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Eingriffe durch die Haut (perkutan)

Perkutane Gewebeentnahme
Die Entnahme von Gewebeproben durch die Haut (perkutan) mithilfe einer Punktionsnadel zählt zu den häufigsten interventionell radiologischen Eingriffen. Für die Bildsteuerung werden die Sonografie, die Computertomografie und – in zunehmendem Maße – die Magnetresonanztomografie eingesetzt.
    Komplikationen sind selten und hängen vom Durchmesser der verwendeten Punktionsnadel ab. Die Ergebnisse der perkutanen bildgesteuerten Gewebeentnahme (Biopsie) sind vergleichbar mit den Untersuchungsergebnissen der offenen Zell- und Gewebegewinnung. Die Methode sollte deshalb vorgezogen werden.

Perkutane Ableitung von Gallengängen

Ist ein Gallengangsverschluss auf endoskopischem Weg nicht ausreichend abklär- und therapierbar, so bietet sich eine so genannte perkutane transhepatische Cholangiografie (PTC) und -drainage (PTCD) an. Ziel dieser Methode ist es, den Gallenfluss zu normalisieren.
    Unter dem Aspekt der präoperativen, postoperativen und palliativen Drainage kann bei aufgeweiteten Gallenwegen in fast allen Fällen eine durchleuchtungskontrollierte Gallenwegspunktion und -drainage vorgenommen werden.

Perkutane Entfernung von Fremdkörpern

Es gibt Fremdkörper, die auf interventionell radiologischem Weg entfernt werden müssen.

Dabei handelt es sich überwiegend um:
  • Teile von Kathetern;
  • fehlplatzierte Materialien, die verwendet wurden, um nicht stillbare Blutungen durch Gefäßverschluss zu stoppen (Embolisation).

Bei dem Verfahren wird ein Angiografiekatheter an den zu entfernenden  Fremdkörper herangeführt. Über den Katheter können Mikrofasszangen, lassoähnliche Drahtschlingen oder Metallkörbchen vorgeführt werden, mit denen sich dann der Fremdkörper aus dem Blutgefäßsystem beseitigen lässt. Die Methode ist in mehr als 80 Prozent der Fälle erfolgreich.

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