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Single-Port-Entfernung der Gallenblase

Die Single-Port-Methode ist eine spezielle Variante der laparoskopischen oder minimal-invasiven Gallenblasenentfernung, bei der die Operation über ein einziges Loch in der Bauchdecke im Nabelbereich vorgenommen wird. Der Zugang ist etwa 2 cm groß; über ihn kann während der Operation auch die Gallenblase aus der Bauchhöhle geborgen werden. Das Loch in der Bauchdecke wird anschließend sorgfältig verschlossen. Der Hautschnitt lässt sich dabei in der Nabelgrube so versenken, dass nach Abschluss der Wundheilung „fast“ keine Narbenbildung sichtbar ist.
    Die Vorteile für den Patienten sind: 1. ein besseres kosmetisches Ergebnis aufgrund der geringeren Zahl an Schnitten. 2. ein verringertes Risiko an Narbenbrüchen und Verwachsungen im Bereich der Zugänge.
    Für die Single-port-Methode sind spezielle gebogene Instrumente erforderlich, da die Bewegungsfreiheit des Chirurgen eingeschränkt ist. Wie bei der laparoskopischen Methode wird mit einer dünnen Kameraoptik in die Bauchhöhle gesehen. Das Verfahren ist daher bei Patienten möglich, die unter Gallensteinen leiden oder wegen entsprechender Beschwerden operiert werden müssen. Allerdings sollten sie in der Bauchhöhle nicht voroperiert oder stark übergewichtig sein.
    Die Methode wird seit rund zehn Jahren in zahlreichen Krankenhäusern von Chirurgen angewandt, und ihre Sicherheit wurde in mehreren Studien nachgewiesen. Auch das Marienhospital Stuttgart setzte sie in den letzten Jahren erfolgreich ein. Da wir jährlich ca. 500 bis 600 Gallenblasen laparoskopisch entfernen, kann auf ein hohe minimal-invasive Expertise zurückgegriffen werden.

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