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Verwachsungen

Verwachsungen sind eine besondere Form von Narben, die eine unnatürliche Verbindung zwischen verschiedenen Körpergeweben darstellen. Sie entstehen unter anderem durch Gewebeverände­rungen infolge von Endometriose, Infektionen, Chemotherapien, Bestrahlungen oder bösartigen Erkrankungen wie Krebs. Das Gewebe wird verletzt, und es bilden sich schließlich Verwachsungen. Chirurgische Eingriffe wie Blinddarmentfernung oder Kaiserschnitt sind jedoch die häufigste Ursache für Verwachsungen; letztere lassen sich im Rahmen einer Operation in der Regel nicht vermeiden.

Folgende ernstzunehmende Beschwerden treten auf:
  • Verwachsungen, die Eierstöcke und Eileiter betreffen, können ungewollte Kinderlosigkeit, schmerzhaften Geschlechtsverkehr und ständige Unterbauchschmerzen verursachen;
  • Verwachsungen, die den Darm betreffen, können zu Darmstörungen bis hin zum Darmverschluss führen.

Verwachsungen sind häufig für chronische Unterbauchschmerzen verantwortlich. Sie bewirken, dass sich das Bauchfell überdehnt, Nerven gereizt und dadurch Schmerzen ausgelöst werden. Bestehen Unterbauchschmerzen länger als sechs Monate, spricht man von chronischen Unterbauchschmerzen (engl.: chronic pelvic pain syndrom). Zusätzlich zu den ständigen Schmerzen führen körperliche und seelische Veränderungen zu Stress.

Behandlung

Verwachsungen können meist nur durch eine Operation (minimal-invasiv) bewiesen und sichtbar gemacht werden. Allerdings gibt es oft für die Problematik Verwachsungen und chronische Unterbauchschmerzen keine einfache Lösung. Manchmal ist eine komplette Schmerzbefreiung nicht möglich, allerdings sollte dann zumindest für die Betroffenen ein Schmerzniveau erreicht werden, das für sie akzeptabel ist.

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