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Verschluss der Gebärmutterschlagader

Ein Uterusmyom ist die häufigste gutartige Gebärmuttergeschwulst. In den letzten Jahren hat sich – ausgehend von Frankreich und den USA – auch in Deutschland ein Verfahren etabliert, um Patientinnen mit myombedingten Beschwerden wie Blutungen oder Schmerzen zu behandeln: der Verschluss der Gebärmutterschlagader, in der Fachsprache Uterusarterien-Embolisation (UAE) genannt. Nach dem derzeitigen Stand der Literatur kann es alternativ zur chirurgischen Therapie eingesetzt werden. In Deutschland wird das Verfahren derzeit nur von wenigen Kliniken angeboten.

Wann kann eine Uterusarterien-Embolisation vergenommen werden?

Wenn Frauen unter einem sogenannten symptomatischen Uterus myomatosus leiden. Die Gebärmutter ist dann aufgrund mehrerer Myomknoten vergrößert, was zu einem Druckgefühl im Unterleib, Blutungen, Kreuzbeschwerden und eventueller Unfruchtbarkeit führen kann.

Als Alternative zum operativen Vorgehen stellt der Verschluss der Gebärmutterschlagader auch eine Behandlungsmöglichkeit dar bei:
  • multiplen Myomen
  • großen Myomen
  • Patientinnen mit eingeschränkter Operabilität
  • Patientinnen mit mehrfachen Voroperationen im Bauchraum.
Wann soll eine Uterusarterien-Embolisation nicht durchgeführt werden?
  • wenn eine Schwangerschaft besteht
  • bei Infektion
  • im Falle eines bösartigen Tumors

Uterusarterien-Embolisation bei Patientinnen mit Kinderwunsch

Die Uterusarterien-Embolisation ist keine Methode im Rahmen der Kinderwunschbehandlung. Bevor bei einer Patientin mit nicht abgeschlossener Familienplanung allerdings eine operative Entfernung der Gebärmutter in Erwägung gezogen wird, sollte die Möglichkeit einer Uterusarterien-Embolisation geprüft werden.
    Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Konsensuspapier Gynäkologie/Radiologie zur Uterusarterien-Embolisation (siehe Infobox rechts).

Information

Uterusarterien-Embolisation zur Myombehandlung

Hier können Sie die Ergebnisse des 6. radiologisch-gynäkologischen Expertentreffens einsehen, das am 14. Januar 2017 in Berlin stattfand. In einem Konsen­suspapier werden Empfehlungen ausgesprochen, die den derzei­tigen Wissensstand widerspiegeln (PDF-Datei, 122 KB).

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