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Leistungsspektrum

Krankheitsbilder

Zu den Erkrankungen, die wir schwerpunktmäßig betreuen, gehören folgende onkologischen Krankheitsbilder (Tumorkrankheiten):
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Bindegewebe-Krebs (Sarkome)
  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Hals-, Nasen-, Ohren- und Mundhöhlenkrebs
  • Lungenkrebs
  • Lymphdrüsenkrebs
  • Magenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Speiseröhrenkrebs
Hämatologische Krankheitsbilder (Störungen der Blutbildung inklusive Blutkrebs), die behandelt werden, sind:
  • akute Leukämien bei Patienten im fortgeschrittenen
    Lebensalter
  • Blutbildungsstörungen (Myelodysplasien)
  • chronische lymphatische Leukämie
  • chronische myeloische Leukämie
  • Lymphdrüsenkrebs
  • Multiples Myelom
  • Myeoloproliferative Syndrome (MPS)
    (z. B. essentielle Thrombozythämie, Osteomyelofibrose und Polyzythämia vera)

Prinzipien

Unsere Patienten werden nach den aktuellsten Empfehlungen der onkologischen Fachgesellschaften behandelt. Jede Therapie wird nach individueller Nutzen-/Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Besprechung mit dem Patienten festgelegt. Während der Therapie werden Wirkung und mögliche Nebenwirkungen engmaschig überwacht und – soweit möglich – für den Patienten optimiert.

Innovation in der Diagnostik

In der Diagnostik bieten wir zusammen mit einem In­stitut in Tübingen molekulargenetische Untersuchungen des Tumors an. Mithilfe dieser Methodik lassen sich beispielsweise molekulare Veränderungen im Tumor erfassen (z. B. Chromosomentranslokation, Mutationen), die für die Prognose oder Therapie von Bedeutung sind. Des Weiteren kann durch Verlaufsuntersuchungen anhand molekularer Marker –etwa bei Blut-Erkrankungen – das Ausmaß molekularer Veränderungen festgestellt und so wiederum Rückschlüsse auf die Wirksamkeit einer Therapie gezogen werden.
    Mit einem Institut in Hamburg verfolgen wir Techniken, Krebs aus Körperflüssigkeiten festzustellen und zu charakterisieren („liquid biopsy“). So ist es zum Beispiel inzwischen möglich, frei zirkulierende Tumorzellen oder nur deren Erbgutabschnitte im Blut nachzuweisen und zu untersuchen. Für die Zukunft ergäbe sich daraus die Chance, etwa Krebs frühzeitig per Blutprobe zu erkennen oder in belastenden Situationen auf eine konventionelle Gewebeentnahme zu verzichten.

Innovation in der Therapie

In der Therapie spielen immunologische Ansätze eine immer wichtigere Rolle. Ziel ist dabei, mithilfe des Immun­systems Krebszellen zu zerstören.
    So verwenden wir unter anderem sogenannte monoklonale Antikörper, die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip mit Zielstrukturen auf der Oberfläche von Tumorzellen eine Bindung eingehen. Dies kann bewirken, dass intrazellulär eine Signalkette ausgelöst wird und die Krebszelle nicht mehr weiterwächst oder sogar abstirbt (direkte Wirkung). Oder durch die Blockade der Bindungsstelle wird eine wachstumsfördernde Signalkette gestört und dadurch die Vermehrung der Tumorzelle verhindert (indirekte Wirkung).
    Außerdem setzen wir monoklonale Antikörper ein, um bestimmte Zielzellen des Immunsystems zu aktivieren („Checkpoint-Inhibitoren“).  Fast alle Tumoren sind nämlich in der Lage, Signalwege des Immunsystems („Checkpoints“) zu unterdrücken. Dem wirken die Antikörper entgegen und verstärken somit die Immunantwort gegen die Krebszellen.
    Des Weiteren verabreichen wir zum Beispiel bei Lungen- und Brustkrebs neue Medikamente aus der Gruppe der sogenannten „gezielten“ („targeted“) Therapeutika. Diese Substanzen blockieren bestimmte Vorgänge in Krebszellen, die das Tumorwachstum fördern.
    Durch die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien haben unsere Patienten die Möglichkeit, von innovativen, noch nicht fest etablierten Therapiekonzepten zu profitieren.

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