Home > Fachbereiche > Gynäkologie und Geburtshilfe > Geburtshilfe > Schmerzlindernde Verfahren
  Schrift     Kontrast   Drucken   Schließen  

Schmerzlindernde Verfahren

Die ersten Wehen beginnen meist als ziehender, noch gut zu ertragender Schmerz im Rücken- und Unterbauch, der mit zunehmender Muttermundsöffnung und Wehendauer an Intensität zunimmt. In der heutigen Medizin gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Wehenschmerz in der Wehe zu lindern und dadurch die Geburt für die werdende Mutter zu erleichtern. Nachdem Beratung (Hebamme, Arzt) der werdenden Eltern erfolgt bei Bedarf eine individuell angepasste Schmerztherapie nach dem Expertenstandard Schmerzmanagement.

Entbindungsbad: zum Entspannen und zur Wassergeburt

entbindungsbad_var2a_600x400.jpg

Akupunktur

Dass die Akupunktur die Geburt erleichtern kann, ist in China seit Jahrhunderten bekannt. Auch bei uns findet die Methode immer größeren Anklang. Sie stellt eine Bereicherung der bisherigen Geburtsvorbereitung dar und ergänzt die konventionellen Möglichkeiten der Geburtseinleitung. Studienergebnisse zeigen, dass die Akupunktur einen günstigen Einfluss auf die Eröffnungsperiode hat. Dies hat zur Folge, dass die Geburtsdauer verkürzt werden kann.
    Bei unkompliziertem Verlauf der Schwangerschaft kann die Akupunktur jederzeit angewendet werden. Das Kind sollte jedoch in Schädellage liegen, und die Plazenta darf sich nicht vor dem Muttermund befinden. Bei Risikoschwangerschaften sollten Sie zuvor mit Ihrem Arzt sprechen.
    Nähere Informationen zur Durchführung der Akupunktur finden Sie in der Infobox rechts.

Achtung! Behandlungsort ändert sich ab 7. Februar 2017

Ab dem 7.2.2017 findet die geburtsvorbereitende Akupunktursprechstunde, die bislang im Kreißsaal abgehalten wurde (Hauptgebäude St. Maria), im Gebäude St. Veronika, sechster Stock, Raum-Nr. 634 (Gruppenraum) statt.

Wegbeschreibung zum Gruppenraum:
  1. Zugang über die Eierstraße: Der Eingang zum Gebäude St. Veronika befindet sich direkt an der Liegendkrankeneinfahrt rechts. Mit den Fahrstühlen (am Eingang nach dem Treppenaufgang links) bitte in den 6. Stock fahren und dem Gang geradeaus bis zum Gruppenraum folgen.
  2. Zugang über das Hauptgebäude St. Maria: Am Haupteingang an der Information vorbei geradeaus durchgehen. Die vier Aufzüge linkerhand liegen lassen. Den Gang immer geradeaus weitergehen, den Schildern folgen Richtung den Häusern St. Veronika/St. Luise. Am Ende des Gangs befinden sich drei Fahrstühle; mit den beiden rechten können Sie in den sechsten Stock fahren. Dort angekommen folgen Sie dem Gang geradeaus bis zum Gruppenraum.

Aromatherapie

Ätherische Öle, die Lavendel oder Rosmarin enthalten, haben einen positiven Einfluss auf den Geburtsverlauf. Diese Substanzen werden zum Beispiel als Badezusatz verwendet und wirken dabei sehr entspannend oder anregend. Auch ätherische Öle lassen sich während der Entbindung zur Massage oder in Duftlampen einsetzen. 

Homöopathische Mittel

Bei der Auswahl homöopathischer Arzneimittel wird die Frau in ihrer Ganzheit, das heißt, in ihren Wehen, im Geburtsverlauf und in ihrem Verhalten unter der Geburt gesehen. Es wird jenes Mittel eingesetzt, das der Schmerzsymptomatik am besten entspricht. Dadurch wird eine Art Selbstheilungsmechanismus im Körper in Gang gesetzt, der den Menschen harmonisiert und in sein inneres Gleichgewicht zurückbringt. Die Schmerzen werden gelindert und als schwächer empfunden.

Wassergeburt

Jeder Kreißsaal enthält eine Geburtsbadewanne. Sie kann für Entspannungs­bäder genutzt werden oder auch für eine Geburt im Wasser. Die Bewegungen im warmen Wasser helfen, das Becken zu lockern und Wehenschmerzen zu lindern. Zudem führt das Wasser zu einer Schonung des Dammes. 

Periduralanästhesie (PDA)

Um den Schmerz wirkungsvoll auszuschalten, hat sich die rückenmarksnahe lokale Narkose (PDA = Peridural­anästhesie) durchgesetzt. Sie wird auf Wunsch der Mutter angewendet, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen oder wenn andere Gründe während der Geburt dieses Vorgehen vorteilhaft erscheinen lassen.

Lachgas (Livopan®)

Um die Geburtsschmerzen zu lindern, haben wir als zusätzliche Option Lachgas (Livopan®) in unserem Kreißsaal im Einsatz. Das Gas wird zusammen mit Sauerstoff unter der Wehentätigkeit kontrolliert von der werdenden Mutter eingeatmet und kann so zu einer deutlichen Senkung der Schmerzwahrnehmung führen – und dies ganz ohne Nebenwirkungen für das Neugeborene.

Information

Anmeldung Akupunktur

Wenn Sie sich für eine Akupunktur-Behandlung interessieren, hier die wichtigsten Angaben:

  • Durchführung: Ärztin/Arzt der Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Kosten: 11,66 Euro pro Sitzung (für gesetzlich Versicherte)
  • Beginn: ab der 36. Schwangerschaftswoche
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Zeit: dienstags 16.00/16.30 Uhr
  • Ort: Hauptgebäude St. Maria, Ebene M4 (ab 7.2.2017 im Gebäude St. Veronika, Ebene 6, Raum 634)
  • Anmeldung: 0711 6489-2320

Die Akupunktur im Rahmen der Geburtsvorbereitung

In diesem Infoblatt wird Ihnen alles Wissenswerte rund um die geburtsvorbereitende Akupunktur im Marienhospital vorgestellt (PDF-Datei, 59 KB).

Informationsblatt lesen >
© Marienhospital Stuttgart 2017. Alle Rechte vorbehalten | Home | Suchen | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Sitemap