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Leistungsspektrum

Immer mehr Menschen leiden heute unter Atemwegs- und Lungenerkrankungen, die äußerst vielfältig sein können.

In unserer Abteilung werden folgende Krankheitsbilder häufig behandelt:
  • Asthma bronchiale
  • Bronchiektasen
  • Chronische Bronchitis
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung mit Lungenemphysem
  • Hochdruck im Lungenkreislauf (pulmonal-arterielle Hypertonie)
  • Lungenembolie
  • Lungenentzündung
  • Lungengerüsterkrankungen
  • Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
  • Mukoviszidose (Zystische Fibrose)
  • Lungentuberkulose

Pneumologie: häufige Krankheitsbilder (11 Bilder)

Chronische Bronchitis: Hat sich viel Schleim in den Bronchien angereichert, wird ein Hustenanfall ausgelöst, der das Sekret aus der Luftröhre bläst (1: Luftröhre, 2: Hauptbronchus, 3: zäher, eitriger Schleim, 4: entzündete Schleimhaut, 5: Segmentbronchien).
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) mit Emphysem: Die feinen Wände zwischen den Lungenbläschen werden zerstört. Lungen und Brustraum weiten sich auf und können beim Ausatmen nicht mehr auf das Normalmaß zusammensinken (im Querschnitt).
Lungenszintigramm eines Patienten mit Lungenembolie. Der linke Lungenflügel ist gut durchblutet (dunkel); der Mittellappen der rechten Lunge ist unterversorgt und erscheint hell (Pfeil). Ursache ist eine Embolie in der Arterie, die den Mittellappen versorgt.
Röntgenaufnahme einer Lungenentzündung: Der linke Lungenlappen (Pfeil) des Patienten hat sich durch Bakterien entzündet.
Bronchiektasen: Im Verlauf chronischer Erkrankungen der Atemwege können sich die Bronchien dauerhaft erweitern. Man unterscheidet dabei unterschiedliche Formen.
Einengung der Bronchien bei Asthma bronchiale (Querschnitt durch einen Bronchienkanal). 1: In die Bronchien wird zäher Schleim (a) abgesondert, der die Atemwege einengt. 2: Die Schleimhaut der Bronchien (b) schwillt stark an. 3: Bei einem asthmatischen Atemnotanfall verkrampft sich die Muskulatur der Bronchien (c).
Die Sarkoidose zählt zu den Lungengerüsterkrankungen, die durch Immunreaktionen im Körper hervorgerufen werden. Die Ursache dafür ist unbekannt. In beiden Lungenflügeln sind knötchenartige Entzündungen zu erkennen (Röntgenaufnahme).
Die Röntgenaufnahme zeigt einen Lungentumor im Oberlappen des rechten Lungenflügels (Pfeil).
Gesundes Lungengewebe: Drüsenzellen in der Schleimhaut bilden dünnflüssigen Schleim, der eingeatmete Partikel abfängt. Flimmerhärchen transportieren dann den Schleim in die Luftröhre.
Bei Lungengewebe, das durch Mukoviszidose beeinträchtigt ist, bilden veränderte Schleimdrüsen ein sehr zähes Sekret. Eingedrungene Bakterien lassen sich nun nicht mehr entfernen und vermehren sich. Um die Erreger zu vernichten, werden Immunzellen herbeigelockt. Diese können auch gesundes Gewebe schädigen. Aus verendeten Bakterien und Lungenzellen freigesetztes Erbgut (DNA) machen den Schleim noch zäher.
Lungentuberkulose im Röntgenbild: Durch Tbc-Bakterien (Mycobacterium tuberculosis) hat sich das Lungengewebe entzündet.

Diagnostische Methoden

Um verschiedene Lungenerkrankungen abzuklären, werden moderne diagnostische Methoden eingesetzt, und zwar:
  • Untersuchung der Lungenfunktion
  • Blutgasanalyse
  • Spiro-Ergometrie
  • Pulsoxymetrie
  • Bronchoskopie
  • Pleuroskopie
  • radiologische und nuklearmedizinische Untersuchungen sowie interventionelle Verfahren

Diagnostik: angewandte Methoden

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Therapeutische Methoden

Viele Patienten mit einer Lungenerkrankung sind auf eine differenzierte und individuell ausgerichtete Therapie angewiesen.

Im Marienhospital werden folgende Behandlungen vorgenommen:
  • Inhalation von Medikamenten direkt in die Atemwege (wichtig bei Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder chronisch-obstruktiver Bronchitis);
  • medikamentöse Behandlung bei Lungenerkrankungen;
  • Atem- und Krankengymnastik zur Mobilisation von Atemreserven, durchgeführt von unseren Physiotherapeutinnen;
  • Einleitung einer Langzeitsauerstofftherapie bei chronischen Erkrankungen;
  • Einleitung einer Heimbeatmung bei Versagen der Atempumpe sowie weitere Kontrolluntersuchungen
    (Hinweis: Da eine Heimbeatmung manchmal über viele Jahre durchgeführt werden muss, nehmen wir auch die notwendigen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen vor, und zwar ambulant sowie stationär);
  • Behandlung von Lungentumoren (Chemotherapie, in Zusammenarbeit mit der onkologischen Abteilung);
  • Bestrahlungen und Brachytherapie (in Zusammenarbeit mit der strahlenmedizinischen Abteilung);
  • Schmerztherapie (in Zusammenarbeit mit der Palliativstation)
  • interventionelle Therapie wie Tumorabtragung und Stentimplantation, oft in Vollnarkose in starrer bronchoskopischer Technik;
  • Behandlung und Abklärung von Pleuraergüssen
    (durch Abklärung mittels Pleuroskopie (Spiegelung des Rippenfells) und ggf. Verklebung des Rippenfells mit dem Lungenfell durch Einsprühen von Talkumpuder. Das Verkleben unterbindet die Bildung von Ergussflüssigkeit im Pleuraspalt);
  • Darüber hinaus werden Thoraxdrainagen angelegt, wenn sich Luft oder Flüssigkeit im sogenannten Pleuraspalt angesammelt hat und dadurch die Organe in der Brusthöhle stark belastet werden. Der Pleuraspalt befindet sich zwischen der Lungenoberfläche und dem Rippenfell.
  • Behandlung des Lungenemphysems (überblähte Lunge) mithilfe von Ventilen, die über ein Bronchoskop in den Bronchien platziert werden.

Vertiefte Information

Pneumologische Krankheitsbilder im Detail

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Diagnostische Methoden im Detail

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Behandlung von Patienten mit Lungenemphysem mit Ventilen

Mithilfe eines nicht-operativen, nur an wenigen Kliniken durchgeführ­ten Verfahrens kann schwer lun­genkranken Menschen geholfen werden. In unserer Patienten­zeitschrift wurde die Methode vorgestellt (PDF-Datei, 227 KB).

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