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Schlaganfalleinheit, IMC und neurologische Stationen

Schlaganfalleinheit (Stroke Unit)

Unsere Schlaganfallstation ist nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie ausgestattet. Sie ist räumlich mit der Intermediate-Care-Station zusammengeschlossen. Es gibt sechs identisch ausgestattete Monitorbetten für die optimierte Behandlung und Pflege von Patienten, die akut einen Schlaganfall erlitten haben.
    Die Schwerpunkte der Speziellen Schlaganfalleinheit liegen in einer möglichst raschen Diagnostik und Frühbehandlung, die nach aktuellen Standards erfolgen. Ist eine Lysetherapie notwendig, so kann sie sowohl systemisch als auch im Einzelfall lokal vorgenommen werden. Im letztgenannten Fall besteht eine enge Kooperation mit der Neuroradiologischen Klinik des Katharinenhospitals (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Hans Henkes).
    Über die kontinuierliche Monitorüberwachung von mindestens 24 Stunden lassen sich frühzeitig Herzrhythmus-Störungen oder Blutdruckentgleisungen erkennen und behandeln.
    Ist die Ursache eines Schlaganfalls eine hochgradige Verengung (oder ein frischer Verschluss) einer Halsschlagader, kann diese über unsere gefäßchirurgische Klinik in den ersten Stunden oder Tagen operativ beseitigt werden.
    Die Patienten erhalten frühzeitig Krankengymnastik, um möglichst bald wieder mobil zu sein. Darüber hinaus werden sie logopädisch und ergotherapeutisch behandelt. Durch enge Zusammenarbeit mit Rehabilitationskliniken, die in der Nachsorge von Schlaganfallpatienten erfahren sind, wird für die Betroffenen eine optimale und lückenlose Versorgungskette eingerichtet.

Intermediate Care Station (IMC)

Ein hoch motiviertes Team aus qualifizierten Pflegekräften, Anästhesisten und Neurologen versorgt neurologische Patienten, die schwer krank sind und überwacht werden müssen. Die Patientenzimmer sind speziell mit Monitoren ausgestattet. Sie erlauben eine kontinuierliche EKG- und Blutdruckmessung sowie die Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut. Hier werden zum Beispiel Patienten mit myasthener Krise, Parkinson-Krise, fortschreitendem Guillain-Barré-Syndrom oder Patienten nach einem Krampfanfall überwacht.
    Auf der Station stehen insgesamt zehn Überwachungsbetten zur Verfügung, davon sechs für die Spezielle Schlaganfalleinheit.

Neurologische Stationen im Paulsbau (P3a und P5ab)

Hier werden neurologische Patienten in Zweibett-Zimmern (teilweise durch Trennwände unterteilte Vierbett-Zimmer) individuell ärztlich und pflegerisch betreut. Jede Pflegekraft ist für eine bestimmte Patientengruppe zuständig. Die ärztliche Versorgung gewährleistet ein konstantes Team aus Stations-, Ober- und Chefarzt. Patienten, die ausreichend mobil sind, können sich außer in ihren Zimmern auch in gemütlichen Sitzecken aufhalten.

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