. Über diese Silikonmembran sind etwa 2000 Einstiche mit speziell gefertigten Nadeln möglich.

  1. Nach sonografisch gesteuerter Punktion der Schulter-, Hals- oder Unterarmvene wird eine Gefäßschleuse eingelegt, über die der Portkatheter in die obere Hohlvene vorgeschoben wird.
  2. Daraufhin wird eine unter der Haut liegende Tasche in der Brustwand oder am Unterarm präpariert, in die der Port eingesetzt wird.
  3. Nach Tunnelung des bereits in die Vene eingelegten Portkatheters unter der Haut erfolgt der Anschluss an die Portkammer, das Vernähen der Hautnaht und der sterile Verband.

Das Portsystem kann sofort benutzt werden. Portsysteme bedürfen einer regelmäßigen Pflege, die aus einer mindestens 1x monatlichen Spülung besteht, um eine Verstopfung mit Blutgerinnseln zu vermeiden.

Mögliche Komplikationen

In seltenen Fälle können folgende Akut- und Langzeitkomplikationen auftreten:
  • Verletzung der Lunge
  • Blutung
  • Fehlplatzierung des Katheters
  • Infektionen
  • Bruch des Portkatheters
  • Verschluss des Portkatheters
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