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Computertomografie

Im Frühjahr 2009 gingen in der Radiologischen Klinik des Marienhospitals zwei hochmoderne Computertomografen (CT) in Betrieb. Bei den Geräten handelt es sich um einen 64-Zeilen- und einen 16-Zeilen-CT.
    Je mehr Scanzeilen ein Computertomograf hat, desto kürzer ist die Untersuchungszeit für den Patienten. So benötigt der 64-Zeilen-CT beispielsweise für eine Aufnahme des Brustraums nur sieben Sekunden. Vor wenigen Jahren hätte eine solche Aufnahme noch mehrere Minuten beansprucht. Das Gerät wird vor allem zur radiologischen Untersuchung von Patienten genutzt, die als Notfall in das Marienhospital eingeliefert werden. Denn gerade bei Notfällen ist eine rasche Diagnose, wie sie der 64-Zeilen-CT ermöglicht, unerlässlich.

Computertomografische Untersuchung: mit dem 64-Zeilen-CT

Mithilfe des 64-Zeilen-Computertomografen, der in den Räumen der Interdisziplinären Notaufnahme steht, können in Sekundenschnelle hochauflösende Bilder erstellt werden

Während der 64-Zeilen-CT in den Räumen der Interdisziplinären Notaufnahme steht, verfügt die Radiologische Klinik über einen weiteren modernen Mehrschicht-Spiral-Computertomografen (Highspeed-16-Zeilen-CT). Dieses Gerät wird unter anderem in der Tumor- sowie in der Schmerztherapie eingesetzt. Die Geräte liefern hochauflösende Bilder aus dem Körperinneren, die allen Fachkliniken im Hause zugute kommen.

Computertomografische Aufnahmen: Blick auf die inneren Organe

3-dimensionale Darstellung der Bauchschlagader (Aorta) sowie der Becken- und Beingefäße in der Computertomografie. Im rechten Bein eines Patienten, der unter der Schaufensterkrankheit leidet, wurde eine Gefäßstütze in die Oberschenkelschlagader (Pfeile) eingesetzt. Das Gefäß war verengt und die Durchblutung gestört.
Aneurysma in der computertomografischen Aufnahme. Eine Gefäß- aussackung (Pfeil) einer Gehirnarterie (Arteria basilaris) wird hier drei- dimensional dargestellt.
Unterarm- und Handgefäße. In der Computertomografie lassen sich  Unterarm- und Handgefäße dreidimensional darstellen.
3-dimensionale Darstellung eines Fersenbeinbruchs in der Computertomografie
Beckenschaufelbruch und Hüftendoprothese in der Computertomografie. Bei dem betreffenden Patienten ist die rechte Beckenschaufel gebrochen (Pfeile); eine eingesetzte Hüftendoprothese (rot) wird dreidimensional dargestellt.
Kardio-Computertomogramm. Dreidimensionale Darstellung des Herzens in der Computertomografie
Dickdarm und Dickdarmpolyp. Darstellung eines Dickdarmpolypen (Pfeile links oben) in der virtuellen Koloskopie und 3-dimensionale Darstellung des Dickdarms in der Computertomografie (rechts)
Patient mit Lungentumor. Im linken Bild ist ein großer Tumor in der rechten Lunge (Pfeile) zu sehen; in der rechten Abbildung wird er mittels virtueller Bronchoskopie dargestellt.
Dental-Computertomografie für spezielle mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Fragestellungen. Das linke Bild zeigt eine Einzelschichtaufnahme, rechts werden die Bilddaten dreidimensional rekonstruiert.
Patient mit plötzlich aufgetretener Lähmung der rechten Körperhälfte. Ursache ist eine frische Durchblutungsstörung des Gehirns, nachgewiesen in der Computertomografie. Links: Blutgerinnsel in einer gehirnversorgenden Arterie (Pfeil); rechts: Mittels einer „Perfusionsstudie“ wird die Durchblutung des Gehirns gemessen. Die computertomografische Aufnahme zeigt einen großen Teil der linken Gehirnhälfte ohne ausreichende Blutversorgung (hell umrandeter Bezirk).
Computertomografische Aufnahme der Lunge: Sichtbare Lungenherde (blau umkreist) werden nach Größe ausgewertet.

Verfahrensprinzip einer CT-Untersuchung
Eine Röntgenröhre rotiert in einer Schnittebene um den Patienten, der auf einer Liege liegt, und sendet Strahlen durch seinen Körper. Je nach Art des Gewebes wird dabei die Strahlung unterschiedlich geschwächt bzw. absorbiert. Die durchgetretene Strahlung wird von Detektoren gemessen, die sich gegenüber der Röntgenröhre befinden. Es entstehen umfangreiche Daten, die per Computer zu einem kontrastreichen Bild aufbereitet werden.
    Bei früheren CT-Generationen rotierte die Röntgenröhre nur einmal um den Patienten. Bei den neuen CT-Geräten hingegen wird der Patient auf seiner Liege gleichförmig durch die CT-Öffnung gefahren, während das Gerät kontinuierlich rotiert und dabei durch viele nebeneinander liegende Detektoren Daten aufnimmt. Moderne Rekonstruktionstechniken erlauben die dreidimensionale Darstellung von Gefäßen, Knochen und Organen wie Herz, Leber und Niere. Auch Knochendichtebestimmungen, etwa bei einem Patienten mit Osteoporose, virtuelle Koloskopie und Bronchoskopie sind möglich. Außerdem können hoch auflösende Spezialuntersuchungen für die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (Dental-CT), die Kardiologie und die Neurologie durchgeführt werden.

Vorteil
Früher musste ein Patient manchmal 15 Minuten in der Röhre stillliegen, bis alle erforderlichen Untersuchungsdaten ermittelt waren. Die beiden neuen Tomografen bewältigen diesen Vorgang für den ganzen Körper bei deutlich besserer Bildqualität in weniger als 30 Sekunden.
    Der Arzt kann dann die CT-Bilder am Monitor in beliebige Richtungen drehen und so auch seitlich oder von unten auf die Organe blicken. Zudem sind virtuelle "Kamerafahrten" durch Blutgefäße, Bronchien, den Darm oder das Herz möglich.

Information

Anmeldung Computertomografie

Für ambulante Untersuchungen können Sie sich zu folgenden Zeiten anmelden:
Mo–Fr von 8.00 bis 16.00 Uhr
Telefon: 0711 6489-2634

Informationen im Bild

Anhand von Bildern können Sie sich hier weiter über radiologische Verfahren informieren:

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