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Nuklearmedizinische Gelenktherapie (Radiosynoviorthese)

Die Radiosynoviorthese wird bei schmerzhaften Gelenkerkrankungen eingesetzt. Schwerpunkt ist vor allem der entzündliche Gelenkrheumatismus, in der Fachsprache chronische Polyarthritis genannt. Es handelt sich dabei um eine systemische, also den ganzen Körper betreffende Erkrankung, deren Ursache weitgehend unbekannt ist. Man nimmt heute an, dass Autoimmunprozesse eine wichtige Rolle spielen, also ein Geschehen, bei dem der Körper gegen eigene Körperbestandteile aggressiv mit einer Entzündung reagiert, weil er sie fälschlicherweise als Fremdsubstanzen erkennt. Dieser innere Kampf führt zu Schädigungen im ganzen Körper, insbesondere aber an den Gelenken, hier wiederum an der Gelenkschleimhaut.
    Ebenfalls häufig behandelt werden Patienten mit einer Kniegelenksarthrose. Die Schmerzen kommen durch mindestens zwei Komponenten zustande: den knöchernen Verschleiß (Arthrose), vorwiegend aber durch die Begleitentzündung (Arthritis). Darüber hinaus wird die nuklearmedizinische Gelenktherapie bei Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung (Psoriasis­arthritis), beim sogenannten „Reizknie“ sowie bei aktivierter Fingerpolyarthrose angewandt.

Voruntersuchungen

Sie wurden von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt in unsere Abteilung überwiesen, damit geprüft wird, ob bei Ihnen eine nuklearmedizinische Gelenkbehandlung (Radiosynoviorthese) sinnvoll ist. Hierfür ist in der Regel eine Gelenkszintigrafie erforderlich, die in Form der sogenannten Weichteilszintigrafie der Gelenke durchgeführt wird.
    Für die Planung der Radiosynoviorthese ist diese Diagnostik unverzichtbar. Denn damit können Gelenkentzündungen hochempfindlich nachgewiesen werden, oft sogar schon Monate vor Beginn spürbarer Beschwerden und röntgenologisch sichtbarer Veränderungen. Die Weichteilszintigrafie der Gelenke muss oft durch zusätzliche, spätere Aufnahmen ergänzt werden (Skelettszintigrafie).
    Des Weiteren wird häufig eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der/des betroffenen Gelenke(s) durchgeführt; ist das Knie erkrankt, erfolgt immer eine Sonografie. Damit lassen sich Gelenkergüsse und krankhafte Anschwellungen der Gelenkschleimhaut feststellen.

Ausführliche Besprechung

Als erstes machen Sie Ihre Angaben zum Krankheitsverlauf und schildern Ihre Beschwerden. Ideal ist es, wenn hierzu auch Röntgenbilder und frühere Krankheitsberichte – soweit Sie darüber verfügen – zur Einsicht vorliegen. Anschließend erörtern wir mit Ihnen die Befunde und sprechen die nuklearmedizinischen Therapiemöglichkeiten durch.

Behandlung im Detail: Eine Broschüre gibt Auskunft

Wenn Sie sich für nähere Einzelheiten hinsichtlich der Behandlungsmethode interessieren, so haben wir für Sie eine Broschüre (siehe rechte Box) erstellt, die Ihnen Auskunft zu folgenden Fragen gibt:

  • Was bedeutet Radiosynoviorthese?
  • Wann wird die Methode eingesetzt?
  • Bei welchen Gelenkerkrankungen hilft die Radiosynoviorthese?
  • Welche radioaktiven Stoffe werden bei der Therapie verwendet?
  • Wie wird die Radiosynoviorthese durch­geführt?
  • Was sind die Vorteile dieser Behandlungsmethode?
  • Welche Nachteile treten eventuell auf?
  • Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Zum Herunterladen

Broschüre: Radiosynoviorthese

Hier können Sie sich ausführlich rund um die nuklearmedizinische Gelenkthera­pie informieren (PDF-Datei, 473 KB).

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Faltblatt: Nuklearmedizinische Gelenktherapie

Alle wichtigen Informationen zu diesem Verfahren erhalten Sie hier auf einen Blick (PDF-Datei, 131 KB). 

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