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Minimal-invasiver Eingriff bei der Refluxkrankheit

Bei der gastro-ösophagealen Refluxkrankheit (gastro = Magen, ösophageal = die Speiseröhre betreffend, reflux = Rückfluss) fließt Mageninhalt in die Speiseröhre zurück. Die aggressive Magensäure greift die Schleimhaut der Speiseröhre an, die sich daraufhin entzündet (Refluxösophagitis).

Die Patienten leiden vor allem nachts, nach Mahlzeiten und bei tief liegendem Oberkörper unter
  • Sodbrennen
  • saurem Aufstoßen
  • brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Beschwerden beim Schlucken (Refluxösophagitis).

Hält die Störung länger an, kommt es unter Umständen zu Zellveränderungen, die Vorstufen von Speiseröhrenkrebs darstellen.
    Ursache für die Refluxkrankheit ist häufig ein Zwerchfellbruch – und damit verbunden – eine Fehlfunktion des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, des Ösophagussphinkter. Dieser sitzt am Übergang zum Magen und schließt sich normalerweise, wenn Speisen in den Magen gelangt sind.
    Häufig erhalten die Patienten säurebindende oder säureunterdrückende Medikamente sowie Arzneien, die den Schließmuskeltonus erhöhen. Durch Operieren kann allerdings das saure Aufstoßen dauerhaft behandelt werden, und meist muss der Patient zusätzlich keine Medikamente einnehmen. Das technische Verfahren, das die Chirurgen einsetzen, heißt Fundoplicatio.

Die Operationsschritte sind:
  1. Zunächst wird die Speiseröhre vom Bauchraum her freigelegt
  2. Anschließend wird der obere Abschnitt des Magens, der Fundus, wie eine Manschette um die Speiseröhre gezogen und vernäht. Ist der Magen nach einer Mahlzeit gefüllt, drückt er nun die Röhre zu, sodass der Reflux unterbleibt
  3. Liegt außerdem ein Zwerchfellbruch vor, wird dieser verschlossen.

Im Marienhospital werden jährlich etwa 50 derartige Operationen durchgeführt, und zwar nahezu ausschließlich laparoskopisch.

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