Institut für Pathologie
Team
Dr. med. Hans-Ulrich Markmann
Leitender Oberarzt
Facharzt für Pathologie
hansmarkmann@vinzenz.de
Dr. med. Theodor Wagner
Leitender Oberarzt
Facharzt für Pathologie
theodorwagner@vinzenz.de
Dr. med. Mechthilde Bauer
Fachärztin für Pathologie
mechthild.bauer@vinzenz.de
Sabrina Bettio
Assistenzärztin
Weiterbildungsassistentin für Pathologie
sabrina.bettio@vinzenz.de
Den Arbeitsschwerpunkt der Pathologie am Marienhospital bildet die Untersuchung von Organ-, Gewebe- und Zellpräparaten, die Patienten für einen diagnostischen Befund entnommen werden. Vor allem die intraoperative Schnellschnittdiagnose – etwa bei unklaren Tumorerkrankungen – erweist sich hier für die Behandlung von Patienten als sehr vorteilhaft. Durch die enge räumliche Zusammenarbeit liegt die Gewebediagnose bereits nach 10 bis 15 Minuten vor. Der betreffende Patient bleibt solange unter Narkose; eine zweite OP wird ihm damit in der Regel erspart.
Auch klinische Sektionen werden im Institut vorgenommen. In den letzten Jahren spielen außerdem immunhistochemische und molekularpathologische Analysen eine immer größere Rolle.
Das Institut für Pathologie besteht seit 1990 am Marienhospital.
Leistungsspektrum
Die Pathologie ist für folgende Aufgabenbereiche zuständig:
Gewebeuntersuchungen
Es werden alle Gewebeuntersuchungen durchgeführt. Normalerweise liegen zwischen der Gewebeentnahme und der mikroskopischen Begutachtung rund 24 Stunden.
Intraoperative Schnellschnittdiagnose
Zum Beispiel bei unklaren Tumorerkrankungen. Die Gewebediagnose erfolgt hier bereits nach 10 bis 15 Minuten. Ablauf: Das während einer Operation entnommene Gewebe oder Organ wird durch Eis gekühlt und von einem Boten rasch in die Pathologie gebracht. Der Patient bleibt in dieser Zeit narkotisiert. Das unfixierte Gewebe wird umgehend tiefgefroren, mit dem Gefriermikrotom geschnitten und eingefärbt. Anschließend wird das Präparat unter dem Mikroskop begutachtet. Das Ergebnis entscheidet über die weitere Vorgehensweise der Operateure.
„Orientierte Aufarbeitung“ von entnommenem Gewebe
Zum Beispiel bei Brust- und Gesichtstumoren. Der Operateur markiert eine bestimmte Stelle des Präparats. Mit sehr aufwändigen Schnittserien lassen sich dann genaue Angaben zur Tumorausdehnung machen. Der Eingriff oder Gewebedefekt soll so möglichst klein gehalten werden.
Klinische Sektionen
Im Marienhospital werden – bei Einverständnis der Angehörigen – auch Obduktionen vorgenommen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Todesursache unklar ist. Klinische Sektionen sind unter anderem wichtiger Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern sowie von Medizinstudenten.
Immunhistochemische Analysen
Hier findet vor allem eine enge Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum im Hause statt. So kann der Pathologe zum Beispiel feststellen, ob das entnommene Gewebe einer Brustkrebspatientin über bestimmte Hormonrezeptoren verfügt oder nicht. Dies ist für die nachoperative Behandlung von großer Bedeutung.
Zytologie
Hier werden an einzelnen Zellen und Zellgruppen Diagnosen gestellt. Die Zellen werden durch Punktion oder Abstrich gewonnen, gefärbt und anschließend unter dem Mikroskop beurteilt. Es handelt sich hier in erster Linie um eine Screening-Methode.
Ausstattung
Histologisches Labor
Für die Untersuchung von Gewebe-, Organ- oder Zellpräparaten werden in der Pathologie folgende Geräte eingesetzt:
- 2 Gefriermikrotome (Kryostate)
- für die intraoperative Schnellschnittdiagnose
- 6 Mikrotome
- 2 Einbettautomaten
- 2 Färbeautomaten
- Eindeckautomat
Immunhistochemisches Labor
Immunfärbeautomat
Zytologisches Labor
- Zytozentrifuge
- Immunzytologie
Bildanalysesystem
- zur digitalen Vermessung von Zellen und Zellkernen
- digitales Dokumentationssystem
Anschluss an das medizinische Dokumentationssystem ORBIS
- elektronische Patientenakte
Qualitätssicherung
Seit 2000 nehmen die Leiter der Pathologie an einem Qualitätszirkel des Bezirks Nord-Württemberg teil. 15 bis 20 Pathologen aus verschiedenen Instituten und Praxen treffen sich zweimal jährlich, um sich gegenseitig in der eigenen Arbeit zu kontrollieren und zu bewerten.
Außerdem beteiligt sich das Institut regelmäßig an Qualitätskontrollen im Zuge der freiwilligen Zertifizierung des Marienhospitals und ist in den interdisziplinären Tumorkonferenzen vertreten. Auch externe Fortbildungen werden wahrgenommen.
Prinzipiell müssen alle angefertigten Schnittpräparate mindestens zehn Jahre lang archiviert werden.





