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Leistungsspektrum

In unserem Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie wird das gesamte Spektrum an Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes einschließlich Speiseröhre diagnostiziert und behandelt.

Häufige Krankheitsbilder der Speiseröhre sind:

  • Refluxkrankheit, Refluxösophagitis, Barrett-Ösophagus: bei krankhaftem Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre
  • Ösophagus-Varizen: Krampfadern in der Speiseröhre
  • Hiatushernie: Verlagerung des Übergangs Speiseröhre Magen in den Brustraum
  • Achalasie: neuromuskuläre Störung des gesamten unteren Abschnitts der Speiseröhre
  • Nussknacker-Ösophagus: hyperkontraktile Speiseröhre
  • Sekundäre Ösophagus-Motilitätsstörungen
  • Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

Speiseröhre: häufige Krankheitsbilder (11 Bilder)

Refluxösophagitis 2. Grades (endoskopische Aufnahme). Die Speiseröhre ist durch krankhaftes Zurückfließen von Magensäure entzündet.
Refluxösophagitis 4. Grades mit Barrett-Ulcus (endoskopische Aufnahme). Die Entzündung der Speiseröhre ist fortgeschritten.
Barrett-Ösophagus (endoskopische Aufnahme) mit metaplastischem Epithel (Pfeil), aus dem Krebszellen entstehen können.
Krampfader in der Speiseröhre (Ösophagusvarize). Diese Erkrankung (Pfeil) tritt meist auf, wenn der Blutstrom vom Darm in die Leber behindert ist.
Da Krampfadern in der Speiseröhre häufig sehr dicht unter der Schleimhaut liegen, können sie leicht einreißen. Gefährdete Stellen zeichnen sich als kirschrote Flecken (Pfeilspitzen) auf den Varizen ab, die hier kreisförmig angeordnet sind.
Krampfadern (1) in der Speiseröhre können leicht einreißen. Kommt es dadurch zu einer starken Blutung, kann diese z. B. durch eine Gummibandligatur (2) gestoppt werden.
Bei einem Bruch des Zwerchfells (Hiatushernie) ist der Übergang von der Speiseröhre zum Magen in den Brustraum verlagert (endoskopische Aufnahme, Blick vom Magen in Richtung Speiseröhre).
Bei einer Achalasie (Röntgenaufnahme) kann sich der untere Verschlussmuskel der Speiseröhre nicht entspannen. Die Nahrung staut zurück und gelangt nur langsam in den Magen: erweiterte Speiseröhre (1), hochgradige kurzstreckige Enge (2), Magen (3).
Beim Nussknacker-Ösophagus (Röntgenaufnahme) kontrahiert sich die Muskulatur der Speiseröhre (1) stärker und länger als normal üblich, was zu starken Schmerzen im Brustbereich führt.
Die endoskopische Aufnahme zeigt ein sog. Ösophagus-Plattenepithelkarzinom (Speiseröhrenkrebs). Die Schleimhaut in der Speiseröhre wuchert bösartig (Pfeil) und blutet oberflächlich.
Bei Speiseröhrenkrebs im fortgeschrittenen Stadium ist der Nahrungsfluss oft stark behindert. Damit der Betroffene nicht per Sonde ernährt werden muss, wird ihm eine Prothese aus Drahtgitter (Stent) in die Speiseröhre gelegt.

Häufige Krankheitsbilder des Magens sind:

  • akute Gastritis: Entzündung der Magenschleimhaut
  • chronische Gastritis (chronische Magenschleimhautentzündung), Magengeschwüre
  • Magenpolypen
  • Magenkrebs (Magenkarzinom)

Magen: häufige Krankheitsbilder (5 Bilder)

Endoskopische Aufnahme einer chronischen Gastritis vom Typ B: Bedingt durch das Bakterium Helicobacter pylori hat sich ein Magengeschwür oder Ulcus duodeni (Pfeil) gebildet.
Magengeschwüre können mit Blutungen einhergehen. Die offenen Gefäße werden z. B. mit Metallclips (1) abgeklemmt (endoskopische Aufnahme).
Dieser Magenpolyp ist durch Ausstülpen der Magenschleimhaut entstanden (endoskopische Aufnahme).
Am Mageneingang, medizinisch Kardia genannt, hat sich eine bösartige Geschwulst gebildet (Kardiakarzinom, endoskopische Aufnahme, Blick vom Magen in Richtung Speiseröhre).
Bösartige Wucherung der Schleimhaut im Mageninneren, die mit Fibrin oder Schorf bedeckt ist (Corpuskarzinom im Magen, endoskopische Aufnahme).

Häufige Krankheitsbilder des Dünndarms sind:

  • Zöliakie (auch Sprue, Darmerkrankung durch Glutenunverträglichkeit, glutensensitive Enteropathie)
  • Morbus Whipple

Häufige Krankheitsbilder des Dickdarms sind:

  • Polypen
  • Divertikelkrankheit: Divertikulose und Divertikulitis
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Reizdarm
  • Dickdarmkarzinom: Kolon- und Rektumkarzinom

Dickdarm: häufige Krankheitsbilder (9 Bilder)

Gutartige, gestielte Geschwulst (Polyp) an der Schleimhaut im Dickdarm. Sie kann bei einer Dickdarmspiegelung mithilfe einer elektrischen Schlinge abgetragen werden (endoskopische Aufnahme).
Breitbasiger Dickdarmpolyp, eine gutartige Neubildung der Dickdarmschleimhaut (endoskopische Aufnahme).
Am Dickdarm wurde ein breitbasiger Polyp entfernt (Mukosektomie; endoskopische Aufnahme).
Bei der Divertikulose ist die Darmwand anatomisch verändert. Meistens stülpt sich – wie hier im Bild – die Schleimhaut durch die Muskelschicht der Wand nach außen. Es entstehen sogenannte Pseudodivertikel (endoskopische Aufnahme).
Entzünden sich Divertikel im Dickdarm, spricht man von einer Divertikulitis: 1: Darmlumen, 2: Divertikulitis (endoskopische Aufnahme).
Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Das Bild zeigt flächig erosive Veränderungen der Schleimhaut mit Einblutung (endoskopische Aufnahme).
Durch chronische Entzündung der Darmschleimhaut haben sich landkartenartige, fibrinbedeckte Ulzerationen gebildet – typisch für die Erkrankung Morbus Crohn. Die schorfigen Gewebedefekte heißen auch „snail trails“ (engl.: Schneckenspuren).
Endoskopische Aufnahme bei Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom): Aus der Schleimhaut des Dickdarms oder Kolons hat sich eine bösartige Geschwulst (Pfeil) entwickelt.
Ausbildung zahlreicher Polypen an der Schleimhaut des Verdauungstraktes (Polyposis). Die erblich bedingten Wucherungen gelten als wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs (endoskopische Aufnahme).

Häufige Krankheitsbilder der Bauchspeicheldrüse sind:

  • akute Pankreatitis: Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Häufige Krankheitsbilder der Leber und Galle sind:

  • Hepatitis A, B, C: Entzündung der Leber durch Vireninfektion
  • Hepatozelluläres Karzinom: HCC oder Leberzellkrebs
  • Gallensteine und Gallengangsteine

Leber und Galle: häufige Krankheitsbilder

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Diagnostische Methoden

Im Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie des Marienhospitals wird ein großes Spektrum an diagnostischen Untersuchungsmethoden angewandt, um Patienten mit gastroenterologischen Beschwerden zu untersuchen. Neben routinemäßig eingesetzten Verfahren wie der Magen- oder Dickdarmspiegelung kommen auch neue Methoden zum Einsatz.
    Dazu gehören beispielsweise die telemetrische Kapselendoskopie zur Untersuchung des gesamten Dünndarms und die Kontrastmittel-Sonografie, die detailreichere Bilder als bei einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung liefert. Mithilfe dieser Methode lassen sich eventuelle krankhafte Veränderungen besser erkennen.

Diagnostik: angewandte Methoden (11 Bilder)

Gastroskopie: Zur Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm wird ein biegsames optisches Instrument (Endo- oder Gastroskop) durch die Mundhöhle zum Darm vorgeschoben.
Koloskopie: Zur Spiegelung des Dickdarms und des unteren Dünndarms wird ein biegsames optisches Instrument (Koloskop) über den After eingeführt.
ERCP: Bei dieser Röntgenuntersuchung wird ein Endoskop über die Mundhöhle bis in den Zwölffingerdarm (Duodenum) zur so genannten Papille vorgeschoben. Mithilfe eines eingespritzten Kontrastmittels lassen sich Gallen- und Pankreasgänge darstellen.
Um Gallen- und Pankreasgänge genauer untersuchen zu können, muss eventuell die Papille gespaltet werden. Dazu wird ein elektrisches Messer (Papillotom) verwendet, das über das Endoskop eingeführt wird.
Mithilfe eines Körbchens, das über das Endoskop eingeführt wird, lassen sich kleinere Gallensteine aus den Gallengängen entfernen. Für den Eingriff muss die Papille gespalten werden.
Telemetrische Kapselendoskopie: Bei diesem Verfahren zur Untersuchung des Dünndarms wird eine rund 2 cm lange Kapsel verschluckt, die als Miniaturkamera fungiert.
Ultraschalluntersuchung der Leber ohne Kontrastmittel: Ob bösartige Veränderungen im Gewebe vorliegen, ist nicht zu erkennen.
Ultraschalluntersuchung der Leber mit Kontrastmittel: Das Kontrastmittel färbt gutartiges Gewebe hell, in bösartiges (Pfeil) dringt es nicht ein. Es bleibt daher dunkel.
Feinnadelpunktion: Bei einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Gewebeproben von bestimmten Organen – wie hier der Leber – entnehmen.
Polypentfernung (Polypektomie): Polypen sind in der Regel gutartige Wucherungen der Schleimhaut. Gestielte Polypen lassen sich bis zu einer gewissen Größe mit einer Schlinge einfangen, die über das Endoskop eingeführt wird. Danach werden sie an der Basis elektrisch abgetrennt.
Bei dieser Röntgenuntersuchung wird der Bauchraum mit Markerkapseln (Pfeile) aufgenommen. Stauen sich die Kapseln im Darm, so deutet dies auf eine Erkrankung hin.

Therapeutische Methoden

Oberer Magen-Darm-Trakt:
  • Blutstillung durch Unterspritzung mit Adrenalinlösung, Fibrinkleber, Hämoclips oder Histoacryllösung
  • Argon-Plasma-Koagulator (APC) zur Verschorfung und Blutstillung. Dabei wird mittels einer endoskopisch eingeführten Sonde hochfrequente Energie über ionisiertes Argongas auf die Schleimhaut übertragen.
  • Unterbinden von Krampfadern in der Speiseröhre mittels Ligatur oder durch Veröden (Ösophagusvarizenligatur/-sklerosierung)
  • Entfernung von Polypen (Polypektomie)
  • Papillotomie, Steinentfernung aus Gallengang, Stentimplantation (Plastik oder Metall) in den Gallengang
  • Stentimplantation in die Speiseröhre, Magen und Dünndarm
  • Aufdehnen von verengten Kanälen (Stenosen) mittels Dehnsonde (Bougierung) oder Ballon (Ballondilatation)
  • PEG/PEJ-Anlage (PEG = Perkutane endoskopische Gastrostomie)
  • Die PEG-Anlage ist eine endoskopisch gelegte äußere Magenfistel zur Ernährung mit Sondenkost, wenn die normale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist. Dies kann zum Beispiel bei Tumoren im Hals- und Speiseröhrenbereich der Fall sein oder bei Schluckstörungen neurologischen Ursprungs, wie dem Schlaganfall.
Unterer Magen-Darm-Trakt:
  • Blutstillung mit Adrenalinlösung, Fibrinkleber oder Hämoclips
  • Entfernung von Polypen (Polypektomie)
  • Stentimplantation in Dickdarm und Enddarm (Rektum)
  • Aufdehnen von verengten Kanälen (Stenosen) mittels Dehnsonde (Bougierung) oder Ballon (Ballondilatation)
  • Argon-Plasma-Koagulator (APC) zur Verschorfung und Blutstillung.
  • Dabei wird mittels einer endoskopisch eingeführten Sonde hochfrequente Energie über ionisiertes Argongas auf die Schleimhaut übertragen.
Punktion von Körperflüssigkeiten:
  • Entnahme von Flüssigkeit, die sich in der Bauchhöhle angesammelt hat (Aszitespunktion)
  • Entnahme von Flüssigkeit, die sich in der Pleurahöhle gebildet hat (Pleurapunktion)

Vertiefte Information

Häufige Krankheitsbilder

Hier können Sie sich genauer darüber informieren, auf welche Weise Erkrankungen der Speise­röhre samt Magen-Darm-Trakt diagnostiziert und behandelt werden.

Diagnose und Behandlung bei Krankheiten der Speiseröhre

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Diagnose und Behandlung bei Krankheiten des Magens

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Diagnose und Behandlung bei Krankheiten des Dünndarms

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Diagnose und Behandlung bei Krankheiten der Bauchspeichel­drüse

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