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Ausstattung, Förderung und Finanzierung

Die Palliativstationen im Marienhospital befinden sich im Gebäude Sankt Luise (L5, L3) und verfügen jeweils über zehn Betten. Es gibt vorwiegend Einzelzimmer, die alle Zugang zu einem großen Balkon haben. Um den routinemäßigen Krankenhausbetrieb etwas aufzulockern und ergänzende Begegnungs- und Betreuungsmöglichkeiten zu bieten, wurde ein Wohnzimmer eingerichtet, in dem Angehörige auch übernachten können. Außerdem gibt es einen Aufenthaltsbereich im Flur.
    Darüber hinaus stehen zusätzliche Räume bereit, etwa für psychotherapeutische Gespräche und für die ehrenamtlichen Helfer. Ansonsten gehören selbstverständlich die üblichen Funktionsräume zu den Stationen.

Förderung und Finanzierung

1992 wurde die erste Palliativstation Baden-Württembergs am Marienhospital Stuttgart eröffnet. Im Rahmen eines Pilotprojektes – gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit – bestand der Auftrag, Tumorpatienten ohne Heilungschancen eine bessere Behandlung zukommen zu lassen. Mängel und Unzulänglichkeiten in der medizinischen Symptomkontrolle sowie fehlende psychosoziale Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen waren zunehmend als Problem erkannt worden. Mit einem Fördervolumen von 200.000 Euro wurden eine Arzt- und eine Psychologenstelle sowie zwei Pflegestellen finanziert. Die geförderten Stellen bildeten allerdings nur den Kern des Palliativteams; vor allem im Pflegebereich waren weitere Mitarbeiter vonnöten. Zusätzliche Gelder für Sachmittel zur Schmerztherapie wurden nicht zur Verfügung gestellt.
    Nach Ablauf des Förderprogramms im Jahr 1994 einigte sich das Marienhospital mit den Kostenträgern darauf, die zusätzlichen Stellen in die Regelfinanzierung zu übernehmen. Eine vollständige Finanzierung aller benötigten Kräfte sowie des erhöhten Sachmittelbedarfs – unter anderem für die Schmerztherapie – konnte nicht erreicht werden. Deshalb wurde im März 1994 ein Förderverein gegründet, der durch Mitgliedsbeiträge und Spenden die Arbeit der Station unterstützen soll. Mit diesen Spenden konnte dann anteilig zusätzliches Personal aus verschiedenen Berufsgruppen finanziert werden. Im August 2002 wurde im Haus eine zweite Palliativstation eröffnet. Insgesamt stehen 20 Palliativbetten zur Verfügung.
    Die Kostenerstattung durch die Krankenkassen hat sich wesentlich verbessert. Der Palliativförderverein finanziert jedoch weiterhin Leistungen, die von den Krankenkassen nicht getragen werden, aber für die Lebensqualität der Patienten von großer Bedeutung sind. Dazu gehören beispielsweise Kosten für zusätzliches Personal, besondere Therapieformen oder Sonderinvestitionen in die Infrastruktur bzw. Ausstattung der Stationen.

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